Johrmärt

 

Si kummet (me verstoht si kum,

amend ell ander Woert)

vu obe rab, vu enne rum

und no vu andere Oert.

 

Me hört si nit, si kummet z ’nacht

ganz still denandernoo,

bis iserom vum Schlof verwacht

isch scho de Johrmärt doo.

 

Do isch e Grenn, e Ghetz, e Gschwatz

und Glächter zwischet nii,

do striitet si um Liecht und Platz,

’s will jedes s’Vürnehmst sii.

 

Do isch e Ghämmer und en Krach,

word gwuelet, gnaglet, gsägt,

doh isch no jeder unter Dach,

no het sich elles glegt.

 

Wos so proletet und so schellt,

do kunnts mer gspässig vür,

si bauet is e neui Welt

us Latten und Papier.

 

De billig Jacob vorneweg,

der macht am meiste Gschroe,

vum Kleadli bis zum Bäredreck

verkauft der ells eloe.

 

Do stellt on sini Bilder us,

’s het koes en Hooke dra,

die kamer, kunnt mer nimme drus,

uffhenke wie mers maa.

 

Wer in e Musikbudi guckt

hört scheppere und Schrea,

me mont, es wur on drin verdruckt

und ’s wär e Uglück gscheah.

 

Me schießt uff Bleamli,

daß es kracht, me kennt noh isern Guu,

und seller, wo die Bleamli macht,

lebt oerdili devuu.

 

On bietet Fleckewasser aa,

do gond ell Moose weg,

und wenn des nimme helfe ka,

no weaslet mer halt d’Fräck.

 

Do schwätzt en schwarze Zaubersmaa

lut uf en andre ii,

und streckt ihm e Glas Wasser na,

de ander suufts as Wii.

 

En Cowboy zoegt am nääschte Stand

en brav abgriechte Hund,

und elles findet’s interessant

well ’s übers Wasser kunnt.

 

E Teifili im Wasserglas

fehrt lustig uff und ab

und bindt om elles unter d’Nas

vum Wiegli bis is Grab.

 

Und so mit Gschroe und Dideldum

findt sich de Kroom zum Kroom.

Es macht scho am e Wetter rum,

i mon, i bliib dehom!

 

 

Hans Hauser

Dieses Gedicht ist entnommen aus: „Diel i de Nacht“ Alemannische Gedichte Verlag H. Müller, VS—Villingen Erhältlich in allen Buchhandlungen)