Sägerbilder sollen Zehntscheuer schmücken (Hermann Colli)

Michael Hütt: „Eine Superlösung“ / GHV spendet 3000 Euro für Restaurierung

Vor dem 3,50 Meter breiten und 1,80 Meter hohem Historiengemälde, das Albert Säger 1901 gemalt hat und das den Einzug von Kaiser Maximilian im Jahre 1499 in Villingen zeigt, von links Zunftmeister Joachim Wöhrle, GHV Vorsitzender Günter Rath, der Leiter des Franziskanermuseums, Michael Hütt, der aus der Hand von GHV Schatzmeister Hasko Froese einen Scheck in Höhe von 3000 Euro entgegennimmt, sowie Hanni Hirt und Doris Feld.

 

Noch ist es nicht soweit, dass die wertvollen Historienbilder von Albert Säger in der Zehntscheuer der Narrozunft zu bewundern sind, aber die Vorfreude auf darauf ist schon groß. Das zeigte sich als der Geschichts- und Heimatverein Villingen (GHV) dem Leiter des Franziskanermuseums, Michael Hütt, eine Spende von 3000 Euro für die Restaurierung eines der Bilder übergab.

Der Vorsitzende des GHV, Günter Rath, freute sich, dass das Vorhaben, das vor gut einem Jahr Doris Feld angestoßen hatte, in der breiten Bürgerschaft auf eine so große Resonanz gestoßen ist. Die Idee, die seit Jahrzehnten in Museum aufbewahrten Bilder, welche einst im ehemaligen Bürgerlichen Brauhaus „Maierhof“ die Wände zierten, wieder in den Blickwinken der Öffentlichkeit zu rücken, ist schon jetzt zu einem Erfolg geworden, denn für drei der insgesamt sieben großflächigen Gemälde, ist die Finanzierung gesichert. Der GHV, so Rath, erfülle mit der Spende eine seiner wichtigen Aufgaben, nämlich Stadtgeschichte transparent und erfahrbar zu machen. Mit dem Maler Albert Säger fühlt sich der GHV seit jeher sehr verbunden, das brachte Rath auch gegenüber der anwesenden Großnichte Sägers, Hanni Hirt, zum Ausdruck.

Mit 3000 Euro übernimmt der GHV die Hälfte der Restaurierungskosten für Sägers historisches Bild vom glanzvollen Einzug des Kaisers Maximilians im Jahre 1499 in Villingen. Das Gemälde ist rund 3,50 Meter breit und 1,80 Meter hoch. Die Leinwand ist, wie die Restauratorin, Ina Sahl, erläuterte, in gutem Zustand, das Bild hat aber doch etliche Mängel. Gelockerte Fehlstellen müssen ersetzt und befestigt werden. Durch Nikotindämpfe hat das Kunstwerk einen vergilbten Überzug bekommen der beseitigt werden muss.

„Das Bild wir nachher viel heller und sehr schön“, verspricht die Restauratorin.

Durch die GHV Spende ist die Finanzierung gesichert. Für diese Maßnahme gibt es vom Land einen Zuschuss von rund 3000 Euro. Leider kann dieser fest zugesagte Zuschuss erst 2013 beantragt werden. Es ist also Geduld gefordert.

Der Leiter des Franziskanermuseums, Michael Hütt, ist begeistert von der Initiative des GHV und der Narrozunft. Es sei bisher nicht möglich gewesen, die großflächigen Historienbilder aufzuhängen. „Jetzt haben wir mit der Zehntscheuer einen hervorragenden Ort gefunden, wo sie der Öffentlichkeit präsentiert werden können, das ist eine Superlösung“, schwärmt Hütt. Große Freude auch bei der Narrozunft. Zunftmeister Joachim Wöhrle:

„Die Bilder werden, wie früher im Maierhof, die Besucher und Gäste in der Zehntscheuer, wo ja auch eine Wirtschaft eingerichtete wird, erfreuen“.

Ein äußerst lebendiges Bild vom Einzug Kaiser Maximilians im Jahre 1499 in Villingen – hier ein Ausschnitt – hat der Villinger Maler Albert Säger 1901 geschaffen. Das Bild hing zusammen mit anderen Historiengemälden im früheren Gasthaus Maierhof und soll jetzt in der Zehntscheuer der Narrozunft im Riet wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.