Jahresbericht 1993 des Stadtarchivs und der Museen Villingen- Schwenningen (Dr. Heinrich Maulhardt)

Gekürzte Fassung!

Der vollständige Bericht kann beim Stadtarchiv / Museen, Rietstraße 37, Postfach 1260, 78002 Villingen-Schwenningen, oder unter der Telefonnummer 0 77 21 – 82 23 51 angefordert werden.

1.    Allgemeines

Das Stadtarchiv und die städtischen Museen sind seit dem Jahre 1991 organisatorisch in einem Amt zusammengefaßt. Im Jahre 1993 wurden die Bestände des Stadtarchivs mit Ausnahme derjenigen der kleinen Stadtbezirke außer Mühlhausen in einem Gebäude zusammengeführt. Dieses befindet sich im Stadtbezirk Villingen, Lantwattenstraße 4. Zu den städtischen Museen zählen das Franziskanermuseum / Museum Altes Rathaus im Stadtbezirk Villingen und das Heimatmuseum im Stadtbezirk Schwenningen. Das sich im Aufbau befindende Uhrenindustriemuseum im Stadtbezirk Schwenningen wird von einem Verein betrieben, an dem die Stadt personell und organisatorisch wesentlich beteiligt ist.

Der Benutzerraum im neuen Gebäude des Stadtarchivs in der Lantwattenstraße.

 

Der Leiter des Heimatmuseums ist gleichzeitig der Geschäftsführer des Uhrenindustriemuseums. In enger Kooperation der beiden Abteilungen Stadtarchiv und Museen wurde eine historische Dokumentation zur Geschichte der städtischen Verteidigung Villingens, die seit 7. 5.1994 im Kaiserturm gezeigt wird, erarbeitet.

Auf Initiative von Stadtarchiv / Museen und Kulturamt konstituierte sich ein regelmäßig tagender Gesprächskreis aller mit Kultur befaßten Ämter der Stadt. Dadurch soll die städtische Kulturarbeit verbessert werden.

Die umfangreiche Verkaufsliteratur des Amtes wurde zentralisiert, geordnet und verzeichnet.

2. Stadtarchiv

2.0 Allgemeines

Der größte Teil der Bestände des Stadtarchivs lagerte bis zum Frühjahr 1993 in einem ehemaligen Fabrikgebäude der Firma Kienzle in der Friedrich- Ebert – Straße, Stadtbezirk Schwenningen. Infolge Abriß des Gebäudes wurden aus diesem sowie aus anderen zur Aufbewahrung von Archivgut ungeeigneten Depots in insgesamt vier Umzügen rd. 5000 Umzugskisten Archivgut in das von der Stadt angemietete neue Gebäude in der Lantwattenstraße befördert. Der größte Teil der Umzugsarbeiten wurde von den Mitarbeitern des Archivs erledigt. Im Januar wurde im Archivgebäude eine neue Rollregalanlage mit einem Fassungsvermögen von 1257 laufenden Metern Schriftgut aufgestellt. Nicht mehr benötigte Rollregalanlagen des Standesamtes und des Kinderkrankenhauses konnten erworben und ebenfalls installiert werden. Dadurch wurden Kosten gespart.

 

Für das Stadtarchiv wurde als Siegel „SAVS“ festgelegt.

Ein Reader-Printer mit Standort Stadtarchiv wurde angeschafft, der auch in der Lage ist, von Mikroformen DIN-A3-Kopien herzustellen. Ebenso wurde das defekte Fotokopiergerät durch ein gebrauchtes, funktionsfähiges ersetzt. (…)

2.1 Zugang von Archivgut

Im Berichtszeitraum wurden folgende Aktenmengen übernommen:

Garten- und Friedhofsamt    5 lfd. m.

Stadtkasse / Stadtkämmerei    34 lfd. m.

Wahlamt    4 lfd. m.

Hauptamt    Zeitungsbände

Verschiedene Nachlaßsplitter

2.2 Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten

Die Erschließung der einzelnen Archivbestände geschieht über die Datenverarbeitung. Zur Anwendung des Archivierungsprogramms „Augias-Archiv“ fand ein einwöchiger Lehrgang statt. Folgende Bestände wurden verzeichnet: 1.42.13 Nachlaß Max Andres

2.1    Stadt Villingen bis ca. 1800: Bestandsrevision

2.2    Stadt Villingen 19. und 1. Hälfte 20. Jh.

2.3    Spital Villingen: Bestandsrevision

2.16    Stadt Villingen Hauptregistratur

3.16    Stadt Schwenningen Hauptregistratur

4.1    Badisches Bezirksamt Villingen

2.3 Bestandserhaltung

Die Umzugsarbeiten umfaßten auch die Aussonderung von großen Mengen angeschimmelten Archivguts, das in ungeeigneten Depots gelagert wurde. Zur konservatorischen Behandlung der mit Schimmel befallenen Akten und Amtsbücher wurde ein biologisches Gutachten eingeholt und Kontakte zur Fachfirmen hergestellt. Große Mengen Archivgut wurden in säurefreie Archivgutbehälter verpackt.

Von einer Restaurierungsfirma wurden sieben historische Karten und zwei ältere Ratsprotokollbände wiederhergestellt.

Es wurden Archivbestände mikroverfilmt. Die Verfilmung diente der Sicherung der Informationen im Fall der Vernichtung der Archivalien sowie als Arbeitsverfilmung zur Schonung des Schriftguts bei der Benutzung.

Folgende Bestände wurden verfilmt:

2.1. – Stadt Villingen Ratsprotokolle ab 1540, 65 Bände – Stadt Villingen Kontraktenprotokolle, 13 Bände

2.2.    Stadt Villingen Ausschuß- und Kommissionsprotokolle, 37 Bände Stadtchronik Tageszeitungen Lokalteile 1990 bis 31.7. 1993 (. . .)

Magazinraum im neuen Gebäude des Stadtarchivs.

 

2.5    Archivpflege der kleineren Stadtbezirke

Im Rahmen eines einmonatigen Werkvertrages wurde das Ortsarchiv Tannheim einer Bestände-revision unterzogen. Die Archivalien wurden in säurefreie Archivgutbehälter verpackt und in einem neuen Magazin aufgestellt, das zuvor fachgerecht eingerichtet wurde. Darüber hinaus wurden die Ortsarchive von Herzogenweiler und Rietheim beraten und betreut.

2.6 Benutzung

Im Jahre 1993 hat die Benutzung von außen um mehr als die Hälfte zugenommen. Der Anstieg ist noch höher zu bewerten, da das Stadtarchiv infolge der umfangreichen Umzugstätigkeit zeitweise geschlossen war. In der nachfolgenden Statistik erscheinen nicht die an der Einrichtung des Franziskanermuseums beteiligten fünf Mitarbeiter im Werkvertrag, die das Stadtarchiv für ihre Recherchen intensiv nutzten. Das Gleiche gilt für den Bearbeiter der Konzeption des Uhrenindustriemuseums. Die im Zusammenhang mit der Einrichtung des Franziskanermuseums bearbeiteten Themen beziehen sich auf die Geschichte Villingens vor 1800. (…)

Benutzungstage (1 Benutzer: 1 Tag)

1991 = 99

1992 = 107

1993 = 198

Zahl der Benutzer (persönliche Benutzung im Benutzerraum)

1991 = 58
1992 = 54
1993 = 68 (…)

Bearbeitung wissenschaftlicher und heimatgeschichtlicher Themen

Stadtgeschichte

Geschichte der DRK Ortsverwaltung Villingen

Machtergreifung in Villingen 1933

Geschichte der Uhrenindustrie

Saba-Chronik

Geschichte des Franziskanerklosters

Wasserkraftanlagen in Villingen und ihre Entwicklung

Beiträge zur Geschichte Rietheims

Nationalsozialismus in Villingen-Schwenningen

Geschichte der Grünanlagen Villingens

Schwenninger Katholiken in 100 Jahren

Fliegerangriff auf den Neckarstadtteil am 22. 2. 1945

Sport – und Vereinsentwicklung in Villingen

Städtebau in Schwenningen

Männergesangverein Sängerkreis Villingen seit 1895

Firmengebäude

2.7 Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit

Das Stadtarchiv war beteiligt an einer Dokumentation zur Geschichte der Wehrbauten und der Verteidigung Villingens, die im Kaiserturm am 7. 5.1994 eröffnet wurde.

Mitarbeiter des Archivs führten im Rahmen der Volkshochschule Kurse durch: „Einführung in das Stadtarchiv und seine Benutzung“, „Deutsche Schrift“.

Es fanden Informationsveranstaltungen für die Presse und zwei Archivführungen für Schulklassen statt.

Die Arbeiten an dem Buch „Rietheim 1094 bis 1994“ wurden fortgesetzt. Das Stadtarchiv besorgte die Redaktionsarbeiten und einzelne Beiträge. Es war auch an den organisatorischen Vorbereitungen für die Jubiläumsfeiern im Jahre 1994 beteiligt.

Im Rahmen eines Werkvertrages wurde die Edition der älteren Bürgerbücher Villingens 1336 bis 1590 bearbeitet. Die Herausgabe des Buches „Schwenningen in alten Ansichten“, das im Herbst 1994 erscheinen soll, wurde vorbereitet. Es wurde von einem Archivpraktikanten ein vierwöchiges Archivpraktikum im Stadtarchiv absolviert. Im Bereich des Amtes wurden darüber hinaus ein Auszubildender zeitweise mit der Tätigkeit des Amtes vertraut gemacht. (…)

3.    Städtische Museen

3.0 Allgemeines

Der Führungs- und Aufsichtsdienst wurde neu geordnet. Beide Aufgabenstellungen wurden organisatorisch getrennt. Für Führungen wird in Zukunft – mit Ausnahme von Schulklassen eine Gebühr erhoben. Führungen von Gruppen sollen zum größten Teil auf Honorarbasis zu-standekommen, wobei die Museen nur noch als Vermittler auftreten. Die zukünftigen Museumsführer werden von den Museen ausgebildet. Zum 19.5.1993 beschloß der Verwaltungs – und Kulturausschuß eine neue Führungs und Ent-geltordnung für die Museen.

Für einen „Förderkreis-Franziskaner“ wurde ein Konzept erarbeitet.

3.1    Franziskanermuseum / Museum Altes Rathaus

3.10 Allgemeines

Im Mittelpunkt der Arbeit stand nach der Beendigung der Bau- und Renovierungsarbeiten am Klosterbau im Dezember 1992 die museale Einrichtung des 1. Obergeschosses. Dort soll ab April 1995 die Geschichte Villingens bis ca. 1800 dargestellt werden. An diesem Projekt waren neben dem Dauerpersonal auch fünf Wissenschaftler im Werkvertrag tätig, die einzelne Themen bearbeiten, sowie ein Museumsgestalter, das Stuttgarter Architekturbüro HG Merz.

Zugleich wurde – wieder in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Merz – eine Rahmenplanung erstellt, die eine Verbesserung der Infrastruktur der gesamten Klosteranlage zum Inhalt hatte. Ziel war, die Bedingungen zu klären, die für die komplette Neukonzeption aller Abteilungen einschließlich Wechselausstellungsfläche, Cafeteria, Buchverkauf und Museumspädagogik gegeben sein müßten.

Das Amt betreut auch kleinere Museen in den Stadtbezirken. So wurde die Neukonzeption einer Heimatstube in Tannheim wissenschaftlich begleitet, bzw. die Neueinrichtung der Heimatstube Herzogenweiler.

Eine aufwendige, aber unabdingbare Aufgabe des Amtes liegt in der Klärung der Eigentumsverhältnisse zwischen der Stadt (Museum) und anderen Institutionen. So konnte zwischen Stadt und Münsterpfarrei eine Klärung herbeigeführt werden, während andere Verhandlungen (St. Ursula, Heilig-Geist-Spital, Museumsgesellschaft) kurz vor dem Abschluß stehen.

3.11 Erwerb von Museumsgut

Die umfangreiche Sammlung Herbert Schroff kam als Leihgabe ins Museum. Sie umfaßt Geräte und Dokumentationsgut der Firma SABA. Im 2. Obergeschoß des Klosterbaus, das der Geschichte des 20. Jahrhunderts gewidmet ist, wird sie einen wichtigen Platz in der Dauerausstellung finden. (…)

Besprechung in den noch leeren Räumen des Franziskanerklosters über die Gestaltung des Museums.

3.12 Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten

Innerhalb der laufenden Inventarisation wurden vor allem Objekte, die für die Neueinrichtung relevant sind, sowie die aktuellen Zugänge verzeichnet. Zudem wurden zwecks neuer Beschriftung in der Dauerausstellung die Objekte per Datenverarbeitung inventarisiert, die sich in den Mischnutzungszonen des Alten Rathauses und des Franziskanerklosters befinden. (…)

Da die Glasabteilung der Schwarzwaldsammlung einen Hauptanziehungspunkt des Museums bildet und zudem nahezu vollständig inventarisiert ist, wurde sie – auf kostenneutraler Basis – neu gestaltet. Die Bestände wurden auf Schwarzwälder Glas reduziert, Stroharbeiten in den Vorraum verlagert, die Durchblicke nach außen geöffnet und neue Beschriftungen angebracht.

3.13 Bestandserhaltung

In einer mehrwöchigen Aktion wurden zahlreiche von Holzschädlingen befallene Museumsobjekte mit CO 2 begast. Nicht begaste Objekte wurden in Einzelaktionen mit Basileum behandelt. Im Rahmen der Gebäudesanierung des Alten Rathauses wurde gemeinsam mit der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg ein Gutachten zu den bisherigen klimatischen Verhältnissen und den dadurch verursachten Schäden erstellt. (…)

3.14 Benutzung

Der Besuch des Franziskanermuseums / Museum Altes Rathaus ist im Vergleich zu anderen Museen dieser Art niedrig. Gründe dafür sind u. a. die Situation der Dauerausstellung, die seit vielen Jahren keine Neuigkeiten bietet und wenig attraktiv gestaltet ist. Darüber hinaus ist der Werbeetat zu gering bemessen. (…)

Führungen wurden im Bereich der Dauerausstellung und in Sonderausstellungen durchgeführt. Besonderes Gewicht hatten hier Schulklassen-und Kinderführungen, die attraktiver als bisher (Arbeitsblätter / Magdalenenberg; Suchspiele; Basteln mit Metallfolie) gestaltet wurden und der Versuch, neue Zielgruppen (Eltern mit kleinen Kindern) anzuziehen. Für museumspädagogische Zwecke wurden Sitzkissen, Malmaterialien, Kostüme und Requisiten sowie eine Theaterbühne im Modell erworben.

3.15 Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit

Das Museum führte 1993 zwei große Sonderausstellungen durch, die sich mit Schwerpunkten der Sammlung beschäftigten („Schwarzwälder Hinterglasmalerei“, „Frequenzwechsel“). Kleinere „Schaufenster-Ausstellungen“ im Alten Rathaus sollten die Öffentlichkeit für besondere Probleme (Hausabriß Gerberstraße) oder Anlässe („70 Jahre Radio“) sensibilisieren. (…)

In einem VHS-Kurs wurden neue Museumsführer ausgebildet und interessierten Bürgern ein Blick „hinter die Kulissen“ erlaubt. Weiterhin wurden Film- und Hörfunkprojekte des Südwestfunks (Film über Villingen- Schwenningen, Film über Schwarzwälder Glasbläser) unterstützt und betreut. In einem Kreis „Museumspädagogik“ und in einer Lehrerfortbildungsmaßnahme wurden der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Lehrern der örtlichen und regionalen Schulen gesucht.

Im Erdgeschoß der ehemaligen Württembergischen Uhrenfabrik Bürk Söhne, Bürkstraße 39, soll Ende des Jahres 1994 der erste Bauabschnitt des Uhrenindustriemuseums eröffnet werden.

 

3.2 Heimatmuseum / Uhrenindustriemuseum

(…) Das Heimatmuseum hatte an 269 Tagen geöffnet und zählte 2005 Besucher. Es wurden 46 schriftliche Anfragen an das Museum bearbeitet. Dem Leiter des Heimatmuseums oblag auch die Geschäftsführung des Vereins Uhrenindustrie-museum, die Organisations- und Verwaltungsaufgaben im Zusammenhang mit dem Aufbau des Uhrenindustriemuseums beinhaltet. In Erkenntnis der Tatsache, daß die Uhrenindustrie für die Industriekultur dieser Stadt und ihrer Umgebung in historischer Hinsicht eine außerordentlich große Bedeutung hatte und zum Teil noch hat, ist das Uhrenindustriemuseum in Schwenningen ein notwendiger Teil der hiesigen Museumslandschaft. Es ergänzt die Darstellung der Stadtkultur im Franziskanermuseum in einem wichtigen Bereich.

 

Blick in den Raum 1, Produktpalette des Uhrenindustriemuseums (Modellfoto).

 

Nach Kürzung der Mittel für die Museumsförderung entschloß sich am 5. Mai der Vorstand des Vereins, das Projekt zeitlich zu strecken und in zwei Bauabschnitte aufzuteilen. Am 15. September beschloß der Vorstand die Entwurfsplanung des 1. Bauabschnitts mitsamt Terminplan und Kostenaufstellung. Seitdem läuft also die konkrete Umsetzung, denn im Dezember 1994 soll das Uhrenindustriemuseum in den Räumen der ehemaligen Württembergischen Uhrenfabrik Bürk Söhne seine Pforten öffnen.

Der erste Bauabschnitt beinhaltet vorrangig die Darstellung des Arbeitsalltag in einer Uhrenfabrik am Beispiel einer komplett aufgebauten Weckerproduktion. Ein großer Fabriksaal im Erdgeschoß der „Württembergischen“ bietet Einblicke in die Abteilungen Stanzerei, Dreherei, Verzahnerei, Bohren und Gewindeschneiden, Teilemontage und Montage, Verpackung, Verkauf/Vertrieb und Messewerbung. Ein anderer Raum ist vornehmlich den handwerklichen und industriellen Zulieferern gewidmet. Die an den Eingangsbereich anschließenden Räumlichkeiten schließlich zeigen eine bunte Palette heimischer und regionaler Produkte der Uhrenindustrie. (…)

4. Dienstbibliothek

Die wissenschaftliche Dienstbibliothek umfaßt rd. 20000 Bände aus den Sachgebieten Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde, Archivkunde, Museumskunde, Germanistik. Sie ist die größte geisteswissenschaftliche Bibliothek im Bereich der Stadt und auch für Archiv- und Museumsbesucher benutzbar. Seit 1992 wird sie über das Datenverarbeitungsprogramm „LARS“ erfaßt. Die Bibliothek steht im Schriftentausch mit zahlreichen Archiven, Museen und Bibliotheken in Baden-Württemberg. Sie weist auch einen beachtlichen Altbestand auf, in dem sich u. a. zwei Inkunabeln befinden. Dieser Altbestand wurde für das „Handbuch der historischen Buchbestände in der BRD und Berlin/West“ aufgenommen. Ein Artikel „Zur Geschichte der ehemaligen Stadtbibliothek Villingen“ erschien im Jahresheft XVIII 1993/1994 des Geschichts- und Heimatvereins Villingen. Die Bibliothek wird vor allem ergänzt durch Buchankäufe, Tauschexemplare, Ämterabgaben (Stadtbibliothek u. a.) und Schenkungen.

Im Mittelpunkt der Arbeiten standen die Katalogisierung und Ordnung der Bibliotheksbestände. Der größte Teil der Bestände wurde in das Archivgebäude Lantwattenstraße 4 verlagert. Die Bibliothek ist von den Standorten Stadtarchiv, Franziskanermuseum und Heimatmuseum aus benutzbar. Sie ist eine Präsenzbibliothek. Deshalb sind Ausleihen nicht möglich.

An Bibliothekszugängen können für 1993 561 Titel nachgewiesen werden.