Feierliche Enthüllung des restaurierten Berthold-Denkmals (Werner Jörres)

Voller Erfolg der Bürgerinitiative

Am 31. Mai 1997 war es soweit – nach fast zweijährigen Bemühungen der Bürgerinitiative, vertreten durch die bekannten Villinger Hobbyhistoriker Werner Jörres und Herbert Schroff, steht die Statue des Grafen Berthold, fachmännisch restauriert, auf einem ihm gebührenden Granitsockel vor der Commerzbank, unweit von seinem ehemaligen Domizil auf der Bertholdstraße, mit Blick hinüber zur zukünftigen neuen Villinger Stadthalle.

Ein Herzenswunsch der Bürgerinitiative könnte in Erfüllung gehen, wenn die neue Halle den Namen „Graf Berthold-Halle“ bekommen würde. Damit wäre am Niederen Tor neben der Berthold-straße, dem Berthold-Denkmal und der Berthold-Apotheke ein geschichtsträchtiges Viertel entstanden – „das Berthold-Viertel“.

Es war für den Grafen eine würdige Feier. Historisch ging es vom Oberen Tor unter den Klängen der Stadtmusik und der Bürgerwehr, alle in historischen Uniformen, durch die Stadt. Viel Volk hatte sich eingefunden und gab der Feierlichkeit einen würdigen Rahmen.

Aus einer nicht akzeptablen Versenkung holten die Initiatoren den Grafen wieder ans Licht der Öffentlichkeit, und selbst die lange Zeit der Verbannung konnte das Gedenken an den Grafen Berthold nicht mindern. Die Initialzündung zur Wiederherstellung des Denkmals war die im Jahre 1999 stattfindende 1000 – Jahrfeier der Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrechts an unseren Ahnherrn. In einem geschichtlichen Rückblick wurde wieder an die Ereignisse, die zur Verleihung dieser Privilegien geführt hat, erinnert. Viele geschichtliche Daten wurden genannt, die alle in direktem Bezug mit der Statue des Grafen in Verbindung stehen.

Mit lobenden Worten bedankte sich das Stadtoberhaupt, Dr. Manfred Matusza, bei den Initiatoren und vor allen Dingen bei den vielen Spendern, die es erst ermöglicht haben und diese Aktion unterstützt haben. Sicher liegt man richtig, wenn man festgestellt hat, daß Graf Berthold nicht nur für die Vergangenheit steht sondern auch für die Zukunft richtungsweisende Impulse geben kann.