Die Renovierung des Kaiserturms 1992 / 1993 (Herbert Pleithner)

Text: Herbert Pleithner

Fotos: Alfred Herzog

Die frühere Stadträtin Frau Eva Maria Hässler hatte Anfang 1991 die Idee, den Villinger Kaiserturm wieder einer Nutzung zuzuführen.

In einer Beschlußvorlage an den Technischen Ausschuß vom 25. 9. 1991 steht:

Der Kaiserturm in Villingen – bis 1870 „Schnabelturm“ genannt – ist vermutlich um das Jahr 1372 im Zuge der Stadtbefestigung Villingens als Befestigungsturm erbaut worden.

Ende der 20er Jahre unseres Jahrhunderts wurde er zu einem Heim für Jugendgruppen ausgebaut. 1955 erhielt der Turm ein spindelförmiges massives Treppenhaus. Der Turm hat neben dem Erdgeschoß, das als Verbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof dient, noch fünf Obergeschosse von jeweils 19 – 24 qm Nutzfläche.

Das I. Obergeschoß wurde bis in die achtziger Jahre von Jugendgruppen genutzt.

 

Die fehlenden Toilettenanlagen waren von jeher ein Problem, sodaß seit einigen Jahren der Turm keiner Nutzung mehr dient. In Abstimmung mit dem Verkehrsamt wird vorgeschlagen, den Kaiserturm als Aussichtsturm in das touristische Angebot der Stadt einzubeziehen. Der Turm soll bei den Stadtführungen bestiegen werden können und die „Stadtbesichtigung von oben“ ermöglichen. Darüberhinaus könnten in den einzelnen Geschossen Dokumente zur Stadtgeschichte, zur Geschichte der Stadtbefestigung (Kriegs- und Belagerungssituationen usw.) und ähnliches dargestellt werden.

Um diese neue Nutzung zu ermöglichen, ist jedoch eine gründliche Innenrenovierung unbedingt erforderlich.

Um die Kosten möglichst gering zu halten, wird vorgeschlagen, die Renovierungsarbeiten durch ortsansässige Handwerksbetriebe in Eigenleistung durchzuführen.

Junge Handwerkerinnen und Handwerker – Auszubildende und Gesellen könnten unter Aufsicht ihrer Lehrbetriebe und unter fachlicher Federführung des Hochbauamtes hier Beispiele ihres Könnens demonstrieren.

Bei einem Vorgespräch haben sich mehrere Handwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Schwarzwald-Baar zur Mitwirkung bereit erklärt. Leistungen sind im Wesentlichen erforderlich in den Gewerken Gipser-, Schreiner-, Glaser-, Maler- und Elektroarbeiten.

Bei einem Ortstermin mit dem Landesdenkmal-amt am 10. 9. 1991 wurde über die beabsichtigte künftige Nutzung und die Renovierung Einvernehmen hergestellt.

Forderungen, die denkmalbedingte Mehrkosten verursachen, werden für die innere Renovierung nicht erhoben, eine Bezuschussung ist somit nicht gegeben.

Mit dem Landesdenkmalamt wurde am 10. 9. 1991 eine Ortsbesichtigung durchgeführt:

Beim Kaiserturm handelt es sich um ein Kulturdenkmal nach § 12 des Denkmalschutzgesetzes. Die Eintragung ins Denkmalbuch erfolgte am 21. 11.1978.

Aus dem vorliegenden Entwurf der Liste der Kulturdenkmale ergibt sich folgende Beschreibung:

„Kaiserturm mit angrenzender Stadtmauer nach Nord und Süd bis Flst. 691 und Paradiesgasse, Flst. 704, an der Schaffneigasse (Wehrturm von 1375). Um die mittelalterliche Stadt Villingen haben sich im großen Umfang Stadtmauer, drei Stadttore, mehrere mittelalterliche Wehrtürme und nachmittelalterliche Bastionen erhalten. Die Mehrzahl der Türme und alle drei Tore sind im späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert entstanden und zeigen stauferzeitliche Bauformen. Die Befestigungsanlage der Stadt Villingen zählt zu den besterhaltenen Wehranlagen einer mittelalterlichen Stadt. An ihrer Erhaltung besteht aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse.

Von den Toren und Türmen der Befestigungsanlage von Villingen hat der Kaiserturm als einziger eine Wendeltreppe.

Aufgrund der Ortsbesichtigung kann zunächst folgendes festgehalten werden:

Erstes Obergeschoß:

Die vorhandenen Deckenverkleidungen müssen entfernt werden, um feststellen zu können, inwieweit sich darunter alte Bausubstanz befindet.

Zweites Obergeschoß:

Es besteht Einvernehmen, den vorhandenen Putz zu belassen, da sich darunter historische Putzschichten mit Farbfassung befinden.

Drittes Obergeschoß:

Die vorhandenen Holzverkleidungen werden entfernt. Es konnte festgestellt werden, daß darunter altes Mauerwerk sichtbar wird.

Viertes Obergeschoß:

Im Bereich der Fenster, sowohl zur Stadtseite als auch in Richtung der Ringanlagen, ist das vorhandene Mauerwerk wesentlich geringer mächtig als die andere Bausubstanz.

Das Landesdenkmalamt hat darauf hingewiesen, daß, wenn soweit erforderlich, die vorhandenen Fenster durch neue ersetzt werden, diese mit konstruktiven Sprossen zu versehen sind. Es ist evtl. eine Kreuzsprossenteilung oder lediglich eine Zweiteilung vorzusehen.

Am 30. Oktober 1992 trafen sich dann, eingeladen durch den Kreishandwerksmeister Bernhard Hoch, interessierte Handwerksbetriebe aus dem Schwarz-wald-Baar-Kreis im Haus des Handwerks zur Durchsprache der erforderlichen Renovierungsarbeiten. In dieser Sitzung hatte ich erstmals die Gelegenheit, die durchzuführenden Arbeiten zu erläutern. Für jedes Gewerk wurde ein Ansprechpartner ausgewählt, der die Aufgabe hatte, die jeweiligen Arbeiten durch mehrere Firmen ausführen zu lassen und diese zu koordinieren.

Daß sämtliche Firmen kostenlos arbeiten würden war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar.

So wurde das 5. Obergeschoß zu Renovierungsbeginn am 4. November 1992 angetroffen.

 

Mit den Arbeiten wurde am 4. 11. 1992 begonnen:

Die Firmen Wetzel (Villingen), Gießer (Schwenningen), Zimmermann (Schwenningen), Hirt (Villingen) und Kaiser (Triberg-Gremmelsbach) waren zunächst damit beschäftigt, wertlose untergehängte Decken und Wandbekleidungen auszubauen. Der Putz wurde, wo erlaubt, abgeschlagen, große Vertiefungen in den Wänden wurden ausgemörtelt, lose gewordenes Bruchsteinmauer-werk wurde wieder verfestigt und mit einer dünnen Putzschicht überarbeitet.

Mit dem Statiker Herrn Dipl.-Ing. Peter Stehle (Villingen), begutachtete ich die Tragfähigkeit der eingebauten Holzbalkendecken. Es wurde festgestellt, daß ein Deckenbalken im 1. Obergeschoß durch Brandeinwirkung stark geschwächt war. Hier mußte zur Verstärkung ein zusätzlicher Deckenbalken eingezogen werden. Im 3. Obergeschoß wurden vermutlich durch den Einbau des Treppenhauses im Jahr 1955 zwei Deckenbalken gekürzt, jedoch nicht fachgerecht ausgewechselt. Über die gesamte Breite des Raumes sollte deshalb ein neuer Unterzug eingebaut werden. Die Firmen Ettwein (Villingen), Kaiser + Kratt (Villingen), sowie Karl Bucher (Marbach), haben in einer Gemeinschaftsaktion am Samstag, den 28. 11. 92 die Balken zur Verstärkung der Decken eingebaut. Die genannten drei Firmen haben insgesamt sechs Zimmerleute zur Verfügung gestellt. Die Firma Münch (Brigachtal), stellte den erforderlichen Autokran.

Vom zukünftigen Nutzer des Kaiserturms, dem Verkehrsamt, wurde Herr Dr. Adamczyk mit der Gestaltung der Ausstellung über die Stadtbefestigung von Villingen beauftragt.

Am 14. 11. 1992 habe ich mit Herrn Adamczyk die Ausführung der Beleuchtung besprochen und auf die geplanten Bildtafeln abgestimmt. Für die Durchführung der Elektroinstallationsarbeiten haben sich sechs Elektrofirmen bereiterklärt, im einzelnen handelt es sich um die Firmen Bei-kirch (Villingen), Bode + Christ (Villingen), EGT (Triberg – Villingen), Geiger (Villingen), Kirchner (Villingen) und Rapp (Villingen).

Die Firmen haben am 30. 11. 1992 mit den Installationsarbeiten begonnen. Koordiniert wurden die Firmen von Herrn Beikirch, der seinen Betrieb in unmittelbarer Nähe in der Gerberstraße hat.

Im Juni 1993 wurden im 3. Obergeschoß von der Schreinerei Hässler fehlende Deckenfelder ergänzt

 

Am 11. August 1993 wurde zum Witterungsschutz der zukünftigen Holztür von der Zimmerei Weisser, (Weiler), ein Vordach angebracht

 

Am 24. 11. 1992 wurde die Ausführung der Fenster mit zunächst vier Glaserfirmen besprochen.

Bei der Abstimmung der Ausführung auf die Vorstellungen des Landesdenkmalamtes blieben für die Herstellung der Fenster jedoch nur noch zwei Firmen übrig. Es waren dies die Firma Schnekenburger (Schwenningen) und die Firma Kalten-bach (Nußbach). Die anderen Firmen, die sich zunächst bei der Herstellung der Fenster ebenfalls beteiligen wollten, machten Geldspenden, wie die Firmen Glatz (Niedereschach) und Moser (Villingen) oder übernahmen andere ebenfalls dringend erforderliche Schreinerarbeiten.

Die Schreinerarbeiten wurden am 27. 11. 1992 mit der Firma Jordan (Villingen) besprochen. Im 3. OG mußte eine Holzdecke wieder ergänzt werden, die Arbeiten wurden von der Firma Hässler (Villingen) ausgeführt. Sämtliche neuen Fenster bekamen neue Fensterbänke aus Altholz. Die Firma Jordan stellte sämtliche Fensterbänke her. Die Firma Moosmann (Tennenbronn) baute im 5. OG einen Einbauschrank für elektrische Geräte. Nach Abschluß der Elektroinstallations- und Fensterbauarbeiten wurden die Verputzarbeiten im 1. und 2. Obergeschoß, wie auch im 4. und 5., sowie im Treppenhaus fertiggestellt.

Im 4. Obergeschoß wurde bereits beim Abschlagen des Putzes festgestellt, daß drei wunderschöne Sandsteingewände innenseitig zugemauert waren und somit als Fensterdurchbrüche gar nicht mehr zu erkennen waren.

Im 4. Obergeschoß befand sich eine alte, stark beschädigte Holzstütze unter einem Unterzug, der sicher an anderer Stelle früher schon einmal eingebaut war. Die Firma Flöss (Villingen) erklärte sich bereit, die Holzstütze auszutauschen, den desolaten Holzträger zu bekleiden und mit einem Vollholzstück an der Stirnseite zu versehen. Weiter wurde ein Holzbalken in der Fortführung der niedergehängten Holzbalkendecke bis an den Kopf des Unterzuges geführt.

Am 19. August 1993 wurden die neuen Fenster im 4. Obergeschoß von der Firma Kaltenbach aus Nußbach eingebaut.

 

Die Firma Weisser (Weiler bei Königsfeld) hat ein neues Vordach als zimmermannsmäßige Holzkonstruktion über dem Eingang zum Turm ausgeführt. Die Dacheindeckung soll mit alten Biberschwanz-Handstrichziegeln durch die Firma Szeglat (Hüfingen) erfolgen.

Die Firma Mepo (Villingen) hat im 4. Obergeschoß an einigen Deckenbalken Restaurierungsarbeiten ausgeführt, fehlende Holzteile wurden ergänzt. Die Firma Hupfer (Villingen) baute eine neue Außentür, die zur Stunde noch in der Werkstatt der Fa. Hupfer steht. Außenseitig weist sie eine Eichenbeplankung auf, im inneren Teil wird sie aus Fichtenholz bestehen. Die Tür erhält einen alten geschwungenen Türdrücker mit einem spitz zugeschnittenen Langschild aus der Schlössersammlung von Karl Kratt (Villingen). Herr Kratt stellt weiterhin einen Türklopfer aus seiner Sammlung zur Verfügung.

Von der Firma Bisswurm (Villingen) wurde die alte desolate einläufige Treppe zum Turmeingang abgebrochen und durch eine neue Betontreppe ersetzt. Auf der Höhe der bestehenden Stadtmauer wurde ein Podest ausgebildet, die Betontreppe wurde mit rot eingefärbtem Beton ausgeführt. Als Zuschlagmaterial wurde anstatt Rheinkies Porphyrsplitt verwendet. Die Treppe erhielt hierdurch nach dem Sandstrahlen einen Naturstein-charakter. Auch die innere Treppe, zwischen Zugangstür und erstem Obergeschoß wurde komplett geändert, da die ursprüngliche Steigung bis zu 30 cm ausmachte.

Aufgrund der vielen bereits ausgeführten Arbeiten konnte in einer gemeinsamen Besprechung mit fünf Schlosserfirmen am 30.7.1992 eine wahre Begeisterung für weitere Arbeiten durch die Handwerksbetriebe festgestellt werden:

Die Firma Walz (Villingen) erklärte sich spontan bereit, das neue Treppengeländer auszuführen, gemeinsam mit der Firma Hirt (Villingen) wird die Firma Walz auch die weiteren Geländer auf der Stadtmauer in Richtung Ringanlagen und in Richtung des kleinen Innenhofes ausführen. Die Firma Messmer (Villingen) hat gemeinsam mit der Firma Rottler (Neuhausen) den Handlauf im Treppenhaus ausgeführt. Die Firma Seeger (Schwenningen) wird zwei weitere Handläufe anbringen.

Die Firma Schütz (Villingen) wird in den vier Innenecken des Tordurchganges Sitzmöglichkeiten schaffen.

Das Bildungszentrum Turmgasse (Villingen) wird Stahlbilderrahmen herstellen für die auszuführenden Bildwände. Die Bildwände aus farbbeschichteten Aluminium-Verbundtafeln werden von der Firma Winkler A. Ing. (Schwenningen) gestiftet. Die graphische Gestaltung der Bildtafeln wird von WAS Werbeagentur Schinke GmbH (Villingen) übernommen. Die Firma Maier (Triberg) wird vier bewegliche Fahnen-masthalterungen herstellen, sodaß an Festtagen eine Beflaggung des Turms möglich wird.

Im Zugangsbereich zum Turm wurde der Innenhof mit Sandsteinpflaster ausgeführt, die Firma Bisswurm (Villingen) stellte das Material zur Verfügung, die Firma Gartenbau Meyer (Bad Dürrheim -Villingen) hat die Pflasterarbeiten ausgeführt, ein kleines Pflanzbeet im Innenhof wird mit Efeu bepflanzt, was später an der angrenzenden Mauer hochwächst.

Am 20. August 1993 wurde die vorhandene Betontreppe von der Firma Bisswurm teilweise abgestemmt.

 

Die Firma Schmiechen vorm. Enzenroß (Villingen) wird vorhandene Sandsteingewände bildhauerisch nacharbeiten, ebenfalls die Tordurchgänge im Erdgeschoß. Ausbesserungen an den Sandstein-Treppenstufen werden von der Firma Schmiechen ebenfalls ausgeführt.

 

Im Durchgang des Kaiserturms wurden die zum Teil bis zu 12 cm dicken Putzschichten von der Fa. Wetzel (Villingen) entfernt, das Bruchstein-mauerwerk wurde freigelegt.

Am 3.9.1993 wurden die Wände im Durchgang von der Firma Günter (Unterkirnach) mit einem Hochdruckwasserstrahlgerät gereinigt, von der Firma Eigeldinger (Villingen) fachgerecht ergänzt und verfugt. Die Putzflächen oberhalb des Bruchsteinmauerwerks wurden von der Firma Wetzel wieder ergänzt.

Für die Schuttbeseitigung stellten die Firmen Witz (Villingen) und Kaspar (St. Georgen), Schutt-Container zur Verfügung, vom Landratsamt (Schwarzwald-Baar) wurde auf die Erhebung der Deponiegebühren verzichtet.

Von der Firma Hess (Villingen) wird eine Wandleuchte und eine dazu passende Hängeleuchte im Tordurchgang gestiftet, weiter wird ein Schild mit dem Hinweis auf die Turmrenovierung von der Firma Hess gefertigt.

Im Zugangsbereich im 1. OG wurde von der Firma Nicolai (Villingen) ein Zementestrich ausgeführt, der vor der Fertigstellung mit einer Sauberlaufzone belegt wird.

Im 5. Obergeschoß wurde ein Spanplattenboden entfernt, ein alter Dielenboden kam hierbei zum Vorschein. Im 4. Obergeschoß muß ein neuer Dielenboden ausgeführt werden. Die Firma Hässler (Villingen) erklärte sich hierzu bereit. In mehreren Geschossen müssen die Dielenböden in Fensternischen ergänzt werden. Die Firma Summ (Villingen) wird diese Ergänzung vornehmen. Die Malerarbeiten werden von insgesamt sieben Malerfirmen ausgeführt: Firma Haugg (Villingen) 1. OG, Firma Janke (Dauchingen) 2. OG, Haustür und Vordach, Firma Gerhard Ummenhofer (Villingen) 3. OG, Firma Kammerer (Weilers-bach) 4. OG sowie Putzflächen im Tordurchgang, Firma Sturm (Villingen), Reinigung der Stufen der Wendeltreppe, gemeinsam mit der Firma Günter (Unterkirnach), Firma Vögele (Brigachtal) 5. OG, Firma Zimmermann (Schwenningen) Treppenhaus. Das erforderliche Material wird von der Firma Fendal (Zollhaus) kostenlos zur Verfügung gestellt.

Im 5. OG wird eine audiovisuelle Show installiert. Unser Architekturbüro (Weiß und Pleithner, Villingen) stiftet die hierzu erforderlichen Diaprojektoren, Kassettengerät, Verstärker, Lautsprecher sowie die notwendige Leinwand.

Am 27 August 1993 wurde die neue Betontreppe mit Zwischenpodest von der Firma Bisswurm betoniert. Roter Ölschieferzement und Porphyr-Zuschlagmaterial kamen zur Ausführung.

Die Firma Optik Singer (Villingen) stiftet eine Überblendeinrichtung und wird in Zusammenarbeit mit der Firma Laqua (Villingen) eine professionelle Diashow erarbeiten. Das Bildungszentrum an der Turmgasse (Villingen) baut eine Steuerung, die es ermöglicht, mit einem Schlüsselschalter die Diashow in Betrieb zu nehmen. Ich bin überzeugt davon, daß der Kaiserturm nicht nur für die Touristen, die in Villingen eine Stadtbesichtigung machen, eine Attraktion wer den wird, sondern daß auch viele Menschen aus der Region den Kaiserturm gerne besteigen werden, um vom 5. Obergeschoß aus den Ausblick auf die Villinger Dachlandschaft zu genießen. Der Turm soll im Frühjahr 1994 fertiggestellt und der Öffentlichkeit übergeben werden. Ich würde mich sehr freuen, wenn bis zur Eröffnung die Geschichte des Kaiserturms aus historischer Sicht beleuchtet und gerne auch aus der Erinnerung der Bevölkerung zusammengetragen werden könnte. Insbesondere die Leserschaft dieses Jahresheftes wird dazu aufgerufen, danach zu forschen.

Im Jahresheft XVI des Geschichts- und Heimatvereins Villingen 1991 / 92 rief auch Architekt Nägele in seinem Bericht „Gedanken zur Villinger Stadtmauer“ dazu auf, die Stadtmauer mehr zu beachten und herauszustellen. Die Renovierung des Kaiserturms stellt sicher eine Bereicherung in diesem Sinne dar.

Ich bin sehr glücklich darüber, daß die Handwerkerschaft aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis mit uns einen kleinen Beitrag zur Erhaltung alter Bausubstanz leisten konnte.

Grundrißzeichnung vom 4. Obergeschoß mit Ausbau- und Ausstattungs-Details vom Architekturbüro Weiß und Pleithner, VS-Villingen