Gedenken. (Werner Huger)

Unser Mitglied Patrick Weigert gedenkt mit einem Kranzgebinde der rund 494 Toten, die einst im Münsterboden bestattet waren.

 

Die Gebeine wurden bei einer archäologischen Grabung 1978 / 79 geborgen und anthropologischen sowie paläopathologisch untersucht. In 26 roh-gezimmerten Kisten verfrachtet, verlor sich im Laufe der nächsten dreißig Jahre deren Spur, bis die sterblichen Überreste einstiger Bürger Stadt nah auf zwei Bauernhöfen auftauchten, deren Inhaber im Ungewissen geblieben waren.

Die Anregungen des Geschichts- und Heimatvereins griff dankenswerterweise das städtische Garten- und Friedhofsamt auf und legte am Ostrand des Villinger Friedhofs, in der Abteilung K 5a, ein mehr als 25 Quadratmeter großes Sammelgrab mit den gestapelten Kisten an.

Dort segnete Münsterpfarrer und Dekan Josef Fischer im Januar 2009 die Gebeine im Sinne einer Sekundärbestattung ein weiteres Mal ein. 2010 wurde dann der vom Geschichtsverein initiierte Grabstein als eine bleibende Erinnerung gesetzt.