Es Villinger Heilwasser

 

Im Kirnachtal, dert überm Bach,

sieht mer en Brunne schtau.

Wa isch au dert als fer en Krach,

wa hond die Liit dert zdau?

Der Brunne hoeßt Romäusquell,

hät Wasser klar und frisch.

Dem wos nit woeß, vezell ich schnell,

wie gsund seil Wasser isch.

Häsch Du en Präschte, häsch en Schmerz,

no isch des Wasser guet;

es schterkt de Mage, wermt es Herz,

es löscht e jedi Gluet.

Sind Dini Kuttle nit guet gschmiert,

häsch gar es fallend Weh,

des Wasser hät Dich glii kuriert,

sogar vu Liis und Flöh.

Und gradso hilfis bi Hexeschuß,

bi Nagelbrüeh und Gicht,

bi Wochedelbl, falschem Kuß

und bime Sunneschtich.

Und nebebei, ganz uni ghoeße,

hoelts bösi Mäler gar;

es hilfi- de Küeh und au de Goeße,

des isch doch sunderbar.

Doch au vu usse duet es butze

bi Warze, Ruffe, Grind;

maas au bi Plaeieß nit vill nutze,

no schadets schließli nint.

Drum uff, wer um si Gsundheit bangt,

und holet uni zahle,

wer woeß, wie lang de Vorroot langt:

Aqua universale!

Elisabeth Neugart