Ein Pfennig nur? Villinger Geld des 11. Jahrhunderts (Werner Huger)

Villinger Pfennig in Originalgröße:17

 

Vorderseite        Rückseite

„… tun Wir allen Menschen dieser Welt und auch den künftigen Generationen kund und zu wissen, dass Wir auf Ersuchen des erlauchten Herzogs Hermann Unserem Grafen Berthold das Recht, die allerhöchste Erlaubnis und die Gewalt gegeben, verliehen und bewilligt haben, an einem bestimmten Ort, seinem Flecken Villingen nämlich, einen öffentlichen Markt mit Münze, Zoll und der gesamten öffentlichen Gerichtsbarkeit abzuhalten und auf Dauer einzurichten. …“1

So lautet der ins Deutsche übertragene Textausschnitt der in kaiserlicher Amtssprache lateinisch verfassten Urkunde Otto III., „Gegeben am 29. März im Jahr 999 nach Christi Geburt …, verhandelt in Rom …“. Mit dieser Rechtsvergabe eines königlichen Regals wurde dem Grafen Berthold neben dem Markt- und Zollrecht sowie der Gerichtsbarkeit die Münzhoheit eingeräumt, verbunden damit die Befugnis zur Münzerzeugung gräflicher Prägung. Gleichzeitig folgert daraus für den Grafen der Münznutzen: Da ist einmal der Gewinn, den der Münzherr (Graf/Herzog) aus der Prägung von Münzen erhielt (Schlagsatz). Dieser ergibt sich aus der Spanne zwischen dem Nominalwert der Münze und der Summe von Metallwert plus aller Herstellungskosten, einschließlich der Kosten der Silbererzgewinnung und der Aufbereitung des im Erz als chemische Verbindung enthaltenen Silbers. Ein solcher Nominalwert (Zahlwert) ist für die Villinger Münze nicht (mehr) zu ermitteln, was uns von vornherein hindert eine Tauschwertrelation Geld/Ware für bestimmte Handelsgüter des Villinger Markts herstellen zu wollen, ganz abgesehen von der Wertänderung eines Wirtschaftsgutes durch das Maß seiner Knappheit (z. B. Ernteüberfluss oder Missernte). Unsere Welt vor tausend Jahren ist eine reine Agrargesellschaft mit den Erzeugnissen einer Urproduktion mit Hilfe der Natur, d.h. Feld, Flur, Wald, Wasser, Tiere sowie den bereits arbeitsteiligen handwerklichen Umformungsprodukten (es gibt das Korn aber auch das Mehl, das Holz aber auch das Rad, das Erz aber auch das Eisen oder das Silber). Villinger Währung verlangt für das Funktionieren eines Marktes nach Villinger Maßeinheiten, die wir zwar mit ihren Arten noch nicht für das 11. Jahrhundert kennen, über schriftliche Zeugnisse aber doch schon für die Fürstenbergische Zeit Ende des 13. Jahrhunderts, z.B. mit dem Scheffel (1274, 1290 „schoeffel“, s. Fußnote 7a). Über das Maßsystem ließ sich eine Preisrelation zur Münze herbeiführen. Der Preis ist der Ausdruck des Tauschwertverhältnisses, erklärt in Pfennig „Villinger Gewichts“.

Eine Rückschau wird schon deshalb verhindert, weil es keine schriftlichen Überlieferungen gibt. Verträge, insbesondere Kaufverträge über Alltagsgeschäfte wurden damals wie heute formlos abgeschlossen und erfüllt. Der Handschlag, die Leistung und Gegenleistung genügten, wie bis in unsere Zeit hinein beim Viehhandel, d.h. es gab darüber keine schriftliche Ausfertigung oder gar die Beurkundung. Wo Rechtsgeschäfte allgemeinen wirtschaftlichen Inhalts einst von Bedeutung waren wirkten bestenfalls Zeugen mit. Auch wir kaufen noch heute unser Gemüse auf dem Markt oder das Fernsehgerät im Laden formlos. Alltagsgeschäfte würden sonst den Wirtschaftsverkehr unverhältnismäßig erschweren. (Ausnahmen bilden z.B. die Formvorschriften beim Grundstückskauf.) Allerdings war bei mittelalterlichen Grundstücksgeschäften (Kauf, Verkauf, Stiftung oder Schenkungen) die Schriftform und die Mitwirkung potenter Zeugen üblich („Brief und Siegel“).

Ein weiterer Münznutzen ergab sich für den Münzherren (Graf ) aus der Bewertung von Zöllen nach Villinger Währung, d.h. den geldlichen Marktanteilen, die wir heutzutage im weitesten Sinne als Umsatzsteuer zu Gunsten des Souveräns bezeichnen würden; denn, dass der Graf und die ihm nachfolgenden Herzöge als Inhaber des Münzprivilegs am Marktgeschehen (Handel) ertragswirksam Anteil nehmen, ist letztlich Sinn des politisch gewollten und deshalb verliehenen Münzregals.

Von dem obigen Grafen Berthold, als Inhaber des Münzprivilegs von 999 n. Chr., sind keine Münzen überliefert.

Nach den Zuweisungen durch Ulrich Klein2 ist die erste Phase Villinger Münztätigkeit „auf die Jahre

1030 – 1050“ zu datieren. Die Münzen gehören demnach in die Zeit Berthold I. „mit dem Barte“, der als Graf im Thurgau, in der Baar, im Breisgau und andernorts Orts- und Territorialherr war. (1061 erlangte er im Zuge der Reichspolitik den Herzogtitel von Kärnten, ohne je dort die Herrschaft ausgeübt zu haben; 1077 wurde er vom Kaiser abgesetzt und starb umnachtet 1078 auf der Limburg oberhalb Weilheim in Schwaben.) Er war der Sohn des Grafen Bezelin (Anm.: Namensynonym für Berthold) von Villingen, von dem in der Wissenschaft nicht klar ist, ob er mit dem Grafen Berthold von 999 identisch ist. Es gibt Hinweise, dass schon auf Berthold I. die Bezeichnung „Zähringer“ Anwendung fand. Jedoch erst als sein Sohn Berthold II. (gest. 1111) sich nach seiner Verlegung des Herrschaftsschwerpunkts von der Limburg nach Westen auf die Burg Zähringen, nördlich Freiburgs, den ergänzenden Familiennamen „von Zähringen“ zulegte, wurden schließlich auch in der königlichen Kanzlei (1130) und später in der Literatur die nachfolgenden Bertholde als „Herzöge von Zähringen“ bezeichnet.3

Die von Ulrich Klein umfassend beschriebenen und in der Serie abgebildeten Villinger Münzen stammen aus aufgefundenen Münzschätzen deren Depotorte weit ab von ihrem „Funktionsbereich“, d.h. für uns dem lokalen und regionalen Marktgeschehen mit dem Bezugsort Villingen, liegen. Ulrich Klein hat darüber eine Fundkarte vorgelegt.4

Von 40 Orten der Funde des 11./12. Jahrhunderts liegen die meisten im Ostseeraum, drei gehören abseits der Ostsee zu Russland. Allerdings konnte U. Klein „durch einen Anfang 1995 bekanntgewordenen Heimatfund aus dem schwäbisch-alemannischen Raum (sogenannter Fund aus der Zeit um 1050)“ mit „1700 Münzen überwiegend aus Basel und Zürich“ auch 14 Münzstücke Villingen zuweisen.5

Der in den wissenschaftlichen Veröffentlichungen zur Münzgeschichte verführerisch verwendete Ausdruck „Fernhandelspfennig“ als Erklärung für das Vorkommen in den weit abgelegenen Fundorten bedarf aus wirtschaftsgeschichtlicher Sicht einer Einschränkung. Es ist zweifellos richtig, dass insgesamt die deutschen Münzen des 10./11. Jahrhunderts „im Zuge von Handelsbeziehungen“, etwa dem zwischenherrschaftlichen Güterverkehr, in die fernen Länder gelangten, wo sie schließlich zusammen mit „orientalischen und anderen abendländischen Geprägen“ als Schätze gehortet wurden. Es muss allerdings darauf verzichtet werden im Villinger „Fernhandelspfennig“ womöglich einen Beleg für wirtschaftliche Fernverbindungen des Marktortes sehen zu wollen. Dafür war die Funktion der Münze erst gar nicht gedacht. Sie war als allgemeines Tauschmittel für einen flexiblen Markt Lokal- bzw. Regionalgeld, das sich mit seinem Münzbezirk durch den territorialen Umfang der gräflichen Verordnungsgewalt im Marktgeschehen eingrenzte. Der Metallwert des silbernen Gepräges der sich, ohne aufgeprägte Wertangabe, über das reale Gewicht des Edelmetalls bestimmen ließ, war u.a. für die „Wanderschaft“ der Münzen verantwortlich, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass die gehorteten Münzschätze, in denen sich die Villinger Stücke befanden, als Paket Teil des Edelmetallhandels gewesen sein könnten.6

Grundsätzlich galt über viele Jahrhunderte, dass das Münzbild, als künstlerisch gestaltetes bildliches Gepräge des Münzherren, den Metall- oder Stoffwert als Edelmetall legitimierte und gleichzeitig seinen Nennwert bestimmte, ohne dass es, wie bei der Villinger Münze, einer aufgeprägten Wertzahl bedurfte. Während einerseits die Münzbilder die Münzen, solange sie sich allgemeiner Anerkennung erfreuen, in ihrem Wert autorisieren, sind sie andererseits die Hoheitssymbole des Münzherren, der, wie im Falle Villingen, die Münzherrschaft vom Kaiser als Privileg verliehen bekam. Das bedeutete die Privatisierung eines Teils des Münzwesens, auch hinsichtlich anderer mit dem Markt- und Münzrecht beliehener Feudalherren, während der andere Teil beim Monarchen verblieb. Derartige nach Feingehalt, z.B. des Silbers, ausgeprägte und im Wirtschaftsverkehr umlaufende Münzen bezeichnet man, entsprechend ihrem Feingewicht, als Kurantgeld. Den „Wert“ (Tauschwert) des Edelmetalls (Silber oder Gold) als Münzgeld kannten die Menschen schon vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren. Dabei war das Edelmetall der Maßstab seiner Wertschätzung und Begehrtheit. In den wirtschaftlichen Austauschbeziehungen (Handel) wurde es zum raumüberbrückenden stimulierenden Faktor, der dem Naturaltausch Ware gegen Ware oder Dienstleistung nur noch mehr oder weniger lokale Bedeutung zuwies.

Gleichzeitig erklärt sich damit die Beweglichkeit des Münzgeldes über ferne Herrschaftsgrenzen hinweg, ohne dass es organisierter Beziehungen, wie später bei den mittelalterlichen Handelsgesellschaften, etwa der Grossen Ravensburger, oder einheitlicher Staatsgewalt entsprechend dem heutigen europäischen Währungsverbund im Euro bedurfte. Dazu ist allerdings anzumerken, dass heute neben dem funktional viel wichtigeren Buch- aber auch Papiergeld, also stoffwertlosem Geld, die umlaufenden Münzen, vom Euro bis zum Cent, mit ihrem Metall- oder Stoffwert (Zink, Kupfer, Zinn u.a.) unterhalb des auf ihnen aufgeprägten Nennwerts liegen. Man nennt sie Scheidemünzen. Sie enthalten kein Gramm Edelmetall. Scheidemünzen benötigen, wie das Papiergeld, den über das „Münzbild“ erklärten Nennwert, weil auch hier der Stoffwert keine angemessene Tauschwertbedeutung hat; sie sind über eine staatliche Geldverfassung gekürtes oder „geschöpftes“ Geld.

Von den Villinger Stücken des 11. Jahrhunderts kennen wir als Nominal nur den silbernen Pfennig. Kleinere Stückelungen, etwa Scheidemünzen als Nominale, oder auch nur stofflose Rechnungsgrößen, sind im Gegensatz zu spät- und nachmittelalterlichen Prägungen nicht bekannt.

Der Villinger Pfennig wird gelegentlich als „Denar“ bezeichnet.7 Dieser Ausdruck folgt zweifellos der kulturprägenden Tradition der Römer und ihrer Sprache. Alle wichtigen mittelalterlichen Urkunden weltlicher wie kirchlicher Herkunft sind in der Regel lateinisch verfasst, jedoch kommen auch solche in Mittelhochdeutsch vor, was allerdings dann mit Villingen im 11. Jahrhundert nicht zeitkonform wäre.7a Und die Sprache der Gelehrten an den Universitäten war sogar bis ins 18. Jahrhundert das Latein.

Die z.B. im Rheinland an die Römer anschließende merowingische Münzprägung, unter anderem als Nachprägungen oströmischer Goldmünzen (pseudoimperiale Münzen) sowie der Königsmünzen, belegt die Kontinuität des Münzwesens. Sie geht etwa Ende des 5. Jahrhunderts n. Chr. über in die Zeit der fränkischen Landnahme. Schon im 3. Jahrhundert vor Christus kannten die Römer eine Silbermünze die sie Denar nannten. Augustus machte sie 23 v. Chr. zur Hauptmünze des römischen Reiches. Sie hatte einen Durchmesser von 16 – 18 mm und wog 3 – 4 Gramm. Sie verschwand im Zuge einer zunehmenden Münzverschlechterung um die Mitte des 3. Jahrhunderts aus dem Geldkreislauf.8

Merowingische Silberprägungen sind für das 7. und 8. Jahrhundert aus 800 Prägestätten mit 5000

Münzmeistern überliefert. In der nachfolgenden karolingischen Zeit verordnete 793/94 Karl der Große eine Münzreform. Aus ihr gingen die „schweren Denare“ (Novus Denarius) hervor, die, aus Silber geprägt, als Währungseinheit im Reich galten (Kaiserkrönung 800). Diese Pfennige wogen 1,7 Gramm.9

Der „Pfennig“ jedenfalls, den wir alternativ auch als „Denar“ kennen, ist seit der Karolingerzeit die ursprüngliche Bezeichnung „des bis auf wenige Ausnahmen einzigen (silbernen) Münznominals in weiten Teilen Europas“.10 Er wurde zur Normeinheit und erfasste damit auch das Ottonische und Salische Reich bis hinein ins 13. Jahrhundert. Bringen wir es auf den Punkt: Wir haben im „Pfennig“ oder „Denar“ eine Hauptmünze zu sehen, auch wenn sich, wie in Villingen, keine weiteren abgeleiteten Nominale als Stückelung oder nicht ausgeprägte Rechnungsgrößen nachweisen lassen. In Villingen ist demnach der Pfennig die Hauptmünze regionalisierten Münzwesens.

Um wieviel dünner müssen die Villinger Stücke gewesen sein, wenn sie bei etwas mehr als 20 mm Durchmesser und gleichem spezifischen Gewicht des Silbers (10,5) manchmal kaum die Hälfte des karolingischen Pfennigs und, mit einer Ausnahme, weniger als ein Gramm wogen.

Ulrich Klein11 hat für etwa 12 Münzen Gewichte von 0,93, 0,95, 0,96 und 0,98 Gramm ermittelt. Die weitaus größere Zahl bewegt sich allerdings im Stückgewicht zwischen 0,69 und 0,90 Gramm. Man kann wohl nicht sagen, dass es bei der Metallaufbereitung für alle Münzen ein gelungenes normiertes Gewicht gegeben habe, aber das war schon bei antiken Münzen so.

 

Eine heutige runde 10-Cent- Münze als Scheidemünze im Euro, sogar mit niedrigerem spezifischen Gewicht als Silber (10- Cent: Kupfer-Aluminium-Zink-Zinnlegierung = „Nordisches Gold“), besitzt mit 19,75 mm Durchmesser, d.h. etwa dem gleichen Durchmesser wie eine Villinger Münze des 11. Jahrhunderts, ein Gewicht von vier Gramm. Die Stärke der 10-Cent-Münze misst 1,93 Millimeter. Man versuche einen rechnerischen Vergleich anzustellen, wie stark eine Villinger Münze bei einem gerechneten Durchschnittsgewicht von 0,88 Gramm gewesen sein dürfte. Es waren etwa 0,27 Millimeter, die Stärke eines sehr dünnen Plättchens. Beim Vorgang der Prägung mittelalterlicher Münzen mit dem Punzhammer wird man, unbeschadet variierender Techniken, von folgendem Vorgang ausgehen dürfen: Es gab einen Münzstempel, das ist eine Stahlform mit den negativ eingeschnittenen Münzbildern der Vorder- und Rückseite. Bei der Hammerprägung wurde der Unterstempel (Stock) fest in einen Block eingelassen und der Schrötling (= zur Münzplatte aufbereitete Metallscheibe) ihm aufgelegt, der Oberstempel (Eisen) ihm aufgesetzt und durch kräftigen Hammerschlag die Münze geprägt. Eine andere Version lautet: „Die Münzplatte klebte man zwischen zwei Prägestempel. Die eine Seite der Platte legte man auf einen Amboss, während man auf der anderen Seite eine Punze (Anm.: meißelartiger Stempel zum Treiben erhabener Muster) anbrachte, auf die man mit einem Hammer oder Schlegel schlug. Im Verhältnis zu ihrem Durchmesser waren die Platten der antiken Münzen ziemlich dick und daher solide. Die Münzen des Mittelalters hingegen wurden so dünn wie nur möglich gefertigt; sie waren daher verbogen und uneben“.12

Das wird bei den Abbildungen des Villinger Pfennigs bei Ulrich Klein (a.a.O.) augenfällig. Die Austreibungen des Prägeschlags führten zu uneinheitlichen Rändern, die nicht mehr die ideale Form einer ebenen Kreisscheibe besaßen, wo die Randzone punktsymmetrisch den gleichen Abstand zum Mittelpunkt hat. Es gab Verrutschungen, Verluste und Unschärfen des Münzbilds, die sich in ihrer Aussage bzw. Interpretation nur noch dem Fachmann erschließen. Mit den Maßstäben des Münzsammlers müsste man sie im unteren Bereich bewerten.

Folgt man Ulrich Klein13 dann gibt es Villinger Pfennige für die früheste Prägezeit 1030/1040 und zeitlich etwas spätere Prägetypen um 1040/50. Es wären alle demnach Prägungen Berthold I. „mit dem Barte“. Bei der von uns ausgewählten Prägung aus der Zeit um 1030/40 stammen drei Exemplare aus einem Lübecker Fund von 1875, die 1877 von Hermann Dannenberg dem Ort Villingen zugewiesen wurden. (Mit der Einschränkung „bisher“ widerspricht Ulrich Klein nicht.) Sie sind bei Klein als Lübecker Fund auf der Tafel 3 (S. 38) unter den Nummern 8, 11, sowie 14 abgebildet und werden

„aus Sammlung Dannenberg 1892“ mit dem heutigen Verwahrort Berlin aufgeführt. Wie U. Klein anmerkt, gehören sie zum „Typ Dannenberg 1378 und 1378a“. Unter Seite 41 b) stellt Klein fest, es handle sich um „Prägungen mit rückläufiger Umschrift“.

Was immer man sich darunter vorzustellen hat: Das ist das eigentliche Verwirrende an ihnen. (Die von Klein in Tafel 3 mit den Nummern 1 – 7 abgebildeten und auf Seite 41 unter a) erläuterten Münzen seien dagegen „Prägungen mit richtiglaufender Umschrift“.) Nichtsdestoweniger besitzen alle von 1 – 22 abgebildeten und erläuterten Typen die Kennzeichen „Kreuz mit je einem Ringel in den Winkeln (PERCTOLT o.ä.) / Monogramm“. Klein führt das etwas genauer aus „Die Münzen zeigen auf der Vorderseite ein Kreuz mit je einem Ringel in den Winkeln und eine rückläufige, mehr oder weniger verwilderte PERCTOLT-Umschrift.

 

Vorderseite

 

 

 

Rückseite

 

Vergrößerungen des originalen Villinger Pfennigs im Verhältnis 2:1 (Foto: Dr. U. Klein).

Die Rückseite trägt ein unklares Monogramm, das vielleicht Bestandteile von PERCTOLT COMES enthält sowie von einer Trugschrift aus Kreuzen, Ringeln und buchstabenähnlichen Zeichen umgeben ist. Eine eindeutige und überzeugende Erklärung dieser eigenartigen Rückseitendarstellung ist bis heute nicht gelungen“.

Ein bemerkenswertes Wort des Fachmanns. Es erklärt damit die Auslegung Paul Revellios, a.a.O. S. 478, mit dem angeblichen „OTTO DEDCTOLT verschrieben für Berchtolt“ der Vorderseite sowie „OTTO“ und „REX“ für die Rückseite unausgesprochen als Irrtum. Dem ist zuzustimmen, denn OTTO und REX (also der König) war nicht der die Münzen emittierende Münzherr. Vielmehr war es der vom Kaiser (König) mit dem Münzregal (Münzhoheit) ausgestattete Graf Berthold. Eine im Besitz des Verfassers befindliche Münze mit „idealem“ Prägebild (siehe Abbildung unten) ist der Versuch einer Rekonstruktion (Nachprägung), deren vermutliche originale Vorlage sich in einem Petersburger (Leningrader) Museum befindet, wo sie das inzwischen verstorbene Ehrenmitglied des Geschichts- und Heimatvereins, Fabrikant Dr. Wilhelm Binder, im Jahr 1963 ausfindig gemacht hatte. (Siehe Jahresbroschüre XIV, 1989/90, des GHV, S. 128) Binder ließ durch einen Numismatiker einen Wachsabdruck anfertigen und das Exemplar in der staatlichen Münze Karlsruhe rekonstruieren. Damit dürfte der unmittelbare Vergleich mit einer Berliner Münze des Lübecker Fundes ausscheiden. Die Abbildung gibt jedoch zumindest wieder wie die einstigen Originale ausgesehen haben dürften. Weshalb es zur Prägung „mit rückläufiger Umschrift“ kam, vermögen wir als Laie nicht zu sagen. So verwirrend diese Form der Randumschrift auch ist, vermittelt sie doch den Anschein als seien die an sich meisterlich arbeitenden Graveure des Münzbildstempels mit den gelieferten Daten des Münzmeisters schreibunkundig umgegangen. Wie uns Ulrich Klein mündlich wissen ließ ist man mit der Schriftdarstellung schlicht und einfach im Gegenuhrzeigersinn vorgegangen.

 

 

 

 

 

 

Rekonstruktionsversuch des Villinger Pfennigs mit vorder- und Rückseite in Originalgröße.

Rekonstruktionsversuch des Villinger Pfennigs mit vorder- und Rückseite in Originalgröße.Woher kam das Silber, dessen Gepräge auch die Villinger Münze bestimmte? In und um Villingen gab es zwar Mangan- und Eisenerzvorkommen aber kein Silbererz.

Der 1027 zum Kaiser gekrönte König Konrad II. (gest. 1039) überließ 1028 im Zuge seiner Reichspolitik dem Basler Bischof, verbrieft in einer Urkunde, „seine Rechte an gewissen Breisgauer Silbererzvorkommen und Silbergruben in der Grafschaft Bertolds im Breisgau auf alle Zeiten“.14

Diese Urkunde ist das älteste Zeugnis über die Ausbeutung von Erzvorkommen im Schwarzwald an der Schwelle zum Hochmittelalter. In ihr werden mehrere Orte namentlich genannt, „die in einem Revier von rund 50 Kilometer Längenerstreckung am Schwarzwaldrand und in den Tälern zwischen Badenweiler und dem Schauinsland lokalisierbar sind …“. Selbstverständlich gehört dazu eine bischöfliche Münzstätte in Basel. Das Ergebnis einer Dissertation (Bernd Breyvogel) „bezüglich der Erstreckung des Bergregals, wonach es im Unterschied zu den Vogesen im Breisgau bereits im Hochmittelalter ein übergreifendes Bergrecht gegeben habe, das uneingeschränkt in der Hand des Basler Bischofs lag“ wird in der Kritik nicht akzeptiert. „Dieser These liegt eine doch zu oberflächliche Quellenbetrachtung zu Grunde, welche die herrschaftlichen und politischen Verhältnisse zur Zeit der Zähringer und der Freiburger Grafen im Breisgau unberücksichtigt lässt“.15 Schon der Hinweis in der Urkunde von 1028 (s. oben), dass es sich um die Vergabe kaiserlicher Rechte an gewissen Breisgauer Silbererzvorkommen und Silbergruben „in der Grafschaft Bertolds im Breisgau“ handle, lässt aufhorchen. Hier geht es nämlich um die Territorialherrschaft des Zähringergeschlechts. Tatsächlich vermerkt Alfons Zettler16 „Während im Süden das Bergregal vom Basler Bischof an unterschiedliche adlige Herren weiterverliehen wurde, blieb es im Norden offenbar lange Zeit in den Händen der Zähringer Herzöge und bei deren Erben, den Grafen von Freiburg“. Ohne dass eine exakte Zeitstellung möglich wäre, außerdem mit einem gewissen Mangel an Quellenangaben, ist an zähringischen Silbererzabbau um Badenweiler (dem Basler Bischof benachbart), im Münstertal, bis hinauf nach Zähringen, nördlich Freiburgs, zu denken („Die Zähringer II“, a.a.O. S. 45), wobei wir die Zonen Hofsgrund und den benachbarten Schauinsland hinzufügen möchten.

Faszinierend ist es für den heutigen Besucher in das verlassene Labyrinth der ausgeräumten Gänge und Stockwerke im Schauinslandmassiv einzusteigen, wo man schließlich am Ende eines Vortriebs auf die dunkle Wandfläche mineralischer Gemenge mit Einschlüssen des sulfidischen Bleiglanzes (PbS) stößt. Dieses Mineral enthält Silber in der chemischen Verbindung Ag2S (Silberglanz), wenngleich auch nur in der geringen Menge von 0,01 – 0,03, in einzelnen Fällen bis 1 %. Auch mit diesen geringen Mengen war und ist es der Hauptlieferant von Silber in unseren Breitengraden, wobei anscheinend im südlichen Schwarzwald – sehr selten allerdings – auch elementares Silber vorkommt; so wird es auch für den Bereich Hofsgrund und Schauinsland in den oberflächennahen Zonen (Anm.: Tagebau?) vermutet. Wo es sich um silberhaltigen Bleiglanz handelt wird der Anteil mit 0,08 % angenommen, das sind 800 g Silber pro Tonne Bleiglanz. („Die Zähringer II“ a.a.O. S. 47)

(Das heute durch die industrielle Produktion und weltwirtschaftliche Verflechtung in Massen den Silbermarkt verändernde Edelmetall kommt gediegen in Mexiko, Nordamerika, Norwegen u.a. vor.) Die Gewinnung des Silbers erfolgte und erfolgt durch ein mehrstufiges thermo-chemisches Verfahren. Dabei wird der silberhaltige Bleiglanz in Schmelztiegeln auf etwa 450 °C erhitzt und der Schmelze Zink zugesetzt. Das Zink legiert dabei mit Silber und Blei und sammelt sich als sog. Zinkschaum auf der Schmelze an, der leicht abgeschöpft werden kann. Aus der gewonnenen Silber- Zink-Bleilegierung kann man durch Destillation die Legierungselemente Zink und Blei vom Silber trennen. Das für den thermischen Prozess erforderliche Holz lieferte in Fülle der umgebende Schwarzwald. Für unseren Raum dürfte der südwestliche Bereich des Schwarzwaldes im Herrschaftsbereich der auch für Villingen zuständigen Zähringer als Lieferant des Villinger Münzsilbers maßgeblich gewesen sein.

Es ist müßig nach der Münzstätte des Villinger Gepräges im 11. Jahrhundert zu fragen. Es gibt dafür keine ausreichenden Quellen, wenngleich bekannt ist (s. Zotz a.a.O., S. 45), dass es im Zeitalter der Ottonen (bis 1024) in Breisach eine herzogliche Münzstätte gegeben hat. So gibt es bestenfalls Vermutungen.

Nach der Zeitstellung der frühesten bekannten Prägungen Villinger Münzen zwischen 1030 – 1050 könnte es auch in Villingen für die regional beschränkte Verwendungsmöglichkeit der Münze eine Münzstätte gegeben haben. Man möchte dann voraussetzen, dass die eigentliche aufwendige Aufbereitung bzw. Verhüttung der sulfidischen Erze Blei- und Silberglanz im Bereich der Lagerstätten erfolgte und das in Stangen bzw. auch in Plattenform gegossene silberne Münzmetall oder die ausgeschnittenen zur Münzplatte gearbeiteten Schrötlinge von dort nach der Prägestätte verbracht wurden. Die Prägung selbst wäre unter Leitung eines ministerialen Münzmeisters erfolgt, der über den Münzfuß, d.h. die Vorschriften über Schrot (= Rauhgewicht = Bruttogewicht der Münze) und Korn (= Feingehalt = Feingewicht = Edelmetallanteil in einer Münze) zu wachen hatte. Da der technische Aufwand hier nicht umfangreich gewesen ist, hätte, ohne nennenswerten Raumbedarf zur Herstellung ein lediglich gesichertes Refugium genügt. Dieses könnte mit dem zu vermutenden zähringischen Ministerialensitz, der Warenburg, westlich der Brigach, oberhalb des Marktdorfs Villingen (beim heutigen Friedhof ) auf dem Laible angenommen werden; denn noch gibt es ja die „Stadt“ Villingen nicht. Die Villinger Münzen des 11. Jahrhunderts waren – heute eine Plattheit, damals eine Revolution – Geld. Sie bedeuteten am neugeschaffenen Markt den Umstieg von der Naturaltauschwirtschaft (Ware gegen Ware) in die Geldwirtschaft, mit der Münze als allgemeinem Tauschmittel. Eine Tatsache des Marktes: Geld ist geprägte Freiheit der wirtschaftlichen Entscheidungen. Dort wo ein differenziertes Angebot und eine ebensolche Nachfrage zusammentreffen, nämlich am Markt (in seinen vielfältigen Arten), der in Villingen ein lokaler, d.h. punktueller, Güter- bzw. Dienstleistungsmarkt war, kann die Werteinschätzung eines Wirtschaftsgutes über den Preis, ausgedrückt in Geld, zu einem Abschluss kommen. Dafür musste, und muss, das Geld bestimmte Eigenschaften besitzen: Allgemeine Anerkennung, leichter Transport und leichte Aufbewahrung und möglichste Sicherheit gegen Fälschung. Der einstige aus dem fast magischen Edelmetall Silber geprägte Villinger Pfennig ist seit Jahrhunderten aus dem Geldumlauf verschwunden. Er verschwand wie der einstige römische Denar eines „Weltreichs“, wie der Karolinger Pfennig, die „Mark vollgewichtiges Silber Villinger Gewichts“ des 13./14. Jahrhunderts, der Breisgauer Pfennig „Villinger Gewichts“ des 14. Jahrhunderts, der Gulden und der Taler habsburgischer Zeit oder die der Hyperinflation von 1923/24 zum Opfer gefallene einst in Gold eintauschbare papierene Reichsmark der Kaiserzeit, sowie die armselige Mark bei der Währungsreform 1948. Die Ursachen sind vielfältig. Die vermeintliche Ungerechtigkeit einer Geldentwertung („Münzverschlechterung“) folgt den Unzulänglichkeiten menschlicher Natur: Misswirtschaft, rücksichtsloses Verschulden bzw. mangelnde Ausgabendisziplin der Mächtigen, Betrug am Edelmetall (falsche Münze durch Legierung), politische Fehlentscheidungen, Fehden, Kriege, Machtwechsel usw. Die Einschätzung der meisten Ökonomen, dass Geld u.a. auch die Funktion als Wertaufbewahrungsmittel besitze, gilt, wie die geschichtlichen Fakten lehren, nur auf Zeit. Wäre uns der Villinger Pfennig als silberne Kurantmünze noch begehrenswert, müssten wir aus heutiger Sicht zunächst nach dem Rohstoffwert des Edelmetalls Silber fragen. Wie sich die Zeiten ändern: Auf den Metallmärkten wird derzeit das Silber um 247 Euro pro Kilogramm gehandelt. Nimmt man eine Villinger Münze aus den Jahren um 1030 mit 0,90 Gramm an, dann würde der Metallwert der einstigen Kostbarkeit gerademal noch 22 Cents betragen.

Damit wollen wir es bewenden lassen.

Benutzte und zitierte Literatur:

Revellio Paul, Beiträge zur Geschichte der Stadt Villingen, Schriftenreihe der Stadt Villingen, Herausgeber: Stadt Villingen i. Schwarzwald, Ring Verlag Villingen, 1964 (S. 66 u. 478)

Zotz Thomas, Die Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrechts durch Kaiser Otto III. an Graf Berthold für seinen Ort Villingen, in: Villingen und Schwenningen, Geschichte und Kultur, Herausg. Stadt VS, Hermann Kuhn Verlag, 1998; hier Zotz, Seite 11 ff., vgl. ebenso Revellio, a.a.O., (ohne Seitenzahl: Urkunde) sowie Seite 63 ff.

Klein Ulrich, Die Villinger Münzprägung, in: Villingen- Schwenningen, Geschichte und Kultur, Herausg. Stadt VS, Hermann Kuhn Verlag, 1998, Seite 26 ff.

Huger Werner, Die Gründungsidee der Stadt Villingen, in: Geschichts- und Heimatverein Villingen, Jahresheft XI, 1986/87, Seite 17 u.a.

Sachwörterbuch der Mediävistik, Herausg. P. Dinzelbacher, Alfred Kröner Verlag Stuttgart, 1992, Stichwort Münzwesen und Geld Katalog römischer Münzen, Herausg. Ralph Kankelfitz, Battenberg Verlag München, Band 1, 1974

Alte Maße, Münzen und Gewichte, Lexikon, Bibliografisches Institut Mannheim/Wien/Zürich, Meyers Lexikon Verlag, 1986

Die Franken, Wegbereiter Europas, Ausstellung Reiss-Museum Mannheim, 1996, Katalog Seite 509 ff. : Münzprägung an Mosel und Rhein

Burton Hobson, Münzen sammeln als Hobby, Verlag Frech Stuttgart-Botnang, 1965, Seite 72

Bayer / Wende, Wörterbuch zur Geschichte, Alfred Kroner Verlag, 5. Auflage, 1995

Volkert Wilhelm, Kleines Lexikon des Mittelalters, Verlag C.H. Beck, München, 3. Auflage, 2000

Zettler Alfons, Früher Bergbau im südlichen Schwarzwald nach historischen Quellen, in: Früher Bergbau im südlichen Schwarzwald; Archäologische    Informationen    aus    Bd./Wttbg.    41, Landesdenkmalamt Bd./Wttbg., Stuttgart 1999, Seite 43 ff.

Huggle Ursula, Ohler Norbert, Maße, Gewichte und Münzen, Historische Angaben zum Breisgau und zu angrenzenden Gebieten, Konkordia Verlag, Bühl/Baden, 1998 (Stichw. Breisgauer Pfennig) Deutsche Bundesbank, der EURO UNSER Geld – Die Münzen, Stand Februar 2002

Die Zähringer, Anstoß und Wirkung, Hg. Hans Schadek und Karl Schmid, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen, 1986, Katalog zur Zähringerausstellung II, S. 45 u. 47.

Eingescannten Münzen:

a) meine Silbermünze und b) das 10-Cent-Stück, Gerhard Graf, Karlsruhe.

Fußnoten:

1 Zotz Thomas, a.a.O., S. 21, Übersetzung Zettler/Zotz S.11

2 Klein Ulrich, a.a.O., Seite 27

3 Huger Werner, Die Gründungsidee … a.a.O., Seite 79

4 Klein Ulrich, a.a.O., Seite 55

5 ders. S. 29

6 Huger Werner, a.a.0., wirtsch. Gesamtzusammenhänge S. 26 ff. u. S. 17 „Der Geist denkt, das Geld lenkt“.

7 Revellio Paul, a.a.O., S. 66 und S. 478

7a Boewe-Koob Edith und Schulze Ute haben in: Veröffentlichungen des Stadtarchivs VS, Band 31, unter „Allen die diesen Brief lesen und hören lesen, tue ich kund…“ auf Seite 16 für das Jahr 1274 und Seite 19 für das Jahr 1290 zwei sehr frühe Villinger Beispiele vorgelegt. Vgl. auch die Villinger Zollordnung von 1296, FUB V, Nr. 276 und SAVS, D 4, mit weiteren Maßeinheiten: some = Saum (z.B. Wein), rd 1,5 hl, vuder = Fuder (z.B. salzes, koles, vermutlich Holzkohle), Malter (z.B. trockene Schüttgüter wie Getreide), ca 150 l (?), Imi, rd. 19 l.

8 Katalog römischer Münzen, a.a.0., Seite 19

9 Huger Werner, wie unter 6, Seite 17 und Alte Maße, Münzen Gewichte, a.a.O. S. 394 „Pfennigzeit“ sowie Bayer/Wende, Wörterbuch z.G., a.a.O., S. 432 Stichwort Pfennig

10 wie 9, vgl. auch Volkert Wilhelm, Kleines Lexikon d. MA, a.a.O., Seite 174 f.

11 Klein Ulrich, a.a.O., Seite 41 f.

12 Burton Hobson, Münzen sammeln …, a.a.O., Seite 72

13 Klein Ulrich, a.a.O., S. 27 ff.

14 Zettler Alfons, a.a.0., Seite 43 ff.

15 Butz Eva-Maria, Besprechung der Dissertation von Bernd Breyvogel „Silberbergbau und Silbermünzprägung am südlichen Oberrhein im Mittelalter“, in: Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde 49, aus: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 64 (2005), Seite 491

16 Zettler Alfons, wie Fußnote 14, Seite 46; vgl. auch den Plan der Blei-Silber-Erzgänge, S. 45 (Nach Goldenberg in: Steuer/ Zimmermann, 1990)

17 Sämtliche Fotos der Originalmünze des Villinger Pfennigs aus der Zeit 1030/40 wurden von Dr. Ulrich Klein, Württembergisches Landesmuseum Stuttgart, Münzkabinett, angefertigt und uns zur Verfügung gestellt. Dafür danke ich namens des GHV herzlich. Sie besitzen einmal Originalgröße und einmal die Vergrößerung 2 : 1, wiedergegeben sind die Vorder- und Rückseite. Das Gewicht der Münze: 0,96 g. Quelle siehe unter „Benutzte und zitierte Literatur“. Vgl. Abb. Klein, a.a.O., Nr. 8