Helden von Bern glänztenauch im Villinger Friedengrund (Hermann Colli)

Weltmeisterelf mit Villingen eng verbunden Sepp Herberger, Fritz Walter & Co warben für die SABA

Schreibt der Fußball Geschichte? Viele Menschen, die mit dieser Sportart nicht so viel am Hut haben, glauben, dass das Spiel, bei dem sich 22 Verrückte um einen Ball streiten, nur eine Nebensache sei. Ist sie auch! Aber eine der schönsten der Welt. Dass so eine Nebensache zu einem geschichtlichen Ereignis ersten Ranges werden kann, hat sich vor 50 Jahren gezeigt als Deutschland in der Schweiz Fußball- Weltmeister geworden ist. Ein Ereignis, das als „Wunder von Bern“ in die Annalen einging. Es hat sich auch wieder gezeigt, als es im Juni 2004 in Portugal um den Titel eines Europameisters ging, bei der Deutschland sang- und klanglos ausgeschieden ist und Griechenland, ein Land, dessen Nationalmannschaft als Fußballzwerg in Europa galt, sich die Meisterkrone aufsetzte. Und die Welt sprach jetzt vom „Wunder von Lissabon“!

Was sich an jenem 4. Juli des Jahres 1954 ereignete, wurde vielen Deutschen wieder voll bewusst, als im vergangenen Jahr der Film „Das Wunder von Bern“ in die Kinos kam. Wochenlang stand der Streifen auf dem Spielplan und selbst verknöcherte Kinomuffel, die Jahre lang kein Lichtspielhaus mehr betreten hatten, starrten gebannt auf die Leinwand und ließen sich von dem Geschehen verzaubern, das ein halbes Jahrhundert zurück liegt. Da lief so manche Träne über die Wangen sonst hart gesottener Männer und so manche Frauen verstanden auf einmal, was für ein Ereignis damals in der Schweiz passiert ist, von dem nicht nur eingeschworene Fußballfans heute immer noch schwärmen.

 

Lebendig wurde das „Wunder von Bern“ wieder im Frühjahr 2004, als der Südkurier in der Neuen Tonhalle ein Forum zu diesem Thema veranstaltete, bei dem auch Horst Eckel (Mitte) und Sportreporter Rudi Michel (2. von links) dabei waren. Beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt waren Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon (links), Herbert Schroff (2. von rechts) und Beatrice Wiebelt aufmerksame Beobachter.

 

Das zeigte sich übrigens ganz deutlich im Frühjahr 

2004, als der Südkurier die WM ’54 zum Thema ihres Forums machte, das über 600 Menschen in die Neue Tonhalle nach Villingen lockte. Horst Eckel, einer der drei noch lebenden Spieler aus der deutschen Weltmeisterelf und der Sportjournalist Rudi Michel, der damals aus Bern berichtet hatte, ließen das „Wunder“ wieder lebendig werden. In einem äußerst spannenden, informativen und humorvollen Dialog auf hohem Niveau erzählten sie persönliche Erlebnisse, beleuchteten Hintergründe und rückten die Männer, die für die Sensation gesorgte hatten, in den Blickpunkt. Das Publikum war begeistert und feierte die Akteure mit stürmischem Beifall.

Ja, es war ein historisches Ereignis. Zumindest ein sporthistorisches. Deutschland, nach dem verlorenen Weltkrieg nur mühsam wieder Fuß fassend und von der Weltöffentlichkeit weitgehend ausgesperrt, stand auf einmal ganz oben. Wenigstens im Fußball. Doch Fußball hat rund um den Globus einen hohen Stellenwert und so fand das Wunder von Bern weltweit Bewunderung und Anerkennung. Die deutsche Nationalmannschaft, als krasser Außenseiter ins Rennen gegangenen, war bei ihrem legendären 3:2-Sieg im Finale gegen Ungarn mit einer beeindruckenden Leistung über sich hinaus gewachsen.

Die meisten fieberten am Radio

Damals! 1954! Da hatte kaum ein normal Sterblicher einen Fernseher. Die meisten hockten gespannt vor den Radios und verfolgten mitfiebernd die Reportage aus Bern. Und trotzdem haben sehr viele Menschen, die heute den sechzigsten Geburtstag hinter sich haben, vor allem aber die Männer, das Spiel gesehen. Entweder bei reichen Verwandten, die schon in den frühen Fünfzigern ein Pantoffelkino ihr Eigen nannten, oder in einer Wirtschaft, wo es oft nicht einmal mehr Stehplätze gab. Dichte Menschentrauben bildeten sich vor den Schaufenstern der Elektrohändler, in denen das Endspiel über die Monitore der ausgestellten Fernsehgeräte übertragen wurde.

Die Villinger waren übrigens viel besser dran als Bundesbürger, die kein Unternehmen in ihren Mauern beherbergten, das Geräte für die Unterhaltungselektronik produzierte. Die SABA war schon daran interessiert, dass ihre Produkte bei dieser einmaligen Gelegenheit ins rechte Licht gerückt wurden. Hier bot sich die beste Möglichkeit, das noch relativ junge Medium Fernsehen auf breiter Front bekannt zu machen und den Wunsch nach einer hauseigenen Flimmerkiste zu wecken. Aber die Villinger konnten längst nicht so viele Geräte bauen, wie der Markt forderte. Von den SABA-Mitarbeitern hatte der eine und andere schon ein eigenes Gerät und wer keins hatte schaute sich das Endspiel in ihrer Kantine an. Stadionatmosphäre herrschte auch im „Waldschlössle“ wo im großen Saal vier Flimmerkisten aufgestellt waren. Und nicht weit davon entfernt, im Katholischen Gemeindehaus an der Waldstraße gab es kaum noch einen Stehplatz vor dem dort aufgestellten TV- Gerät. Ganz Deutschland befand sich im Fernsehfieber. Auf den Straßen spielten sich – wie überall in der Bundesrepublik – unbeschreibliche Szenen ab. Wildfremde Menschen lagen sich in den Armen.

„Es war wie am Fasnetmentigmorge im Städtle,“ beschrieb ein inzwischen gealterter Villinger Fußballfan die Situation nach dem denkwürdigen Finale.

SABA-Chef knüpfte schon früh Kontakte

In Villingen wurde schon ganz früh eine Verbindung zu den Männern, die das Wunder von Bern möglich gemacht hatten, gelegt. Hermann Brunner-Schwer, einer der SABA-Chefs, hatte von Kindesbeinen an viele prominente Menschen kennen gelernt. Er knüpfte leicht und schnell Kontakte zu Leuten, die auf seiner Wellenlänge lagen. Einerseits weil er ein sehr aufgeschlossener und vielseitig interessierter Mann war, und anderseits, weil er den Bekanntheitsgrad der Promis nutzte um für die Produkte seiner Firma zu werben.

Sicher waren es beide Aspekte, die ihn veranlassten, die deutschen Fußballgrößen näher kennen zu lernen. Und er suchte sich gleich die Richtigen aus. Es gelang ihm, zwei Männer als hochkarätige Repräsentanten und Werbeträger an sich zu binden: Den Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft Fritz Walter und dessen „Chef“, Sepp Herberger. Sie wurden echte Freunde des Villinger Unternehmers und fühlten sich in der Saba-Familie und bei deren Freunden praktisch zu Hause. Dazu gehörte auch Herbert Schroff, als „rasender SABA- Reporter“ bekannt, und Tag und Nacht in Diensten seiner Firma auf Achse.

In diesem Kreis wurde im Juni 1960, als das Villinger Unternehmen sein 125-jähriges Firmenjubiläum feierte, eine Idee geboren, die später als „SABA-Prominentenelf“ bundesweit von sich reden machte. Mit der Gründung dieser Fußballmannschaft, die in rund 15 Jahren, in immer wieder verschiedener Besetzung, auf deutschen Fußballfeldern für Furore sorgte, erfüllte sich für Sepp Herberger ein lange gehegter Wunsch. Er sah hier eine Möglichkeit, „seine Buben von Bern“ auf lockere Weise und in freundschaftlicher Verbundenheit zusammen zu halten. Das ist ihm gelungen. Bis auf zwei Spieler der Weltmeisterelf von Bern – das waren Jupp Posipal und Werner Kohlmeyer – streiften sich alle mindestens einmal das SABA-Trikot über und stürmten über den grünen Rasen. Manager, Motor und „Mädchen für alles“ war Herbert Schroff.

 

Herbert Schroff war über 15 Jahre Manager und Motor der sogenannten SABA-Prominentenelf, in der fast alle Spieler der „Helden von Bern“ für eine gute Sache mitwirkten. Heute ist die große Fußball-Zeit für den jetzt Achtzigjährigen nur noch eine unvergessliche Erinnerung.

 

Sportler, Schauspieler und Journalisten 

Es waren nicht nur Fußballer, die die Kickstiefel für SABA schnürten. Auch andere bekannte Sportler, Boxer, Ski-Asse, Tennisspieler, Ringer, Hockeyspieler und Trainer gehörten zum Kader; ebenso Schauspieler und Sportjournalisten. Rund 80 Profis und Hobbykicker gaben sich im SABA-Dress ein Stelldichein.

Für sie alle ging es nicht in erster Linie um sportlichen Lorbeer sondern viel mehr um Spaß und Unterstützung einer guten Sache. Bei den Begegnungen der SABA-Leute mit anderen Traditionsmannschaften oder mit bunt zusammengewürfelten mehr oder weniger bekannten Hobby- Balltretern, aber auch mit aktiven Amateurteams ging es neben dem Spaß an der Freud‘ immer um einen karitativen Zweck. Auf die Konten der Aktion Sorgenkind, Platz an der Sonne, der Lebenshilfe, der Sporthilfe- und Olympiafördervereine, dem Sonderfond der Deutschen Sportpresse und anderen Organisationen und Einrichtungen, die sich gemeinnützigen und sozialen Aufgaben widmeten, konnten beträchtliche Beträge überwiesen werden. Aber auch für ganz aktuelle Hilfsmaßnahmen waren die SABA-Kicker im Einsatz. So für Erdbebenopfer, vietnamesische Kinder, Querschnittsgelähmte, Tornado-Geschädigte und Waisenkinder.

In Bremen zum Beispiel lockten sie im September 1973 rund 12.000 Zuschauer ins Weserstadion und siegten mit 7:5 in einem Benefizspiel gegen eine Auswahl des Norddeutschen Rundfunks. Oder in Karlsruhe: Dort konnte bei einem „Festival der guten Taten“ im Wildparkstadion 15.000 Fußballfans den 2:1-Sieg der Sabanesen gegen eine Traditionsmannschaft des KSC bejubeln.

Zwei der ganz Großen im internationalen Fußball waren gute Freunde. Fritz Walter. Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft (rechts) und Sir Stanley Matthews, der 84 Spiele für England machte und von der Königin geadelt wurde. „Stan“, hier im Adidas-Trikot, spielte auch zusammen mit dem „alten Fritz“ in der SABA-Prominentenelf. Das Schwarzwaldmädel in der Mitte ist übrigens Herbert Schroffs Ehefrau Martha.

 

Wie viele Spiele sie insgesamt gemacht haben, ist in keiner Chronik festgehalten. Aber es werden wohl an die 50 gewesen sein. Die Liste der Austragungsorte ist lang: Berlin, Stuttgart, Mannheim, Ulm, Düsseldorf, Augsburg und Zürich stehen darauf. Aber auch zahlreiche kleine Orte in der Bundesrepublik, in denen Sportfeste mit Wohltätigkeitsspielen stattfanden, sind da verzeichnet.

SABA-Team mit vielen großen Namen

Einige Namen der Akteure gefällig? Wie schon gesagt, fast die ganze 54er-Weltmeisterelf war dabei: Fritz und Ottmar Walter, Toni Turek, Horst Eckel, Werner Liebrich, Charlie Mai, Max Morlock, Hans Schäfer, der unvergessene „Boss“ Helmut Rahn und wie sie alle hießen. Aber auch Fußballgrößen der nachfolgenden Generation: Uwe Seeler, Radi Radenkovic, Wolfgang Overath, Uli Hoeneß, Günter Netzer, Willi Schulz – um nur einige aus dem großen Aufgebot zu nennen. Sogar bedeutende internationale Kickerstars wie der legendäre Kapitän der englischen Fußball- Nationalmannschaft Bobby Moore und dessen gea- delter Landsmann Sir Stanley Matthews standen in den Reihen des SABA-Teams.

Wohlwollende Unterstützung fanden die Villinger Hobbykicker bei bekannten und engagierten deutschen Sportjournalisten. Dieter Kürten, Rudi Michel, Hans Jürgen Rauschenbach, Werner Zimmer, Hans Blickensdörfer und Günter Jendrich waren feste Größen der SABA-Prominentenelf. Eine goldene Nase konnte und wollte sich keiner der Akteure dabei verdienen. Wenn ihnen Fahrtkosten und wenn’s nötig war auch Unterkunft bezahlt wurde, dann waren die Herren zufrieden. Mit bescheidenen Geschenken aus der eigenen Produktion war die SABA nicht zimperlich. So war es nicht verwunderlich, dass in den Wohnungen der Freizeitkicker Radios und Fernseher mit dem Namen der Villinger Gerätebauer standen. Auch das ist schließlich Werbung. An einen Vergleich mit dem, was heute Fußballer für ein Werbespiel so ein- stecken, darf man da gar nicht denken …

Das große Spiel im Friedengrund

Ein Ereignis, das sich am 11. Juli 1966 in der Zähringerstadt abspielte, machte den Villingern deutlich, dass die SABA-Prominentenelf ihren Namen und ihren guten Ruf zu Recht verdiente. Was sich da bei einem Spiel im Friedengrund, das zu einem echten Volksfest wurde, an hochkarätiger Prominenz versammelte, ist kaum zu überbieten. Hermann Brunner-Schwer und der Offenburger Verleger Senator Franz Burda hatten ihre guten Verbindungen spielen lassen und für ein Benefizspiel zwei Mannschaften aufgestellt, in denen es von großen Namen nur so wimmelte. Es ging unter dem Motto: „So was war noch nie da: SABA gegen Burda“ über die Bühne.

Zwei Teams mit großen Namen: Unvergessen bleibt in Villingen das Benefizspiel im Friedengrund, bei dem am 11. Juni 1966 zwei Auswahlmannschaften von SABA und Burda aufeinander trafen. In beiden Teams wirkten neben Amateurfußballern und Hobbykickern aus der Region auch bekannte Sportler und Künstler mit. Fritz Walter, Werner Liebrich, Joachim „Blacky“ Fuchsberger, Toni Turek und Radi Radenkovic, Heinz Fütterer, Mario Adorf, Willi Bogner, Jörg Thoma und Max Greger sind auf dem Bild zu finden. Aber auch SABA-Chef Hermann Brunner-Schwer und „Helden vom FC 08 Villingen“, die in jenem Jahr in die Regionalliga aufstiegen, bestückten die Werksmannschaften.

 

 

Zwei Männer, die zu den Größten im Deutschen Sport zählen, im Villinger Friedengrund: Fritz Walter und Max Schmeling beim Anstoß für ein Benefiz-Fußballspiel mit der SABA- Prominentenelf.

 

Die Akteure kamen nicht nur aus der Welt des Sports, sondern auch aus der Film- und Unterhaltungsbranche. In dem unvergesslichen Match spielten – auf beide Teams schön verteilt – die Weltmeister Fritz Walter, Toni Turek und Werner Liebrich, „Löwen“-Torwart Petar Radenkovic, Skikönig Jörgl Thoma und Slalom-Ass Willi Bogner, Weltklasse-Sprinter Heinz Fütterer, die Schauspieler Mario Adorf und Joachim „Blacky“ Fuchsberger, Showorchesterchef Max Greger, Filmproduzent Georg Richter und, und und ! So viele wirklich Prominente hatte man in Villingen zuvor wohl noch nie zusammen gesehen.

Der Ball fiel vom Himmel

Spektakulär war der Anstoß. Der Ball kam vom Himmel. Zielsicher abgeworfen vom Chef der Burda-Kunstflugstaffel, die kurz zuvor über den Platz gedonnert war und mit den Propellern ihrer Maschinen ein munteres Ballonschießen veranstaltet hatte. Den ersten Tritt an den Ball vollzog kein Geringerer als Deutschlands wohl bekanntester Sportler, Boxheros Max Schmeling. Um ehrlich zu sein: Es gab nicht nur Promis auf dem Platz. Auch Akteure des FC 08 Villingen (der übrigens in diesem Jahr Meister der Schwarzwald-Bodensee-Liga geworden war und in die Regionalliga aufstieg) mischten kräftig mit. Und auch Hermann Brunner-Schwer und etliche fußballbegeisterte Regional- und Lokalgrößen rackerten, rannten, schwitzten, stöhnten, und schossen im schneeweißen Trikot mit den blauen vier Buchstaben auf der Brust was das Zeug hielt.

Ein Moment, den Herbert Schroff (rechts) nie vergisst: Zu seinem 50. Geburtstag gratulierte ihm bei der Feier im „Gambrinus“ auch Sepp Herberger, der „Vater“ der Helden von Bern.

 

Das Ergebnis war zum Schluss eigentlich Nebensache. Aber dass die Sabanesen die Burda- Leute mit 4:2 abgefertigt hatten, freute die rund 4000 Zuschauer doch. Und dass ihr Lokalheld Werner Nocht, bekannt unter dem Namen „Knochen“, Münchens ungekrönten Fußballkönig „Radi“ zwei bildschöne Dinger ins Netz gesetzt hatte, war eine zusätzliche Freude. Auch bei dem Eckstoß, den Werner Liebrich mit einem Kunstschuss direkt ins Burda-Gehäuse beförderte, schaute der singende Keeper ziemlich verdutzt aus seinem knallroten Torwartpulli. Ach ja, der gute Zweck muss auch noch angesprochen werden. Damals ging es um Vorbereitung und Finanzierung der Olympiade 1972 in München und dafür war ein Olympia Fond eingerichtet worden. In diesen Topf floss auch das Geld der Villinger Sportveranstaltung. Insgesamt kamen dabei 7000 Mark zusammen. Das Spiel, um das sich in den Erzählungen der Dabeigewesenen nach fast 40 Jahren viele Geschichten ranken, ist längst Geschichte. Sie verdient es festgehalten zu werden. Und das hat man in Villingen auch getan. Im Franziskanermuseum ist das Ereignis in der Abteilung der heimischen Industrie, wo auch an die große Zeit der SABA erinnert wird, dauerhaft dokumentiert.

Stars bei Herbert Schroffs Fünfzigsten

Einer bemühte sich besonders darum, die Erinnerung an das große Villinger Prominenten match wachzuhalten: Herbert Schroff, der als Organisator und Manager über mehr als 15 Jahre hinweg die Fäden zog und durch persönliches Engagement die SABA-Truppe zusammenhielt. Bis heute hält der jetzt Achtzigjährige die Verbindung zu „seinen“ noch lebenden Kickern aufrecht. Wie sehr er selbst von ihnen geachtet und geschätzt wurde und wird, kam schon bei vielen Gelegenheiten zum Ausdruck. So zum Beispiel bei der Feier seines 50. Geburtstages. Damals gehörten Fritz Walter und seine attraktive Frau Italia ebenso zur großen Schar der Festgäste wie Sepp Herberger und sein unvergessliches „s’Evsche“, wie der Altbundestrainer seine Frau liebevoll nannte. Die charmante Italia nahm übrigens ein besonderes Andenken von Villingen mit nach Kaiserslautern: Einen Gipsfuß! Sie hatte sich hier bei einem Sturz schwer verletzt. Das Missgeschick hinderte sie aber nicht daran, im „Gambrinus“ zünftig Herberts Fünfzigsten zu feiern.

Ein Andenken besonderer Art nahm Fritz Walters charmante Ehefrau Italia von der Feier im „Gambrinus“ mit nach Hause nach Kaiserslautern: Einen Gipsfuß.