Bickentor im Visier (Hermann Colli)

Gerhard Ächtners Torturm-Modell findet große Beachtung

Zum Jubiläumsjahr wollte Gerhard Ächtner sich selbst und der Stadt ein besonderes Geschenk machen und das ist ihm voll und ganz gelungen: Der tüchtige Handwerksmeister baute das Bickentor mit angrenzendem Kloster als Modell nach.

In mehr als drei Jahren und rund tausend Arbeitsstunden — passend zum Jubiläum! — schuf er ein Meisterwerk der Modellbaukunst. Im Maßstab 1:50 präsentierte er am 5. März 1999 in einer kleinen Feier im Münsterzentrum sein Werk.

Bis ins kleinste Detail hat der Hobby-Modellbauer das historische Bauwerk originalgetreu nachgebaut. Da fehlt kein einziger Stein im Mauerwerk. Rund 4800 winzige Biberschwänze decken das Dach, jeder einzeln gefertigt und montiert. Glockentürmchen, Uhr, Fenstergitter, Stuckornamente und Brunnen vor der Kapellentür, alles ist da und haargenau nachgebildet. Klar, daß die Uhr auch richtig geht und das kleine Glöckchen im Turm bimmelt. Kurzum: Es ist eine Freude das Prachtstück zu betrachten.

Das fanden auch die Besucher beim Präsentationsabend, der zu einem richtigen kleinen Villinger Fest wurde. Dabei gab es aber nicht nur viel Lob für den Erbauer und seinen Freund Lambert Hermle, mit dem zusammen er schon vor einigen Jahren den Aussichtsturm als Modell nachgebaut hatte und der ihn auch wieder mit Rat und Tat unterstützte, sondern auch ein Stück Stadtgeschichte.

Unser Ehrenmitglied Werner Huger referierte über die Villinger Tortürme und nahm dabei besonders das Bickentor, das, praktisch als Anschauungsobjekt, neben dem Rednerpult stand, ins Visier. Auf ihre liebenswürdige Art und Weise rückten die Spittelsänger die heimischen Tore und Türme in den Blickpunkt. Sie besangen auch das Kloster St. Ursula und seine Bewohner.

Es war ein rundherum gelungener Abend!

Da fehlt kein einziger Ziegel! Rund 4800 Biberschwänze decken Klosterdach und Turmhelm.