Wegchrüz (Erna Jansen)

 

 

 

 

 

 

Überall im Schwarzwald sieht mer no,

verwitteret un alt e Wegchrüz stoh.

Well d’Mensche hän zue alle Zitte,

als Danksagung un um Füerbitte,

zum Gedenke un zum Mahne,

e Chrüz gstellt a’d’Wegrand ane.

Es stoht e Chrüz uf Gipfels-Höh,

demit es chasch vo wittem seh.

Es stoht am Weg, ame stille Rai,

e Chrüz us Ise, Holz, e Chrüz us Stei.

D’eint froget: Wa solls bedüte?

Un de ander sieht’s gar itte.

Gottes-Tod am Chrüzes-Stamm,

will erinnere a’d’letscht Gang,

do wo üs führt kei Weg drum umme,

des Chrüz git Chraft un Hoffnig numme,

im Gebet, im Schmerz un im Leid,

au für die Tote in de Ewigkeit.