Ein Feldkreuz auf Wanderschaft (Kurt Müller)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer auf seinem Spaziergang über das Gewann Wieselsberg oberhalb von Nordstetten an einem steinernen Feldkreuz vorbeikommt, der liest die Inschrift am Sockel:

„Treu und redlich war dein Erdenleben, Gott wird dafür Segen geben“ Gestiftet von Adam Biselly, 1929.

Adam Biselly war ein Landwirt und stammte aus Bärental bei Friedingen. Auf dem Gelände vom Klosterhof St. Ursula hatte er das Kreuz errichten lassen. Beim Bau der neuen Gewerbeschule im Gewann Steppach stand das Kreuz im Wege. Es wurde damals an das Sträßchen nach Weilersbach, sogenanntes Todessträßchen, versetzt.

Beim Bau der neuen Straße nach Herdenen musste es wieder weichen und wurde in der Nähe des Familienfreizeitparks neu aufgestellt. Dort wurde es hintereinander zweimal umgeworfen und stark beschädigt. Johann Drändle, der als Mitglied der Pfarrei Heilig Kreuz und als Mitglied des Geschichts- und Heimatvereins immer schon ein sorgendes Auge auf das Kreuz geworfen hatte, und es wieder reparieren ließ, erreichte es, dass 2005 auf städtischem Grund am Wieselsberg ein neuer Standort gefunden werden konnte. Aber selbst dort wurde es erneut Opfer von Vandalismus. Der aus Keramik geschaffene Christuskopf in der Kreuzmitte wurde zerschlagen. Johann Drändle hat beim Bildhauer Wolfgang Kleiser in Hammereisenbach einen Christuskopf aus Bronze gestalten und gießen lassen. Der Geschichts- und Heimatverein hat dafür die Kosten übernommen.

Es bleibt die Hoffnung, dass dieses restaurierte und durch Bronzearbeit aufgewertete religiöse Kleindenkmal die nächsten Jahrzehnte zur Freude und Besinnung der Wanderer unbeschadet überdauern kann.