Der Geschichtsund Naturlehrpfad Villingen (Werner Echle)

Von der Idee zur Realisierung

Die Idee für einen Geschichts- und Naturlehrpfad in Villingen-Schwenningen kam ursprünglich von Schwenninger Bürgern, die für ihren Stadtbezirk ein solches Projekt wünschten. Der Heimatverein Schwenningen nahm sich zusammen mit dem Schwäbischen Albverein und dem Schwarzwaldverein dieses Vorschlags an und plante mit dem damaligen Leiter des städtischen Forstamtes, Eberhard Härle, solch einen Pfad. Der Sturm Lothar verhinderte die baldige Umsetzung des Planes. Auf Initiative von Dr. Tobias Kühn, dem Nachfolger von Herrn Härle, wurde der Plan 2005 wieder aufgegriffen.

Die Arbeitsgemeinschaft Geschichts- und Naturlehrpfad Schwenningen hat mit Mitgliedern u. a. aus dem Heimatverein Schwenningen, dem schwäbischen Albverein und dem Schwarzwaldverein unter der Leitung von Siegfried Heinzmann im Jahr 2006 den ersten und im Jahr 2009 den zweiten Teil des Geschichts- und Naturlehrpfades Schwenningen errichtet.

Bereits damals bestand der Wunsch des städtischen Forstamtes, des Oberbürgermeisters und der Bürgerstiftung Villingen-Schwenningen, diesen Weg nach Villingen zu führen und somit ein „städteverbindendes Projekt“ zu verwirklichen.

Nachdem die Bürgerstiftung im Frühjahr 2009 einen erheblichen Zuschuss hierfür bewilligte, beschloss der Geschichts- und Heimatverein Villingen die Federführung für dieses Projekt zu übernehmen.

Die Arbeitsgruppe von links: Eberhard Härle, Ute Schulze, Hansjörg Fehrenbach, Werner Echle, Dr. Hans-Georg Enzenroß.

 

Er bildete dazu eine Projektgruppe mit Ute Schulze, Werner Echle, Dr. Hans-Georg Enzenroß und Eberhard Härle, die später durch Hansjörg Fehrenbach ergänzt wurde.

Herr Härle entwarf damals bereits den gesamten Weg vom Hölzlekönig nach Villingen, um die Stadt herum und wieder zurück bei der Hohen Mark zum Schwenninger Weg und plante gleichzeitig auch die möglichen Stationen ein. Dieses Konzept, das erstmals in der Mitgliederversammlung am 9. März 2010 vorgestellt wurde, war Grundlage für die Gestaltung des Weges und wurde im Laufe der weiteren Realisierung immer wieder geringfügig aktualisiert.

Finanzierung

Erfreulicherweise konnten Hauptsponsoren gefunden werden, die es mit großer Unterstützung ermöglichten, dass der Weg überhaupt finanziert und realisiert werden konnte. Die Bürgerstiftung Villingen-Schwenningen hat durch ihren Zuschuss von 2.500 Euro den Weg für die Realisierung durch den Geschichts- und Heimatverein Villingen e.V. geebnet. Die Wieland-Werke AG, Villingen haben durch die großzügige Spende von 30 Messingtafeln und die Firma wildigarten, Villingen-Schwenningen durch enormen Arbeitseinsatz (Setzen von Pfosten u. ä.) und wichtige, äußerst hilfreiche Beratung einen großen Beitrag zur Realisierung geleistet.

Ohne die Hilfe des städtischen Forstamtes mit dem Leiter Dr. Tobias Kühn und seinen engagierten Mitarbeitern, die unser Projekt maßgebend unterstützt haben, wäre eine Verwirklichung nicht möglich geworden. Die überaus gute Kooperation und Übereinstimmung zwischen Dr. Kühn mit seinem Vorgänger und Mitglied der Arbeitsgruppe Herrn Härle, war und ist eine sehr verlässliche Hilfe.

Im Namen des gesamten Geschichts- und Heimatvereins und seines Vorstandes möchten wir diesen Sponsoren, ohne die es diesen Weg nicht gäbe, sehr herzlich danken.

Es ist sehr erfreulich und entlastet den GHV finanziell sehr, dass außer den Hauptsponsoren viele Mitglieder des GHV sowie der Lions Club Villingen mit ihren Spenden zur Finanzierung der neuen Tafeln beigetragen haben. Diese werden als Spender auf den Tafeln genannt.

Ziel des Projekts

Ziel des Projekts ist einerseits die Information über Geschichte, Heimatkunde, Landschaft und Natur in und um Villingen, andererseits die stadtbezirksübergreifende Verbindung zwischen den Stadtbezirken Villingen und Schwenningen mit einem gesamtstädtischen Lehrpfad zu verdeutlichen. Durch dieses Projekt soll die historische und landschaftliche     Entwicklung     Villingens     und Schwenningens, verbunden mit Natur und Wandern, weiter vermittelt werden an die Bürger von Villingen-Schwenningen, an Schulen aber auch an Besucher und Touristen.

Projektbeschreibung

Der Geschichts und Naturlehrpfad Villingen wird einen Weg durch die Geschichte und die Natur unseres Stadtbezirk Villingen darstellen. Durch die Anbindung an den bereits teilweise bestehenden Geschichts und Naturlehrpfad Schwenningen handelt es sich auch um ein städteverbindendes Projekt, das am Hölzlekönig vom Schwenninger Pfad abzweigt und rund um Villingen wieder zum Lehrpfad Schwenningen an der Hohen Mark führt (siehe Plan). Er verläuft weitgehend über Wander und Waldwege und soll den Interessierten informieren über Geschichte und Natur unserer Heimat.

Bereichert wird er durch bereits bestehende Pfade, wie Waldlehrpfad, Vogellehrpfad, Fischlehrpfad, land- und forstwirtschaftlichen Lehrpfad, durch Wegkreuze und sonstige Informationen. Insgesamt ist der Pfad ca. 33 km lang mit 56 Stationen, von denen ca. 20 bereits bestanden und durch 36 neue Tafeln mit Beschreibungen ergänzt werden.

Der Weg ist so gestaltet, dass er von Wanderern und Spaziergängern auch in Etappen begangen werden kann und immer wieder Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr besteht. Der Weg kann sogar weitgehend mit dem Fahrrad erkundet werden.

Stationen des Geschichts- und Naturlehrpfades

 

 

 

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Eingangstafel, Hölzlekönig

Bertholdshöfe

Windschutzstreifen Bertholdshöfe

Aussichtsturm

Altstadtkirche, Friedhof

Altstadtquelle, Friedhof

Stele ehem. Stationenweg

Bickenkapelle

Brigach

Fischaufstieg Brigach

Ahornallee, Feldbergweg

Ehemalige Warenburg

Laible, Aufforstung nach Lothar

Laible, Der Name Laible

Laible, Walddefinition

Laible, Bienenvolk

Laible, Baumarten

Laible, Spitalfonds Villingen

Magdalenenberg

Magdalenenbergeiche

Naturschutzgebiet Tannhörnle

Sühnekreuz Poleneiche

Schleifekapelle

Ehemalige Burg Runstal

Kreuz am Geistmoosweg

Pfadfinderplatz

Waldtrauf am Volkertsweiler Weg

Naturdenkmal Eiche

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Volkertsweiler

Denkmal Oberförster Ganter

Hainbuche, Lehrpfad Langmoos

Römerweg, Lehrpfad Langmoos

Tannenkrebs, Lehrpfad Langmoos

Tanne, Lehrpfad Langmoos

Waldboden, Lehrpfad Langmoos

Mühlsteinbruch am Kapf

Hallstattliche Wehranlage am Kapf

Mischbestand mit Buche, Lehrpfad

Fichte, Lehrpfad Langmoos

Mittelalterliche Wehranlage am Kapf

Granit, Lehrpfad Langmoos

Roterle, Lehrpfad Langmoos

Zusammenfluss Brigach u. Kirnach

Feldner Mühle

Wasserkraftwerk Feldner Mühle

Schwarzwaldbahn

St. Germanskloster

Russische Gräber

Hochwasserrückhaltung Krebsgraben

Vockenhausen

Bildund Zollstock Guggenbühl

Nordstetten

St. Jakob, ehemalige Kapelle

Bissely-Kreuz

Ehemaliger Klosterwald

Hohe Mark

 

Für den gesamten Geschichts- und Naturlehrpfad wurde das Symbol Stamm mit Blatt gewählt. Der Villinger Teil ist durch das bis 1530 verwendete Villinger Balken-Wappen gekennzeichnet.

Links: das Villinger Balkenwappen (Symbol für Geschichte) Rechts: Stamm mit Blatt (Symbol für Natur)

 

Die Texttafeln aus Messing werden überwiegend auf Lärchenholzbretter montiert und an Metallpfosten in Bodenhülsen befestigt.

 

 

Nach der Scheckübergabe durch die Bürgerstiftung wird symbolisch die Verbindung zwischen Villingen und Schwenningen hergestellt.

 

 

Fertigstellung des Pfades

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe arbeiten intensiv an der Weiterführung und Fertigstellung des Geschichts- und Naturlehrpfades. Sie sind zuversichtlich, dass trotz immer wieder zu lösender Fragen und Schwierigkeiten, der Pfad noch im Jahr 2010 fertig gestellt werden kann.

Broschüre

Es ist geplant, nach der Fertigstellung des Villinger und des Schwenninger. Am Freitag, dem 21. Mai 2010 war es soweit. Die Verbindung von Schwenningen nach Villingen war geschafft, der Villinger Geschichts- und Naturlehrpfad verbindet nun die beiden großen Stadtbezirke. Unter großer Anteilnahme der Vereinsmitglieder wurde der erste Teil des neuen Pfades feierlich bei der ersten Station an der ehemaligen Landesgrenze beim Hölzlekönig eröffnet. Nach den Ansprachen des 1. Vorsitzenden Günter Rath, des Oberbürgermeisters Dr. Rupert Kubon und Siegfried Heinzmann von der Arbeitsgemeinschaft für den Schwenninger Pfad, wurde mit dem Durchschneiden eines symbolischen Grenzbandes die Verbindung zwischen den beiden Geschichts- und Naturlehrpfaden hergestellt.

Trachtenpaare aus Villingen und Schwenningen sowie eine Abordnung der Stadtmusik Villingen trugen maßgeblich zu der gelungenen Feier bei. Anschließend lud der Verein alle Teilenehmer zu einem kleinen Empfang bei der Firma wildigarten ein.

Pfades eine gemeinsame Broschüre mit Plan und Beschreibung des Weges sowie Erläuterungen zu den Stationen herauszugeben.

Dank an Unterstützer

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Unterstützern, Helfern, Spendern und Beratern für die große Hilfe, die wir als Arbeitsgruppe erfahren durften und die uns immer wieder neu motiviert hat.

Dieser Dank gilt vor allem den Hauptsponsoren, den Spendern der Tafeln, den beteiligten städtischen Ämtern, dem Vorstand und Beirat des Geschichts- und Heimatvereins und allen die zum Gelingen unserer Arbeit beigetragen haben. Sehr unterstützt haben uns auch die örtlichen Medien, Südkurier, Schwarzwälder Bote, Südwestpresse und der Südwestrundfunk (SWR 4), die sehr umfangreich und wohlwollend über dieses Projekt berichtet haben.