Die kleinen blauen Stadtführer – Jeden Tag rund um die Uhr im Dienst (Gerhard Hirt)

Haustafeln informieren über Villinger Gebäude

Sie haben sich gut bewährt, die kleinen blauen Stadtführer, die über Geschichte und das Leben im alten Villingen informieren. Sie, das sind die quadratischen blauen Tafeln, die an historischen Gebäuden der Stadt hängen und in wenigen Worten und ein paar Strichen etwas über das Haus erzählen an dem sie angebracht sind.

Wir haben schon im letzten Jahresheft die Aktion, die vom Arbeitskreis Innenstadt des Geschichts- und Heimatvereins initiiert wurde, gewürdigt. Hier sollen weitere Tafeln vorgestellt werden.

Sie sind an sieben Tagen der Woche im Dienst und zwar rund um die Uhr. Sie verhalten sich still und haben doch viel zu sagen. Sie wollen auch den „echten“ Stadtführerinnen und Stadtführern, die Fremden und interessierten „Eingeborenen“ mit viel Engagement die Stadt und ihre Geschichte „verkaufen“, keine Konkurrenz machen.

Im oberen Teil der Gerberstraße die Johanneskirche

 

Adolf Schleicher, einer der Stadtführer und Beiratsmitglied im GHV, sieht die Hinweistafeln als eine echte Bereicherung an. „Wir können nicht alle wichtigen Gebäude zeigen und erklären und da ist ein Hinweis auf die Tafeln ganz nützlich“ sagt er zu den „stummen Kollegen“. Vor allem ist es für die Menschen, die auf eigene Faust die Sehenswürdigkeiten der Stadt entdecken und erkunden wollen, eine geschätzte Hilfe.

Eine ganz neue Art der Präsentation der Stadtgeschichte hatte in Oktober beim GHV Premiere. Der besondere Stadtrundgang startete unter dem Namen: „Des Wächters Runde“. Es war ein Gang durch die mittelalterliche Stadt, bei dem zahlreiche bekannte Villinger Bürgersleute jener Zeit plötzlich den Weg der Bürger heutiger Zeit kreuzten und erzählten, wie es denn damals so im Städtle war, als sie hier lebten oder auch litten.

In diesem Jahr stellen wir die Johanneskirche, das Gotteshaus der einstigen Johanniter-Kommende und jetzige Pfarrkirche der evangelischen Johannesgemeinde und das Gebäude vor, in dem sich früher das Kapuzinerkloster befand. Nah beieinander im Riet liegen der Romäusturm, der früher auch Michaelsturm hieß, und der Elisabethenturm.

 

 

Das „Kapuzinerkloster“ in der Niederen Straße

 

 

 

Diese Tafel finden wir im oberen Teil der Färbestraße

 

 

Leider schon verkratzt – die Tafel am Romäusturm

 

Auch das Haus Huger in der Färberstraße, ein alter Wohnturm, und der mächtige Bau der ehemaligen Bäckerei Ummenhofer an der Ecke Brunnen- Färberstraße, sind fast Nachbarn. Das Gasthaus zum Löwen gehört zu den ältesten Gasthäusern der Stadt und es lohnt sich auch heute noch, hier einzukehren.

 

 

 

 

 

 

An diesem großen Haus Ecke Brunnen- und Färberstraße ist dieses Schild nicht gleich zu entdecken.

 

 

 

 

„Makellos“ und efeuumrahmt zeigt sich hingegen das Nachbarschild im Spitalgarten.

 

 

 

 

Wussten Sie dass es sich in der Oberen Straße um das älteste erhaltene Gasthaus Villingens handelt?