Aktion Franziskusbrunnen

Am 13. Oktober 1984 wurden in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt, namhafter Vertreter der Öffentlichkeit und der Bevölkerung die Übergabe der Franziskus-Stele am Brunnen beim Chor des Franziskaners und die Weihe vorgenommen. Als das Mitglied des Geschichts- und Heimatvereins, Schulamtsdirektor i. R. Helmut Heinrich, im Dezember 1983 der Hauptversammlung den Wunsch vortrug, der Verein möge seine Idee von einem Franziskusbrunnen mit in die Tat umsetzen, wurde einstimmig beschlossen, das Vorhaben in die Aktivitäten des Geschichts- und Heimatvereins einzubinden. Wir gaben dem Vorhaben das rechtliche Kleid, besorgten Teile der Organisation und machten uns vor allem daran, Spender zu finden. Große Unterstützung fanden wir seitens der Sparkasse Villingen-Schwenningen, von der sich besonders Direktor Klaus Haubner aufgeschlossen zeigte. Einer ersten Spende von 1000.— DM folgte eine mehrwöchige Ausstellung in den Schalterräumen der Sparkasse, die dann in das Schaufenster der Sparkassenfiliale am Marktplatz überwechselte. Nicht zuletzt dieser Initiative verdanken wir es, daß schon nach wenigen Monaten 10000.— DM an Spenden eingingen. Schließlich kletterte der Betrag auf 11500.— DM, so daß mit dem Tag der Einweihung des Brunnens die Stele bezahlt war. Bei der Einweihung begrüßte zunächst der 1. Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins die anwesenden Festgäste, um dann das Wort an den Künstler selbst zu geben. Helmut Heinrich erläuterte die (dee seiner Brunnen-Stele, in deren Zentrum in einer kunstvollen Schmiedearbeit von Klaus Walz, Franz von Assisi steht. Er wird flankiert von dem Friedensgebet des Heiligen, das Ausdruck unserer aller Sehnsucht nach Frieden ist. Danach übergab Helmut Heinrich den Brunnen feierlich dem Stadtoberhaupt, dem er zu dem neuen schönen städtischen Brunnen gratulierte.

Den Dankesworten des Oberbürgermeisters. Dr. Gebauer, folgte die Weihe durch den Franziskanerpater und Sohn der Stadt Villingen, Dr. Palmatius Säger, der in der Brunnenstraße, nur wenige Meter von dem Brunnen entfernt, geboren wurde.

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Der Startschuß zur Aktion Franziskusbrunnen wurde anläßlich einer Ausstellung in der Schalterhalle der Sparkasse Villingen gegeben. Direktor Klaus Haubner übergibt dem Initiator, Helmut Heinrich, eine erste Spende von tausend Mark. — Zwischen beiden der Erste Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins, Werner Huger. Im Vordergrund links das Vorstandsmitglied der Sparkasse, Günter Rath sen., ebenfalls Mitglied unseres Vereins.

 

Am Tag der Einweihung wohnten zahlreiche Gäste der Feier bei.

 

Gemeinsam enthüllen Helmut Heinrich vom Geschichts- und Heimatverein, der den künstlerischen Entwurf fertigte, und Oberbürgermeister Dr. Gebauer am 13. Oktober 1984 die Brunnenstele am Franziskusbrunnen.

 

Pater Dr. Palmatius Säger von den Franziskanern in Fulda, ein Sohn der Stadt Villingen, erteilte bei der Einweihung den priesterlichen Segen.

 

Drei Jahre nach der Einweihung des Romäusbildes am alten Michaels-, heute Romäusturm, konnte durch eine Spendenaktion der befreundeten Narrozunft am 27. September 1984 eine gegossene Schrifttafel in Anwesenheit zahlreicher Gäste enthüllt werden. Im Bild oben erfolgt der feierliche Akt durch den Oberbürgermeister Dr. Gebauer und den Ersten Zunftmeister, Christian Huonker, (mit dem Gesicht zum Betrachter).

 

Die Inschrift der Tafel, deren Wortlaut von Werner Huger gestaltet wurde.