Stadt- und Bürgerwehrmusik pflegt Brauchtum und Tradition (Gerhard Hirt)

Die Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen hat nicht nur selbst eine beachtliche und ruhmreiche Historie zu bieten, sie tut auch etwas dafür, dass Vergangenheit und Geschichte der Zähringerstadt lebendig bleibt. Der Geschichts- und Heimatverein Villingen würdigt dieses Bemühen sehr und hat das in den Jahresheften der vergangenen Jahre auch zum Ausdruck gebracht. Der Blick in die von unserem Mitglied Lore Schneider verfassten Chronik über die fast 200-jährige Geschichte der Stadtmusik, den der GHV in „Villingen im Wandel der Zeit“ gewährte, hat das eindeutig zum Ausdruck gebracht. Aber die Stadt- und Bürgerwehrmusik darf nicht nur auf eine stolze Vergangenheit stolz sein, sie darf auch für sich in Anspruch nehmen, wertvolle Kulturgüter ihrer Heimatstadt in unserer Zeit zu pflegen. Ein Beispiel dafür soll dieses Bild sein, das fest zum Jahresablauf in Villingen gehört und sich – jeweils am Heiligen Abend – wiederholt. Der Kuhreihen, dessen Geschichte oft und oft erzählt wurde und die wohl jeder Villinger kennt. Dieses Bild aus dem Jahre 2005 ist typisch für dieses sich jährlich wiederholenden Ereignis. Der junge Felix Faißt bläst hier auf dem Herterhorn die vertraute, einfache Melodie. Er steht inmitten seiner Musikerkollegen und einer großen Zuschauer- und Zuhörerschar in der Stadtmitte auf dem Marktplatz, den gewisse Zeitgenossen leider immer wieder respektlos als „Latschariplatz“ bezeichnen. Mit den Christbäumen im Hintergrund ist es ein lieb gewordenes und vertrautes Bild, das immer wieder ein Stück heimatlichen Brauchtums in den Blickpunkt rückt.