Die Memoiren des Ober-Postinspektors Joseph Stadler (Eugen Bode)

Joseph Stadler, geboren am 19. 1. 1870 in Villingen, gestorben am 3.9.1932 in Konstanz, war ein Vetter von Richard Stadler, Schuldiener in der Mädchenschule Villingen und von Fridolin Stadler, Ökonomierat, Leiter der Landwirtschaftsschule am Romäusring in Villingen. Gemeinsamer Großvater war Balthasar Stadler, genannt „Polizei-Baltes“.

Die Ehefrau des Joseph Stadler war Maria Anna Obergfell, die Schwester des Hermann Obergfell sen., Bäckermeister. Stadler war Taufpate der Hilda Hoch, geb. Obergfell und der beiden Bäckermeister Hermann Obergfell und Max Obergfell. Nach dem 1. Weltkrieg (1919) begann Stadler mit seinen Aufzeichnungen, die sich heute in Hall in Tirol befinden, bei den Nachkommen seiner Tochter Josefine. Gelegentlich eines Besuches von Hermann Obergfell in Hall erfuhr er von diesem Buch und bat darum, es gegen Zusage der Rückgabe ausleihen zu dürfen. Letztes Jahr wurden die 2000 Seiten dieser Chronik kopiert und auf Kosten des Geschichts- und Heimatvereins neu gebunden. Inzwischen ist das Original wieder in Hall.

Joseph Stadler schreibt u. a. am Schluß seiner Memoiren: Auf meine beiden Kinder kann ich wohl kaum rechnen, da mein Sohn bisher völlig uninteressiert gewesen ist. Sofern nach meinem Tode sich niemand aus der Familie für meine Aufzeichnungen interessiert, so möchte ich meine Erben bitten, sie dem Villinger Stadtarchiv zu übergeben, damit sie wegen der vielen Notizen über Personen und Verhältnisse in meiner Heimat erhalten bleiben. Ich schließe jetzt – Mitte März 1932 – diese Aufzeichnungen ab und binde alles in einem Bande zusammen. Es ist beabsichtigt, in den kommenden Jahresheften des Geschichts- und Heimatvereins Villingen weitere allgemein interessierende Themen aus dieser Stadler-Chronik zu veröffentlichen.