Ein Künstlerleben (Herbert Muhle)

Waldemar Flaig zum hundertsten Geburtstag

Das Kulturamt der Stadt Meersburg und die Städtischen Museen Villingen-Schwenningen zeigten im Sommer 1992 zum hundertsten Geburtstag des Malers, der in Villingen geboren wurde und seine Hauptschaffenszeit in Meers-burg lebte, eine gemeinsame Gedächtnisausstellung. Die Ausstellung fand in beiden Städten großes Interesse und soll die Erinnerung an diesen bedeutenden, leider frühvollendeten Künstler wachhalten, dem beide Städte und ihre Bürger so sehr viel zu verdanken haben.

Waldemar Otto Flaig wurde am 28. Januar 1892 in Villingen geboren und starb in seiner Heimatstadt gerade vierzigjährig am 4. April 1932. Seine künstlerische Schaffensphase liegt in der Zeit von 1920 bis 1932, also in gerade knappen zwölf Jahren – aber was für einem Duodezenium! Es war die Zeit – so oft und so falsch als die ‚goldenen Zwanziger-Jahre‘ dieses Jahrhunderts bezeichnet – war sie doch nur für wenige, ganz wenige, wirklich ‚golden‘ – einer bis dahin nie dagewesenen künstlerischen Freiheit und (fast) unbegrenzter Möglichkeiten. Diese Zeit von ungeheurer Kreativität derer, die die erste Menschheitskatastrophe dieses Jahrhunderts, den Ersten Weltkrieg, überlebt hatten, war aber auch eine Zeit ständiger existentieller Bedrohung, nicht nur in gesellschaftlicher, wie wirtschaftlicher, vielmehr auch in politischer Hinsicht. Es war eine Zeit größter geistiger Auseinandersetzung, und in diese Zeit war der Künstler Waldemar Flaig hineingeboren, aber auch bewußt hineingewachsen.

Seine Jugend in Villingen verlief wohl auch nicht so unproblematisch, wie sie hin und wieder dargestellt wurde. Zunächst einmal starb der Vater, der Glasermeister August Flaig, ein angesehener Villinger Bürger, achtunddreißigjährig am 29. Januar 1898 in Villingen, einen Tag nach Waldemars sechstem Geburtstag. Der Vater hinterließ seine Witwe Wilhelmine geb. Schertle mit zwei Töchtern und zwei Söhnen, aber in wirtschaftlich gut geordneten Verhältnissen (wie aus einer vorliegenden ‚Verlassenschaftteilung‘ vom 11. Juni 1898 hervorgeht). Waldemars Erbteil wird später noch eine Rolle spielen. 1906 oder 1907 heiratet Wilhelmine Flaig in zweiter Ehe den ‚Kunst- und Dekorationsmaler‘ Albert Säger aus Villingen, der nun als Stiefvater in der Familie wirkt. Waldemar besucht die Oberrealschule in Villingen bis zum ‚Einjährigen‘ (welcher Schulabschluß zum nur einjährigen Militärdienst berechtigte), der heutigen ‚Mittleren Reife‘. Danach trat er eine Handwerkslehre bei seinem Stiefvater als Dekorationsmaler an, die er mit einer ordentlichen Gesellenprüfung abschloß.

Die Persönlichkeit des Stiefvaters verdient doch eine nähere Betrachtung. Er hatte das Maler- und Lackiererhandwerk gelernt, ging aber nach der Lehre nach München an die Akademie; er war ein Piloty-Schüler. Nach Villingen zurückgekehrt, wo er gezwungen war, das plötzlich verwaiste Malergeschäft des Vaters zu übernehmen, blieb er sein Leben lang zwischen seinem Brotberuf und seinen künstlerischen Ambitionen hin und hergerissen. Es gibt noch heute eine Fülle von Albert Säger-Bildern in Villinger Bürgerhäusern, Sammlungen und auch einige als Wandbilder an öffentlichen Gebäuden. Albert Säger malte sauber, korrekt, mit bester handwerklicher Qualität und sehr naturalistisch, neben Porträts und einigen Landschaften vor allem Villinger Motive aus seiner alltäglichen Umgebung. Er gilt in Villingen als der ‚Malervater‘, weil er auch Waldemars späteren Freund Paul Hirt (1898 bis 1951) als Lehrling ausgebildet und später zur Kunst gebracht hat. So ein ganz einfaches Kind oder Jugendlicher scheint Waldemar genannt Waldi nicht gewesen zu sein. Seine Mutter schreibt ihm 1921 mit der ausdrücklichen Gratulation ‚vom lb. Vater‘ zu seinem Erfolg in Kritiken und Verkäufen bei seiner ersten Ausstellung in Konstanz am 12. September 1921: »Wir haben schon oft von Dir gesprochen, ja Du warst immer ein wilder Knabe und Jüngling und hast meistens nach Deinem Gutdünken gemacht, aber doch nie zum hassen und hast doch gottlob nie etwas schimpfliches gemacht. Es steckte eben früher schon etwas Besonderer in Dir und wir waren immer etwas kleinlich und konnten nicht mit solchem Feuergeist mitkommen .. « Waldemar hat später oft über seine harte und strenge Jugend erzählt. So berichtet sein Freund und Gönner Prof. Dr. Julius Hollerbach bei der Gedächtnisfeier für Waldemar Flaig (Juli 1932) »Er hatte früh zu leiden unterm Nichtverstandenwerden … In dem Malerlehrling steckte der Künstler … und wenn er dem Stiefvater helfen mußte die Schilder auf die Gräber malen, machte er es nicht nach der Schablone, und dann mußte er hören, daß er ’nit emol Krüzli mole ka!’… « Aber Waldemar hatte dem Stiefvater sehr viel zu verdanken in der Ausbildung zu gründlicher handwerklicher Arbeit ‚von der Pike‘ auf zu Vielseitigkeit in der Malerei bis zur Fertigkeit in der Fresko- und Wandmalerei, die in Flaigs Lebenswerk für Broterwerb, aber auch zu künstlerischer Vollendung wichtig wurde.

Im Anschluß an die Lehre besucht W. Flaig ab 1909 die Kunst- und Gewerbeschule in Karlsruhe, arbeitet aber während der Ferien im elterlichen Geschäft weiter. Erst ab 1911 setzt er seinen Willen durch und kann ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München beginnen. Künstlerischen Einfluß haben hier seine Professoren Gröber und Thor. Er selbst genoß erst einmal die Freiheiten und Versuchungen Schwabings. Und er hat oft von dieser Zeit geschwärmt, hatte er hier doch seine Landsleute Ludwig Engler (1875 bis 1922), mit dem ihn später eine enge Künstlerfreundschaft verband, und Moll getroffen. Er erzählte auch von tollen Streichen und den leichten Stunden im Café Stefanie mit Moll, Engler und anderen. Aus dieser ‚Boheme‘ holte ihn der etwa acht Jahre ältere Bildhauer, spätere Professor Karl Knappe heraus, der ihn »ohne Druck und Tyrannei« zu ernsthafter Arbeit und Arbeitsfreudigkeit brachte und großen Einfluß auf Flaig über dessen ganzes Leben hinweg ausübte, ihm auch immer wieder Aufträge verschaffte und ihn als echter Freund förderte, wo er konnte.

1913 beendet Waldemar Flaig seine Studien in München. Er kehrt zunächst nach Villingen zurück, aber eigentlich nur, um sich sein Erbteil auszahlen zu lassen, was mit größtem Widerwillen auch erfolgt, er ist immerhin volljährig. Er bricht nach Italien auf, erlebt Rom und Neapel, wohl auch Florenz und hat ein »volles überglückliches Jahr Künstlerjugend« (Hollerbach). Bei Kriegsausbruch 1914 »muß er heim, kann in der Werkstatt des Stiefvaters nicht atmen und walzt nach Frankfurt …« Vom väterlichen Erbe scheint nicht mehr viel übrig zu sein, denn Hollerbach berichtet — immer aus erzählten Erinnerungen von Flaig — von »letzten Groschen, die geteilt« werden. Er schmückt Christbäume, errichtet Weihnachtskrippen — übrigens eine alte, noch heute geübte Villinger Tradition, — Waldemar hatte ja eine »unheimliche Handfertigkeit in allem Möglichen, aber er machte alles mit Liebe und Andacht, auch das Kleinste«, wie Hollerbach sagt.

Im Januar 1915 wird er Soldat und kommt ab März dieses Jahres an die Westfront, wo er bis Juli 1918 Dienst tut. Hier ereilt ihn sein Schicksal, er wird verschüttet, erleidet schwere Rückenquetschungen und Lähmungen, die ihm später im weiteren Leben immer wieder zu schaffen machten. Er wird mit Elektroschocks behandelt, was damals wohl noch Höllenqualen gleichkam und ihm ein Trauma beibrachte, das ihn sein Lebtag nicht losließ und ihn auch davon abhielt, noch einmal im Leben ärztliche Hilfe in Form von Eingriffen in Anspruch zu nehmen. Hier ist sicher auch die Ursache für seine immer wiederkehrenden Krankheiten und schließlich seinem frühen, allzu frühen Tod zu suchen. 1919 wird er — obwohl noch an Krücken gehend — auf eigenen Wunsch aus dem Lazarett in Konstanz – Petershausen entlassen und kehrt nach Villingen zurück. Künstlerisch hat sich Flaigs Kriegserlebnis in einer Anzahl Zeichnungen und kleinen Gemälden niedergeschlagen. Diese umspannen ein breites Spektrum von Karikaturistischem bis zu »tiefen und ernsten Zeichnungen, die nichts illustrierten, aber in ihrer Einfachheit genug sagten«, wie Flaigs Freund Knappe einmal berichtete. Seinen stärksten Niederschlag hat das Kriegserlebnis Waldemar Flaigs in seinem Bild ‚Golgatha 1914‘ (auch unter dem Titel ‚Der Tod im Stacheldraht‘ bekannt) von 1921 gefunden. Mit diesem anklagenden, den Krieg verurteilenden und doch auch im Grunde erlösenden Bild hat Flaig sich das Kriegserlebnis, soweit überhaupt möglich, »von der Seele gemalt«.

In Villingen gründet Waldemar Flaig 1919 zusammen mit dem Kaufmann Ernst Huber die ‚Kunstgewerblichen Werkstätten Huber-Flaig‘. Sozusagen als Nachfolger der dort früher ansässigen Glatz’schen Keramikwerkstätten. Wobei auch hier möglicherweise eine Villinger Tradition, die der Töpferei und Ofenbaukunst —bekanntester Vertreter Hans Kraut (1520 bis 1590) — Pate gestanden haben mag. Aber schon 1920 scheidet Flaig aus dem Unternehmen aus, dessen Nachfolge die Firma Huber-Roethe antrat, deren Produkte heute im Antiquitätenhandel recht gute Preise erzielen.

Waldemar Flaig beschloß, sich als freier Künstler am Bodensee — eben in Meersburg niederzulassen. Er schlägt sein Atelier im alten Schloß auf, nimmt dort auch seine Wohnung und heiratet im Juni 1920 Maria Thoma aus Villingens Oberer Straße. Sie war ihm sein weiteres Leben lang eine verständnisvolle und tapfere Lebensgefährtin, die mit ihm alle Höhen, aber auch alle Tiefen und dunklen Seiten seines Weges geteilt hat. Sie hatten zusammen zwei Kinder, von denen es unter Themen wie ‚Mutter und Kind‘ oder auch ‚Kinderbild‘ sehr bemerkenswerte Porträts gibt. Die Kinder bedeuteten Flaig sehr, sehr viel, nahmen ihn in besonderem Maße ‚in die Pficht‘, zeigen aber auch, zusammen mit Bildern wie ‚Sterbende Mutter‘ (der eigenen, 1924), sozusagen biographische Züge in Flaigs Kunst auf. Sohn Hubert wurde am 24. Oktober 1923 geboren und ist am 21. September 1943 in Rußland gefallen. Die Tochter Erika, jetzt verheiratete Milpacher, hat nach dem Tode der Mutter (9. November 1970 in Villingen) den größten Teil des künstlerischen Nachlasses ihres Vaters dem Villinger Museum übereignet. Ein Teil dieses Nachlasses wurde im Februar/März 1974 letztmalig öffentlich gezeigt. Lediglich einzelne Stücke waren als Leihgabe hier und da zu sehen oder wurden in Themenausstellungen gezeigt. Es gab keinen Platz. Dieser Zustand hat sich zunächst mit der Gedächtnisausstellung zum hundertsten Geburtstag geändert, vor allem aber wird mit dem z. Zt. laufenden, sehr aufwendigen Ausbau und der Erweiterung des Franziskaner-Museums eine Möglichkeit der Dauerausstellung des CEuvre von Waldemar Flaig geplant und realisiert.

Maria Flaig, ’s’Marile‘, wie Flaigs Frau zeitlebens auch als bejahrte Bewohnerin des Heilig-Geist-Spitals in Villingen genannt wurde, war eine freundliche, aufgeschlossene und hilfsbereite Frau. Ob sie aber als Künstlerfrau den oft üblichen Part der Bewahrung der Familie, der Regelung der Finanzen, auch der Bestimmung der ‚bürgerlichen‘ Existenz besonders gewachsen war, vermag man nur sehr schwer zu beurteilen. Schließlich war Waldemar Flaig eine viel zu starke Persönlichkeit als Künstler wie als Mensch. Sie war zunächst nach dem Tode ihres Waldi in Meersburg geblieben, zog dann nach München und später in ihre Heimatstadt Villingen. Hier haben sie noch viele Villinger in guter Erinnerung.

Schon im Oktober 1919 hatte Flaig im Kunstverein in Wiesbaden eine erste erfolgreiche Ausstellung beschickt. Im Juli 1920 beteiligte er sich mit drei Bildern an einer Ausstellung ‚Maler und Bildhauer Oberbadens‘ im ‚Wessenberg-haus‘ in Konstanz, die Kunstkennern auffielen. So wies Bruno Leiner in der ‚Konstanzer Zeitung‘ besonders auf Flaig hin und Herr Schmidt-Pecht, der Flaig noch aus seiner Villinger Keramik-Werkstatt her kannte, veranstaltete im Oktober 1920 eine Sonderausstellung mit Flaig’schen Werken. Die Konstanzer Ausstellung im Sommer 1921 mit guten Kritiken und auch Verkaufserfolgen war ein verheißungsvoller Anfang!

Neben seinem malerischen Werk war Flaig in der Zeit von 1920 bis 1924 auch stark mit graphischer Kunst beschäftigt. Er gestaltete Lithographien, Holz- und Linolschnitte mit den unterschiedlichsten Motiven: Landschaften wie Illustrationen. Es gibt aus dieser Zeit eine Folge von Don Quichotte-Illustrationen als Aquarell und Federzeichnung, eine Figur, die Flaig wohl besonders interessierte, und die auch seine Villinger Freunde Engler und vor allem Ak-kermann zeitlebens beschäftigt hat. Es mag hier auch ein Schuß Selbstironie des Freundeskreises ihren Niederschlag gefunden haben. — Haig erstellte aber auch eine ganze Reihe von Buchillustrationen, die bei Diederichs (München) herauskommen sollten, so zu Justinus Kerners ‚Reiseschatten“ oder zu E.T.A. Hoff-manns ‚Königsbraut‘. Wegen der Ungunst der Zeit sind aber diese Werke nie erschienen. Dafür aber wurden Zeichnungen auf Notgeld (z. B. für die Stadt Friedrichshafen) von Haigs Hand ‚auf den Markt geworfen‘. Aber der Erlös hierfür war ebensoviel wert wie diese Inflations-Assignaten. Der Schwerpunkt seiner Arbeit aber war und blieb das Tafelbild sowie in späteren Jahren das Fresko. Flaig wurde ein harter und fleißiger Arbeiter, und es erstaunt, wie dieser eigentlich frohgemute und freundliche Mann den Lebenskampf mit großem Ernst annahm. In den zwölf Jahren von 1920 bis zu seinem Tode 1932 beschickte er vierzehn Einzelausstellungen, nicht zu sprechen von den vielen Beteiligungen im In- und Ausland. Und Hollacher sagt hierzu in seiner Gedächtnisrede: »Wir sahen seine Bilder in den Ausstellungen der ‚Neuen Malergruppe am See‘ und dann im ‚Kreis‘. Im Jahre 1930 durfte ich meinem Freund (hier) eine Sonderausstellung veranstalten … Er hat in den Jahren seit 1921 auch in Ausstellungen in Baden-Baden, Freiburg, Mannheim, Stuttgart bei Schaller, in Ulm, in Dessau, in der Berliner und Münchner Sezession, in Hamburg bei Commeter, in Berlin bei Gurlitt, Anerkennung bei Kennern gefunden und einen Kreis von Verehrern und Freunden sich geschaffen … aber er teilte das Schicksal vieler hochstehender, bedeutender Künstler, er fand in seinem Leben doch nicht oder erst gegen Ende größeren Boden, geschweige denn ein sorgloses materielles Dasein.« Er hat dabei ständig mit wirtschaftlicher Not zu kämpfen gehabt. Ganz zu schweigen von seiner geschwächten Gesundheit, die ihn in fast regelmäßigen Abständen auf das Krankenlager warf und zunehmend längere Rekonvaleszenzzeiten erzwang. Eigenartigerweise sind die meisten Selbstbildnisse unmittelbar nach überstandenen schweren Krankheiten entstanden, so als ob der Künstler sich seine eigene (Noch-)Existenz beweisen wollte. Aber Haig hatte auch im Leben zu kämpfen gelernt. Er wartete nicht im stillen Schloß in Meersburg auf Käufer, die nicht kamen, er suchte selber den Kontakt zur Welt der Kunst und suchte sich, oder fand künstlerische Arbeit, die ihm über die ärgste Not hinweghalf. Im Winter 1924/1925 ging er mit Frau und Kind nach Düsseldorf. Hier traf er seinen Freund Otto Dix wieder, befreundete sich mit dem Maler Gerd Wollheim und der Tänzerin Tatjana Barbakoff, die er mehrfach sehr beeindruckend malte. Ein Bildnis der Barbakoff (von 1925), das der Kunstverein Konstanz später erwarb, wurde in der Nazizeit als ‚entartete Kunst‘ aus der Sammlung beschlagnahmt und vernichtet. Zwei Bilder dieser Reihe blieben erhalten. — 1926 verbrachte er die ersten Monate des Jahres an der italienischen Riviera »und brachte eine reiche Ernte italienischer Aquarelle mit heim, die er leichter verkaufte, allerdings auch verschenkte, denn auch diese schöne menschliche und Künstlerschwäche hatte er, er schenkte gern«. Im Herbst geht Flaig als ‚künstlerischer Beirat‘ Requisiteur und Bühnenbildner an das Dessauer ‚Friedrich Theater‘, stellt während dieser Zeit auch im ‚Anhaltinischen Bund bildender Künstler‘ in der Bauhausstadt mit Erfolg aus. Sein Bildnis des Freundes Otto Dix von 1924 findet hier besondere Beachtung. Aber die Arbeit am Theater liegt ihm überhaupt nicht. Er sehnt sich nach künstlerischer Freiheit und ‚flieht‘ Neujahr 1927 völlig mittellos nach Berlin, wo er sich und seine Familie mit Zeitungsillustrationen, Kinoplakaten und als ‚Film-Hilfsarchitekt‘ bei der UFA als Mitarbeiter der damals bekannten Filmarchitekten Herlth und Röhrig über Wasser hält. – Die nächsten drei Winter verbringt Flaig mit seiner Familie in Berlin, wohnt in einem Dachwohnungs-Atelier in Berlin-Charlottenburg, wovon es ein sehr eindrucksvolles Bild gibt. Hier ist auch (1927) seine Tochter Erika geboren. Flaig verdient sich sein Brot sehr hart, doch mit einigermaßen gutem wirtschaftlichem Erfolg. Er lernt auch sehr viele bedeutende Menschen aus der blühenden Kulturwelt der Hauptstadt kennen oder vertieft seine Freundschaften mit Dix und ‚Heini‘ Ariel Kahane, den er durch seinen ‚Schloßbewohnergenossen‘ im alten Schloß in Meersburg, den Komponisten und Kunstantiquar Oskar Ulmer kennengelernt hatte.

Flaig hatte bei aller Bedrängnis und aller Not ein ganz eigenes Talent zur Freundschaft mit Menschen, verfügte er doch über eine auf andere übergreifende Ausstrahlungskraft. Es scheint, daß bei ‚Waldi‘ Flaig der oft verkannte aber sprichwörtliche Villinger Mutterwitz, der in seiner deutlichsten Form beim ‚Strählen‘ an der Fasnacht hervortritt, seinen besonderen Ausdruck, um nicht zu sagen seine ‚Verkörperung‘ gefunden hatte. Lassen wir seine Freunde zu Wort kommen: Hollacher: »Alle hatten den Flaig gern, mit seinem Humor, seinem Villinger Dialekt, seiner Erzählergabe und seinem echten, guten Wesen und Geist.« Kahane: »Flaig hatte etwas an sich, was ihn zu einem Mittelpunkt des durchaus nicht beengten, sondern persönlichkeitsverschiedenen Kreises zu machen vermochte. Obwohl er kein prätentiöses Auftreten hatte, auch nicht irgendwie berechnend war und seine Frau … noch etwas von Bauernkultur aufwies.« Und sein Freund und Mentor Knappe sagt (auch über eine Art Flaig’schen Galgenhumors): »Oft genug hat er den zwischen uns beiden zum geflügelten Wort gewordenen Ausspruch getan: ‚Oh Elend laß’s Fidle sähe!« Knappe wiederholt in seinem Gedenkbrief zu Flaigs Tod: »Er ist still und bescheiden von uns gegangen, so wie er still und bescheiden den schweren Weg eines echten Künstlers gegangen ist … und immer wieder klang es durch: ‚Oh Elend laß’s Fidle sähe!‘ Ein echtes Leben!« (Für Nichtkenner der Villingerisch – alemannischen Ausdrucksweise sei hier erwähnt, daß ’s Fidle‘ ein Diminutiv für den Körperteil ist, auf dem der Mensch gemeinhin zu sitzen pflegt.)

Eine kleine Anekdote aus dem Meersburger Lebenskreis aus dem alten Schloß gehört auch hier noch erzählt: Im Übermut hatte Flaig einen alten verbrauchten Pinsel einer im Schloßgang stehenden Heiligenfigur ‚in die Hand‘ gedrückt. Der Briefträger fragte Flaig, er kenne fast alle Heiligen an ihren Attributen, aber ein Pinsel sei nicht dabei. Flaig sagte mit Überzeugung: das sei der ‚heilige Pinselinus‘, das müßte man aber wissen! Der Briefträger zwar überzeugt, aber doch von Zweifeln geplagt, hatte sich dann beim Stadtpfarrer nach diesem sonderbaren Heiligen erkundigt. – Voller Zorn soll der Mann für einige Zeit die Post mit lautem Knall dem Flaig vor die Türe geworfen haben.

Bei aller Würdigung dieser menschlich so sehr sympatischen Wesenszüge unseres Künstlers soll aber nicht vergessen werden, daß von allen Zeitzeugen die unerbittliche Ernsthaftigkeit bei der künstlerischen Arbeit immer wieder betont wurde, sein hartes Ringen um den als richtig erkannten künstlerischen Ausdruck und sein Mut, den er in seinem Lebenskampf ständig zu beweisen gezwungen war.

Von Berlin weg, rief im Frühjahr 1929 Prof. Karl Knappe seinen Freund Flaig um Hilfe. Diesem Ruf folgte Flaig mit Freuden, konnte er sich doch endlich wieder der freien Malerei — im Gegensatz zu den Zweckaufgaben der Berliner Zeit —zuwenden. Knappe hatte einen Auftrag zur künstlerischen Ausgestaltung des Ballsaales auf dem Schnelldampfer (heute würde man sagen des ‚Luxusliners‘) ‚Bremen‘ des Norddeutschen Lloyds. Dieses Schiff war in der damaligen Zeit eine echte Sensation, hatte doch der Versailler Friedensvertrag den Bau von Schiffen über eine bestimmte Tonnage hinaus verboten. Flaig sollte mit seiner handwerklichen Tüchtigkeit helfen, durfte aber wohl auch kongeniale Mitgestaltung leisten. Solche Aufträge, wie die Mitarbeit bei einer Kirchenausmalung in Döllnitz in der Oberpfalz mit Erich Glette und eine große Fresko-Malerei mit Glette in einem Verwaltungshochhaus der Stadt München (von den Nazis zerstört), waren für Flaig neben dem künstlerischen Ansehensgewinn auch in materieller Hinsicht ein ‚wärmerer Regen‘. — Und trotz erheblicher Arbeits- und Zeitbelastung schaffte Flaig es noch, im Herbst 1929 eine Ausstellung des ‚Kreises‘ in St. Gallen mit drei Bildern zu beschicken, von denen zwei verkauft wurden. Den Winter 1929/1930 verblieb Flaig mit seiner Familie in Meersburg, um sich bewußt wieder mehr mit der Entwicklung seiner eigenen Kunst zu beschäftigen. Er hatte die große, schon erwähnte Einzelausstellung im Konstanzer Kunstverein, die am 1. Februar 1930 eröffnet wurde, vorbereitet und einige private Aufträge aus Meersburg zu erfüllen. Er malte das Jagdzimmer des Baumeisters Obser in Meersburg aus und —ein für Flaig wichtiger Auftrag — das Treppenhaus im Pfarrhaus, das Flaig schon früher mit Fresken versehen hatte, sollte ein großes Fenster erhalten. Flaig gestaltete dieses in transparenter Glasmalerei mit Bildern aus dem Heiligenleben. Dieses letztere Werk hat sich — wenn auch beschädigt — erhalten, wurde, nachdem es ab 1945 abmontiert und als verschollen galt, von der Tochter des Künstlers, Frau Erika Milpacher, wiederentdeckt und ist nach vorbildlicher Restaurierung heute im Besitz der Stadt Meersburg und im Neuen Schloß zu besichtigen. — Andere Werke, z. B. die Ausgestaltung der Kirche in Hochemmingen auf der Baar (in der Nähe seiner Heimatstadt) mit einem Deckenfresko einer Rosenkranzmadonna, haben die Zeiten nicht überlebt. Sie wurden von unverständiger Hand oder besser aus unverständigem Kopf beseitigt, obschon Flaig hier ganz auf das Kunstwerk eingestellte Vorschläge für die Farbgestaltung des Gesamtkirchenraumes zur Ausführung brachte. Bei dieser Arbeit war Flaig von heftigen und schweren Halsentzündungen geplagt, aber er brachte die Arbeit zu einem guten Ende.

In diese Zeit großer künstlerischer Fruchtbarkeit fallen auffallend viele Arbeiten des Flaig’schen Spätwerkes: Porträts, Bilder aus dem religiösen Themenkreis und Landschaften.

Waldemar Flaig hatte die Verbindung in seine Vaterstadt und insbesondere zu seinen Künstlerfreunden Paul Hirt und Richard Ackermann (1892 bis 1968) — Ludwig Engler war 1922 gestorben — nie abreißen lassen. Er nahm vielmehr bei jeder sich bietenden Gelegenheit Kontakt zu seinen Freunden auf, wobei die Buchhandlung Liebermann in Villingen (Riet-straße 1) ein Kristallisationspunkt für Freunde der Kunst, aber auch der Auseinandersetzung mit allen geistigen Strömungen dieser Zeit war. Zu diesem Kreis gehörten auch eine Anzahl geistig interessierter Geschäftsleute, Anwälte und Fabrikanten, die aus den von Liebermann angebotenen Werken des Künstlerkreises auch dieses und jenes erwarben. Hierzu schreibt Gustav Heinzmann: »Im Stehkonvent vor Bücherreihen und Bücherstapeln fanden sich die Gesprächsteilnehmer bisweilen täglich und nicht selten stundenlang ein, und auch manch eintretender unbekannter Geschäftskunde sah sich in eine anregende Diskussion miteinbezogen. « Liebermann stellte meistens die von den Künstlern mitgebrachten Werke in das Schaufenster und die Anwesenden hatten ein königliches Vergnügen dabei, vom Ladeninnern aus zu beobachten, welche Reaktionen die Bilder in den Gesichtern der Passanten auslösten. Junge und Alte blieben oft längere Zeit vor dem Fenster stehen und je nach Einstellung staunend, kopfschüttelnd und häufig natürlich auch diskutierend. Hier wurden auch Flaigs neueste Werke gezeigt. Ein besonderes Verdienst des Buchhändlers Liebermann war, daß er auch weniger Begüterten eine Ratenzahlung für die Kunstwerke ermöglichte. Auf diese Weise sind eine nicht unerhebliche Zahl von Werken Waldemar Flaigs auch in Villinger Wohnungen gelangt, wo sie noch heute in hoher Ehre gehalten werden. Man kann sich vorstellen, welche Freude Waldemar Flaig empfand, als er einen Auftrag für eine Wandbemalung in Freskotechnik in der katholischen Kapelle des Krankenhauses seiner Geburtsstadt, die auch für gottesdienstliche Zwecke des katholischen Krankenpflegeordens diente, erhielt. Flaig stürzte sich buchstäblich in die Arbeit. Die vier den Fenstern direkt gegenüber liegenden Nischen sowie die gesamte farbliche Ausgestaltung der Kapelle wurden zu einem Höhepunkt in Flaigs künstlerischem Schaffen. Freund Hollerbach erwähnt in seiner Gedächtnisrede, daß Flaig der im Mittelfeld dargestellten jungen Mutter, »die ihr Kind dem Herrn entgegenhält, … die Züge seiner Gattin gab …«. Ein anrührender — und auch wieder autobiographischer Charakterzug unseres Künstlers. Ohne Auftrag malte er in gleicher Freskotechnik ein Altarbild und stattete den evangelischen Andachtsraum mit einem Christusbild aus, dessen Rahmen, in Anlehnung an die Tradition der Villinger evangelischen Gemeinde in der Kirche der Johanniter-Commende, in der Form eines Malteserkreuzes gestaltet ist. Während der Einweihungsfeierlichkeiten mußte Flaig, von einem plötzlichen Fieberanfall übermannt, aus der Kapelle getragen werden, wieder hatte er eine schwere Angina, aber diesmal bestand echte Lebensgefahr. Flaig unterzog sich nun endlich der längst als notwendig erachteten Mandeloperation. Nach der Genesung ermöglichten Freunde einen längeren Erholungsaufent halt in Südfrankreich. Flaig brachte auch hier eine gute künstlerische Ausbeute an Aquarellen und Zeichnungen zurück, die sich wiederum schnell und gut verkaufen ließen. Zu Beginn des Jahres 1932 beschäftigte sich Flaig schwerpunktmäßig mit religiösen Motiven. Er malte ein bemerkenswertes ‚Golgatha 1932‘. Ein eindrucksvolles, stark reduziertes Werk, in welchem die das Kreuz umstehenden Figuren förmlich in dieses hineinstürzen. Mit diesem Bild schließt sich auch ein Kreis zu dem ‚Golgatha 1914‘ aus dem Jahre 1921. Ebenfalls entwarf Flaig in dieser Zeit noch Meßgeräte und Meßgewänder für die Krankenhauskapelle in Villingen. Zu seiner großen Freude war eine Ausstellung des ‚Kreises‘ in Konstanz vorgesehen, die aber dann erst im Juli 1932 und nun als Gedächtnisausstellung für Waldemar Flaig durchgeführt wurde, während die Frühjahrs-Ausstellung Flaig mit einer eigenen Ausstellungswand ehrte.

Eigenartigerweise hat sich in die Biographie ein Faktum eingeschlichen, welches behauptet, daß Flaig für das Sommersemester 1932 einen Ruf als Professor für Fresko erhalten habe. Flaig habe diesem, vom Tod eingeholt, nicht Folge leisten können. Für diesen Ruf an die Akademie in München hat sich aus dem Nachlaß aber auch sonst nirgends ein Nachweis finden lassen. Ein vager Hinweis findet sich in dem Gedächtnisbrief seines Freundes Knappe: »Darum meinte ich auch einmal in einem Brief an Flaig, daß es schön wäre, wenn es ginge, daß Flaig für eine Lehrstelle für Fresko-Technik der Richtige wäre!«

Für uns Heutige interessant ist die Frage, wie das Werk Flaigs in der kurz auf seinen Tod folgenden Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft angesehen wurde. Wir hörten schon, daß verschiedene Werke aus öffentlichen Sammlungen entfernt oder wie z. B. in München als Wandbild zerstört wurden. Die Barbarei der Kunstbanausen mit ihrem Schlagwort von der ‚entarteten Kunst‘ machte auch vor Flaigs Werk nicht halt. Viele seiner Werke haben aber, da in Privatbesitz, diese schlimme Zeit überlebt und man muß es den Veranstaltern ganz hoch anrechnen, die im Kunstverein München 1938 und in der Galerie Schauer in Stuttgart 1942 noch einmal Ausstellungen mit Werken von Flaig wagten. Interessant ist in diesem Zusammenhang aber auch ein Artikel in der Nationalsozialistischen Zeitung ‚NSZ Rheinfront‘ vom 15. Juni 1938, wo der Autor Jorg Lampe unter dem Titel »Ein tragisches Malerleben« den Versuch unternimmt, Waldemar Flaig als DEUTSCHEN Kunstschöpfer auch im Sinne der Kunstmaxime dieser Zeit herauszustellen. War das nun eine Mohrenwäsche oder eine Camouflage? Mit unserer heutigen Erfahrung aus Nazi-und Stasi-Zeit sind wir mit solchen Urteilen skeptisch geworden. Waldemar Flaigs Freund Ariel Kahane schreibt 1980 hierzu: »Wenn er nur länger gelebt und wenn die Politik nicht alle damaligen Vorstellungen von Kunst über den Haufen geworfen hätte. Mag sein, daß das Schicksal ihm die traurige Versuchung, der so mancher erlag, erspart hatte. Indem nämlich seine Art, echter süddeutscher, landschaftsgebundener Tradition in das Lautnationalistische hätte gelenkt werden können, bei entsprechender ‚offizieller‘ Anerkennung. Flaig war beeindruck-bar und leicht zu enthusiasmieren. Er hatte sich, sehr zu seinem Guten, etwas von einer Künstlernaivität bewahrt …«. Hier sollte erwähnt werden, daß aus Flaigs Freundeskreis eine nicht unerhebliche Anzahl Menschen, nach der Machtergreifung der Nazis Deutschland verlassen mußten. So sind auch einige Bilder mit ihren Besitzern ‚in die Emigration gegangen‘. Soweit diese Menschen in der Lage waren, etwas von ihrem Privatbesitz mitzunehmen, mochten sie sich von ihren ‚Flaigs‘ nicht trennen. So sind auch einige Werke nach Israel gekommen. Ariel Kahane, der später Planungschef des Staates Israel und der Stadt Jerusalem war, schreibt 1980 hierzu: »Und heute noch schmücken zwei Bilder von ihm, Landschaften aus Meersburg, mein Haus bei Jerusalem unbeschädigt bewahrt. « Erika Milpacher hat noch heute Verbindung zu solchen Emigrantenfamilien, so z. B. in London, mit denen sie auf Flaigs Spuren auch schon im Villinger Museum gewesen ist. Treue Freunde über sechzig Jahre!

Ende März 1932 zeigte sich, daß sich Flaigs Gesundheitszustand trotz der Mandeloperation und trotz des Erholungsaufenthaltes in Frankreich nicht so stabilisiert hatte, wie dies anzunehmen war. Er fuhr kurz nach Ostern nach Villingen, um sich eine leichte Erkrankung behandeln zu lassen. Es trat eine ganz plötzliche Krise ein, die er infolge einer Sepsis nicht überlebte. Waldemar Flaig starb am 4. April 1932. Er wurde auf dem Villinger Friedhof beigesetzt. Pfarrer Restle aus Meersburg legte einen Lorbeerkranz am offenen Grabe nieder und sprach: »’Die Unruhe zu Gott‘ des Malermönches Verkade in Beuron ist wohl das letzte Buch gewesen, das unseren lieben Verstorbenen aufs tiefste bewegt und aufgewühlt hat. Diese ‚Unruhe zu Gott‘, stand sie nicht wie mit erschütternder Überschrift über seinem Leben, seinem Streben, über seinen Werken! Vier Jahre Krieg rasten mit all ihren Schrecken und Grausamkeiten über diese Künstlerseele hin, und wo andere … sich gesund leben konnten, da gab ihm Gott die schmerzliche Gabe zu gestalten, was er gelitten hatte … Dann kam jener herrliche Aufstieg, den wir in den letzten Jahren an ihm bewundern durften. Welche Harmonien der Farbe! Seine ganze sonnige Seele lag in seinen Landschaften, seine Liebe, seine inbrünstige Sehnsucht in seinen religiösen Bildern. So kurz die Jahre waren, so schwer die Jahre waren, Waldemar Flaig hat uns ärmere Menschen in jene schönere Welt hineinschauen lassen, der er sein ganzes Leben … geweiht hat. Und nun ist — uns unfaßbar — jene letzte große Ruhe über ihn gekommen, die zutiefst in seiner Seele lag. «

Nachbemerkung

Die Quellen der für diese Arbeit hinzugezogenen Zitate sind, soweit notwendig, im Text erwähnt.

Besonderen Dank schuldet der Verfasser der Tochter des Künstlers, Frau Erika Milpacher, die durch freundliche Überlassung von Schriftquellen, Zeitungsrezensionen, Bildern etc., aber vor allem durch persönliche Auskünfte diese Arbeit unterstützt hat.