Mi Hoamet Villingen (Helmut W. Falk)

Am Tor zum schöne Bad ’ner Land

und ganz noh dra am Schwarzwaldrand,

wo d‘ Stimme alemannisch klinge,

do liet e‘ Städtle, ’shoaßt: Villingen.

 

Ä Landschaft gits do wiit und bunt

und wenn me ni in’s Städtle kunnt,

dann sieht me überall no heit,

die Zeiche der Vergangenheit.

 

D‘ Ringmuer mit Türm und Tor,

Hiiser mit Gaupe und Erker davor,

alte Brunnetrög, vertroamte Gässle

und holprige Pflasterstei-Sträßle.

 

Die alte Ziet isch zwar verweht,

doch wenn me hit durchs Städtle geht,

do ka me’s spüre an jedem Eck,

daß des do isch en b’sundere Fleck.

 

Do zwische Riet und Ursula-Gymnasium,

trieb i mi früher als Lausbue rum,

im Münster han i zu de Ministrante ghört

und bi de „Straula“ de Dreisatz g’lehrt.

 

Obwohl i lang scho nimme im Städtle bin,

zieht’s mi mit Macht doch immer hin,

und i bin stolz druf, seil isch g’wiß,

daß Villingen mi Hoamet isch.

 

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