Die Ausstellung „Menschen, Mächte, Märkte“

(Schwaben vor 1000 Jahren und das Villinger Marktrecht) im Franziskanermuseum vom 14. März — 1. August 1999

Zu den wertvollsten Stücken der Ausstellung gehört die Handschrift „Gesta Witigowonis“ des Klosters Reichenau. In ihr werden die Taten des Reichenauer Abtes Witigowo geschildert. In dem Widmungsbild wirft sich der Verfasser der Vita, Mönch Purchart, zu Füßen der Muttergottes, des Klostergründers Pirmin und des Abtes Witigowo. Den Rahmen bilden Kirchenbauten, deren Last „Augia“, die Reichenau, trägt. (Bad. Landesbibliothek Karlsruhe. Cod. Aug. 205, fol. 72r)

Bekannt ist die „Villinger Chronik“ des Ratsherrn Heinrich Hug. Seine Aufzeichnungen beginnen im Jahre 1495 und enden 1533. Seine Bedeutung erlangte die Chronik durch die zeitgenössische Darstellung der kriegerischen Ereignisse der damaligen Epoche. Auch die Geschichte von Romäus Mans wird darin geschildert. Die ersten Seiten fehlen. Schon früh    wurden Abschriften gefertigt. Dieses Exponat konnte aus konservatorischen Gründen nur einige Wochen in der Ausstellung gezeigt werden.

(Fürstlich Waldburg-Zeilsches Gesamtarchiv, ZAMs 40)