Türken, Husaren und Panduren. ( Michael Hütt, Peter Graßmann)

Reale und fiktive Begegnungen mit Fremden im barocken Villingen

Dass in Villingen schon ab der Mitte des 17. Jahrhunderts Türken, Husaren und Panduren immer wieder präsent waren und für reichlich Gesprächsstoff sorgten, mag zunächst überraschen. Es lassen sich jedoch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eine ganze Reihe von realen und fiktiven Begegnungen nachweisen. Die nähere Betrachtung einiger Beispiele deckt propagandistische Grundmuster auf, deren zähe Langlebigkeit leider bis heute den interkulturellen Alltag erschwert.

Die Reihe beginnt mit einem Eintrag in das Tagebuch des Benediktinerabts Michael Gaisser zum 1. Mai 1646: „In der Kirche der hl. Jungfrau Maria (= dem Villinger Münster, M.H.) wird ein Soldat, der von Nation und bisheriger Religion ein Türke war, getauft; er erhält den Namen Joh. Antonius.“ 1 Vor dem Hintergrund zahlreicher Parallelfälle von sogenannten „Türkentaufen“ überall in Österreich, Süddeutschland und anderswo lässt sich aus dieser kurzen Angabe schließen, dass der nun Johann Anton Genannte als Kriegsbeute nach Villingen verschleppt worden sein dürfte. Bei den zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Osmanischen Reich vor allem auf dem Balkan im 16. und 17. Jahrhundert praktizierten beide Seiten systematischen Menschenraub an Soldaten, Frauen und vor allem Kindern. Als Sklaven setzten die Kriegsopfer weit verstreut und ohne jeden Kontakt untereinander ihr Leben fort. Der erzwungene vollständige Kulturwechsel fand seinen Höhepunkt in der christlichen Taufe. Ihr ging der Erwerb der deutschen Sprache beim Bibel- und Gesangbuchunterricht notwendig voraus, durch sie wurde mit dem Religions- und Namenswechsel die vorherige Identität zumindest symbolisch komplett aufgegeben. Danach aber gab es oft keine weiteren Integrationsprobleme mehr. Heiraten waren nun möglich sowie Karrieren in mittelständischen Verhältnissen. 2 Was aus dem Villinger Soldaten geworden ist, bleibt freilich offen. Dass seine Taufe, wie viele andere Türkentaufen auch, den Charakter einer glaubenspropagandistischen Inszenierung gehabt haben dürfte, ist schon dadurch naheliegend, dass Abt Gaisser sie für überlieferungswürdig hielt.

Abb. 1: Buch zum Theaterstück: „Irene“.

 

 

Mehr als ein halbes Jahrhundert später, am 1. und 3. September 1710 wurde bei den Villinger Franziskanern von den Schülern des Gymnasiums ein Schauspiel aufgeführt: Irene, eine schöne griechische Christin, erregt das Begehren des türkischen Kaisers „Mahomet des Zweiten“. Sie widersteht zunächst, weil sie weder ihre Jungfräulichkeit noch ihren christlichen Glauben opfern will. Durch Kerkerhaft zermürbt und zugleich von der Hoffnung auf die Krone einer Kaiserin angestachelt, gibt sie schließlich dem Werben nach. Weil Mahomet sich in der Folgezeit nur noch der Liebe zu Irene widmet, beginnt das Heer zu rebellieren. Um den drohenden Aufruhr abzuwenden, arrangiert Mahomet scheinbar die Hochzeit, bei der er Irene jedoch den Kopf abschlägt, statt sie zu krönen.

Es darf vermutet werden, dass die Aufführung ein voller Erfolg war, denn 1711 erschien die „Irene“ (Abb. 1) nachträglich im Druck – sowohl in einer lateinischen als auch in einer deutschen Fassung. Das Schauspiel des Rhetoriklehrers Alexander Herth ist damit das am besten dokumentierte Stück der franziskanischen Schultheatertradition in Villingen.3

Historischer Bezugspunkt ist die Eroberung Konstantinopels 1453 durch Sultan Mehmed II. Die Handlung entbehrt jedoch jeder historischen Basis. Das Stück ist vielmehr ein greller Beleg für die Inszenierung von Osmanen als grausam und geil. Die muslimischen „Türken“ wurden in der religiös motivierten Propaganda oft mit dem „Antichrist“ in Verbindung gebracht, was jede Form der Diffamierung glaubwürdig erscheinen ließ. Konkret     geht     der Stoff auf eine Novelwörtlich gewordene Frage „Have we not Hiren here?“ in Shakespeares „König Heinrich IV.“ Eingang fand. 5 Es blieb dem Aufklärer Voltaire vorbehalten, die mönchischen Schreiber für ihr im „Irene“-Drama verzerrtes Bild von Sultan Mehmet II. als blutrünstigen Barbaren zu tadeln. 6 Zeitgeschichtliche Bezüge waren im Schultheater sowohl der Benediktiner als auch der Franziskaner häufig, wobei letztere die Gegnerschaft zum Osmanenreich sogar dreimal innerhalb von weniger als zehn Jahren auf die Bühne brachten. 1717 zeigten sie ein Stück, das den Sieg des Prinzen Eugen von Savoyen über die Osmanen bei der Einnahme von Temesvár zum Vorwurf hatte. 7 In mythologischer Verbrämung wurde 1718 in „Victoriosa Austria. Oder: Das sighaffte Oestreich“ der gesamte venezianisch-österreichische Türkenkrieg (1714 – 1718) thematisiert, der am 21. Juli 1718 durch den Friedensvertrag von Passarowitz beendet wurde – nur wenige Wochen vor den Aufführungen des Stücks am 30. August und 1. September.8 le von Matteo Bandello(um 1485 – 1561/1565?) zurück.4

Abb. 2: Schlachtengemälde von Johann Anton Schilling zur Tallardschen Belagerung von 1704.

Die immer wieder variierte Geschichte war im 17. und frühen 18. Jahrhundert in ganz Europa verbreitet, nicht zuletzt als Theaterstück. In England war sie so erfolgreich, dass die sprichAuf einem Schlachtengemälde von Johann Anton Schilling zur Tallardschen Belagerung von 1704 (Abb. 2), das der Künstler zwölf Jahre nach den Ereignissen als Auftragsarbeit für die Herrenstube im Alten Rathaus anfertigte (heute in der Dauerausstellung des Franziskanermuseums), sehen wir knapp links von der Bildmitte, in unmittelbarer Nähe zum Kommandanten, eine Figur mit pelzverbrämter Zipfelmütze und blutrotem Mantel, die ihren Arm der Stadt entgegenstreckt.

Die Fremdartigkeit des Reiters ist bewusst in Szene gesetzt, auch wenn wir ihn nur von hinten sehen. Das Rot seines Umhangs sticht deutlich vor dem grünbraunen Hintergrund hervor, und nicht zufällig ist er als Einzelfigur dem Betrachter von allen Personen am nächsten. Dem Maler war es offenbar auch ein Anliegen, wenigstens so viel vom Gesicht zu zeigen, dass sein spitzer Schnauzbart sichtbar wird. Zusätzliche Brisanz erhält die Darstellung durch das über der Stadt schwebende Nägelinskreuz, das dem Schlachtengemälde den Charakter eines Votivbildes verleiht. Roter Reiter und Kreuz sind einander zugewandt und deuten somit auch eine religiöse Bedrohungsebene an. 9

Kleidung und Barttracht lassen auf eine südosteuropäische Herkunft der Figur schließen. Wahrscheinlich handelt es sich um einen ungarischen Husaren, der im Gefolge Tallards am Spanischen Erbfolgekrieg teilnahm. Ein erstes ungarisches Husarenregiment war in Frankreich bereits 1692 gegründet worden und setzte sich vor allem aus magyarischen Deserteuren zusammen.1 0 Negative Erfahrungen mit illoyalen Ungarn hatten die Habsburger außerdem erst wenige Jahre vor Entstehung des Gemäldes im so genannten „Kuruzenaufstand“ gemacht. 11 In jedem Fall entspricht die prominente Platzierung der Gestalt nicht den tatsächlichen Machtverhältnissen in dieser Belagerung, sondern muss eine andere Ursache haben. Die Ungarn wurden zunächst vor allem für Aufklärungs- und Vorpostendienste eingesetzt und gehörten wie auch die ähnlich gekleideten Kroaten zu den exotischen Regimentern, die für die Armeen vieler Staaten rekrutiert wurden. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts sorgten Milizen aus diesen Nationen als „Panduren“ für Angst und Schrecken. In zeitgenössischen Kupferstichen wurde das fremdartige Aussehen solcher Soldaten dokumentiert und in eine Reihe gestellt mit anderen Exoten wie Indianern und „Mohren“. 12 Das Schilling-Gemälde könnte in diesem Sinn als Beleg dafür verstanden werden, dass man auch in Villingen eine gewisse Faszination für das Fremde empfand und der Orientalismus der „Irene“ somit auf fruchtbaren Boden fiel.

Nun kommen Ungarn und Kroaten zwar nicht aus dem „Orient“ – selbst wenn man ihn soweit und unscharf fasst wie die europäische Imagination der Frühneuzeit – , sondern aus der europäischen Peripherie. Diese wurde aber ebenfalls als „außerhalb“ der vertrauten Welt liegend verstanden, und ihre Völker erweckten nicht weniger kurioses Befremden als die noch weiter östlich „lauernden“ Osmanen. Ein solcher Exot muss bei den Betrachtern Assoziationen hervorgerufen haben, die sich aus diffusen Vorurteilen nährten. Wie die „Türken“ unterlagen auch Südosteuropäer einer Heterostereotypisierung, in der sich abwechselnd Furcht und Faszination widerspiegeln.

Aussagekräftige Beispiele hierfür finden wir in einer Augsburger Kupferstichserie aus den 1740er Jahren, die im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg verwahrt wird und fremdländische Soldaten auf deutschem Boden vorstellt.13 Einer der Stiche (Abb. 3) zeigt einen Panduren in martialischer Pose mit zerrissener Kleidung, strengem Blick und erhobenem Säbel. 14 Der unter dem Bild angebrachte Vierzeiler macht die Fremdheit des Kriegers deutlich: „Er sieht schon gräßlich aus, alß wie ein Unglück-Stiffter, die Augen sind voll Grimm, er schießt, er haut, er schneidt…“. Einem „ungarischen Stangenreiter“ werden die wenig schmeichelhaften Worte in den Mund gelegt: „Ich denk an anders nichts als Köpffe abzuschlagen“. 15 Das östliche Europa, aus dem diese Soldaten kamen, galt in der Zeit der Aufklärung als „halbzivilisierte“, „halbwilde“ Gegend, der eine symbolische Position zwischen Europa und Asien zugewiesen wurde. Ost- und Südosteuropa verhielten sich dementsprechend zu Mitteleuropa wie der Orient zu Europa im Ganzen, und nicht selten wurde der Balkanraum auch begrifflich als „Orient Europas“ 16 fixiert. Je weiter man nach Osten kam, umso „wilder“ wurden die Völker in den Augen der Mitteleuropäer.

Abb. 4: Jagdsäbel mit einer geätzten Pandurendarstellung.

 

 

Vor diesem Hintergrund sind auch zwei weitere Objekte aus den Beständen des Franziskanermuseums zu sehen. Auf einem mit den Initialen „XU“ signierten Gemälde des 18. Jahrhunderts erblicken wir wiederum Kroaten, diesmal in einer Genreszene beim Lagerleben. Die eher ruhig anmutende Darstellung steht in einem gewissen Gegensatz zu den Kriegern in den Augsburger Kupferstichen. Dies lässt sich wohl damit erklären, dass die Kroaten hier, anders als in Bayern, nicht als Feinde auftraten, sondern für die Habsburger kämpften.

Dass sie sich gar einer gewissen Popularität erfreuten, belegt die Tatsache, dass man österreichische Säbelklingen seit Mitte des 18. Jahrhunderts gerne mit einer geätzten Pandurendarstellung und dem Spruch „Vivat Pandur“ versah. 17 (Abb. 4) Ein Jagdsäbel mit solcher Ätzung befindet sich auch in den Sammlungen des Franziskanermuseums. Trotz der eigentlich positiven Konnotation ist dessen Darstellung den diffamierenden Bildern bayerischer Künstler entlehnt und zeigt die Figur mit langem Schnauzer und weit ausladendem, zerrissenen Mantel. Auch als Freunde blieben die Kroaten fremd und kurios.

Entsprechend sehen wir sie auf dem genannten Gemälde, das ebenfalls für die Herrenstube des Alten Rathauses vorgesehen war, als exotische Sujets inszeniert, sitzend und stehend in einer nicht näher lokalisierbaren Landschaft. Ihr lockerer Kleidungsstil, der in starkem Kontrast zu zeitgenössischen Uniformen gestanden haben muss, wird durch lose von den Armen fallende Umhänge betont. Eine der Figuren führt eine lange Pfeife an ihren Mund, und erweckt, die Arme und Beine von sich streckend, fast den Eindruck von „orientalischem Müßiggang“. 18 (Abb. 5)

Abb. 5: Gemälde in der Herrenstube des „Alten Rathauses“.

 

Auch wenn sie keine wilden Krieger zu sein scheinen, wird deutlich, dass diese Menschen, die ihr Lager in einem Wald aufgeschlagen haben, nicht Teil der herkömmlichen städtischen Ordnung sind. Offenbar waren sie aber interessant genug, um in der Herrenstube verewigt zu werden. Der Kontext, in dem das Gemälde angefertigt wurde, ist unbekannt, und auch seine Datierung bleibt fraglich. 19 Die habsburgischen Kroaten waren im 17. und 18. Jahrhundert als Grenztruppen gegen die Osmanen rekrutiert worden und wurden später zur Verteidigung gegen französische Truppen an die Westgrenze des Reiches gerufen. Dass sie Ende des 18. Jahrhunderts auch in Villingen ihr Lager aufschlugen, können wir zeitgenössischen Berichten entnehmen. 20 Angeblich sollen sie im heute „Krawazi“ genannten Stadtviertel untergebracht worden sein, woher auch dessen Name rühre. 21

Tatsächlich finden sich die Begriffe „Kravatten“ oder „Krabatten“ häufig als zeitgenössische Bezeichnungen für kroatische Soldaten. Etymologische Spuren haben sie zum Beispiel in der „Krawatte“, die auf das rote Halstuch der kroatischen Reiter zurückgeht, und in der sorbischen Sagengestalt „Krabat“ hinterlassen. 22 Nach den Gebrüdern Grimm wurden auch unerzogene Kinder „Krabatten“ genannt. 23 Es ist also naheliegend, auch den Namen „Krawazi“ auf die frühere     Anwesenheit von Kroaten zurück zuführen . Der Gebrauch als Spottname 24 und die räumliche Segregation demonstrieren die Vorbehalte, die ihnen entgegenschlugen. Die Verballhornung fremdsprachiger Begriffe und ihre spöttische Verwendung ist    ohnehin ein auffälliges Merkmal exotistischer Praktiken. 25 Noch Jahrhunderte später wurden Ressentiments ihnen gegenüber gepflegt, etwa wenn Paul Revellio unkritisch die Formulierung aus der Chronik Josef Merkles aufgriff, die Kroaten seien „ihrer Gefährlichkeit und ihrer Unreinlichkeit wegen in den unteren Teil der Gerbergasse“ einquartiert worden, wo sie „nicht viel Schaden anrichten“ konnten. 26

Heute gehören Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen zum Stadtbild Villingen-Schwenningens, doch noch immer stehendem selbstverständlichen Zusammenleben allzu oft Vorurteile im Weg. An den genannten Beispielen mag deutlich geworden sein, wie Begegnungen mit dem „Fremden“ kulturell transformiert und bewusst inszeniert wurden und wie sich in diesem Prozess Stereotypen verfestigten. Das scheinbare“Wissen“ über „die Anderen“, das dabei erarbeitet wurde, ist bis heute ein Hindernis bei der Annäherung der Kulturen.

 

Anmerkungen:

1 Gaisser 1984, S. 1077.

2 Zum Themenkomplex der Türkentaufen in Deutschland vgl. v.a. die Arbeiten von Hartmut Heller; z.B. Heller 2003.

3 Vgl. zur Villinger „Irene“ Hepp 2001.

4 Zur Rezeptionsgeschichte des „Irene“-Stoffs vgl. Öftering 1897.

5 William Shakespeare, König Heinrich IV., 2. Teil, II/4.

6 Passmann 2011, S. 106f. Weitere Fassungen der „Irene“ auf klösterlichen Schultheaterbühnen sind für Kremsmünster 1722 und Seitenstetten um 1750 überliefert, vgl. Haider 1973, S. 95f.

7 Autor: P. Rhetor Meinrad Schwartz, Aufführung: 3. und

6. September 1717, nur durch Eintrag im Prothocollum der Franziskaner überliefert; vgl. Hecht, Winfried; Oberst, Manuela; Spicker-Beck, Monika: Spielplan 1664 – 1775, in: Ausst.-Kat. Zersägt 2013.

8 Victoriosa Austria. Das sighaffte Oestreich. Autor: P. Rhetor Otto Brand, Druck der Perioche: Rottweil: Johann Georg Kennerknecht 1718, vgl. ebd.

9 Die Ungarn waren in der Regel christlichen (v.a. katholischen) Glaubens und die Abwehr von Kriegsgefahren ein häufiges Thema auf Votivbildern. Die Funktion des Kreuzes als „Repellent“ äußerer Gefahren wird durch fremdländische Gestalten aber sicher noch einmal verstärkt, zumal entsprechende Abbildungen aus der Zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 zu dieser Zeit im Bildgedächtnis präsent gewesen sein dürften.

10 Vgl. de Courbiere 1866, S. 72.

11 Die als „Kuruzenaufstand“ bezeichnete Rebellion von Franz II. Rákóczi richtete sich vor allem gegen absolutistische Bestrebungen der Habsburger und wurde 1711 niedergeschlagen.

12 Siehe z.B.: Neu-eröffnete Welt-Galleria. Worinnen sehr curios und begnügt unter die Augen kommen allerley Aufzüg und Kleidungen unterschiedlicher Stände und Nationen (…), Nürnberg 1703. Kupferstiche von Christoph Weigel nach Caspar Luyken.

13 Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Graphische Sammlung, Inventar-Nr. HB 23927.

14 Ebd., Inv.-Nr. HB 23927,72.

15 Ebd., Inv.-Nr. HB 23927,1.

16 Wolff 2003, S. 24.

17 Vgl. Boeheim 1890, S. 281.

18 Vgl. Said 2009, S. 124.

19 Die Authentizität der auf dem Bild angebrachten Datierung 1722 kann nicht als gesichert gelten.

20 Quellen sind z.B. Maria Agatha Zimmermanns „Nachrichten über Auswirkungen der Französischen Revolution in Villingen“ (SAVS Sign. 3215) sowie die wohl darauf basierenden Chroniken von Johann Nepomuk Oberle (SAVS Sign. 8236) und Josef Merkle (SAVS Sign. 8244). Die Jahresangaben der „Durchmärsche“ und „Einquartierungen“ von Ungarn und Kroaten variieren zwischen 1792, 1793 und 1794.

21 Nach Josef Merkle.

22 Vgl. Pfeiffer 1993, S. 729.

23 Vgl. Grimms Wörterbuch, Bd. 11, Sp. 1909.

24 Vgl. Maier 1962, S. 77.

25 Vgl. Nduka-Agwu et al. 2010.

26 Revellio 1964, S. 330 f. Der Absatz wurde fast wortgleich aus der Chronik Josef Merkles entnommen, aber nicht als Zitat gekennzeichnet.

Literatur:

Ausst.-Kat. Zersägt. Ein Krimi um barocke Theaterkulissen (Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen), Villingen-Schwenningen 2013 (im Druck).

Boeheim, Wendelin: Handbuch der Waffenkunde, Paderborn 1890.

De Courbière, Réné De l’Homme (Hg.): Militärische Blätter, Bd. 16, Berlin 1866.

Grimm, Jacob und Wilhelm: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden, Leipzig 1971, Bd. 11, Sp. 1909, unter: http://woerterbuchnetz.de/DWB (abgerufen am 03.09.2013).

Haider, Johann: Die Geschichte des Theaterwesens im Benediktinerstift Seitenstetten in Barock und Auf klärung (Theatergeschichte Österreichs IV/1), Wien 1973.

Hepp, Andreas-Thilo: Irene. Eine Tragödie von Alexander Herth OFM Conv. Als Beispiel für das barocke Schuldrama bei den Franziskanern, Lizentiatsarbeit München, Ludwig-Maximilians Universität 2001.

Heller, Hartmut: Carl Osman und das Türkenmariandl. Schon Jahrhunderte bevor die ersten Arbeitsimmigranten kamen, wurden hierzulande aus Türken Deutsche (gemacht), in: Die Zeit 37, 2003.

Maier, Hans: Die Flurnamen der Stadt Villingen, ebd. 1962. Nduka-Agwu, Adibeli; Lann Hornscheidt, Antje (Hg.): Rassismus auf gut Deutsch: ein kritisches Nachschlagewerk zu rassistischen

Sprachhandlungen, Frankfurt/Main 2010. Öftering, Michael Stephan: Die Geschichte der „schönen Irene“ in den modernen Litteraturen, München, Univ. Diss., 1897. Passmann, Dirk F.: Mahomet the Great and Jonathan Swift. The Story of Irene and the Image of the Turk in Early Eighteenth-Century English Literature, in: Europa und die Türkei im 18. Jahrhundert, hg. von Barbara Schmidt-Haberkamp, Bonn 2011, S. 95 – 107

Pfeiffer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, Bd. 1, Berlin 1993.

Revellio, Paul: Beiträge zur Geschichte der Stadt Villingen. Gesammelte Arbeiten, ebd. 1964.

Said, Edward W.; Holl, Hans Günter: Orientalismus, Frankfurt am Main 2009.

Tagebuch des Abt Michael Gaisser der Benediktinerabtei St. Georg zu Villingen, Bd. 2, Villingen-Schwenningen 1984.

Todorova, Maria: Die Erf indung des Balkans. Europas bequemes Vorurteil, Darmstadt 1999.

Westenfelder, Frank: Die Ungarn. Husaren in der Fremde, in: Kriegsreisende. Das e-zine mit der Sozialgeschichte der Söldner und Abenteurer, unter: http://www.kriegsreisende.de/voelker/ungarn.htm (abgerufen am 05.09.2013).

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