Winter (Hans Hauser)

 

Scheltet nit uff de Winter,

wenn er jetz oeszmols verbissen uffkunt,

der Wiiskopf, und kalt

kum über d’Aasle noh grüeßt.

 

Scheltet nit überen.

Jedes vu iis het e frühr emol möge

und au hittige Dags

lauft ihm es Ziffer noh noo.

 

Sell, natürli, lockt er vornus,

und si iisigsti Kelti

löscht ihri Füürli nit us,

wenn’s emol innene brennt.

 

Lieber noh blooset er drii,

er helt nint uff Hecke n und Holder,

mengmol hond im Schnee

besser scho zwoe enand gwermt.

 

Aber frooget die Alte,

die worret anderster schwätze:

well er di Junge noh wermt,

friert es si scho i de Seel.

 

Aber, hät er si au verzeckt,

si dätet e mangle,

hät ers vorusse verschaicht,

gruebet si dinne jetz us.

 

Koes vu sine drei Gschwister

mane liide. Im Merze

word er mit Gschroe verjagt,

hoemli verwünscht i de Earn.

 

Wa n ihm bliibt sind Stupflen—Äcker

und Hecke n und Distle,

aber im Fridde z’lieb

deckt er si Iiisli und schwiigt.

 

’s isch en Oegne, me kane nit namse,

verschlossen und oezeecht,

(macht an mit elle sich gmoe,

trait er dra friili nit schwer.)

 

Hät er mit lis und Schnee

ell Wese verdeckt und vergrabe,

schaffet en findige Goest

sich jetz e oegini Welt.

 

Wie mit silberne Griffel

zoechnet er Bluemen a d ‚Schiibe,

wa ihm es Lebe verwehrt,

bildet er schäner ihm noo.

 

Spure verwaiht er und löscht

de Lärme. Erst i de Stilli

kunt er sim Wese noo,

spürt er, wies kiimet und triibt.

 

Scheltet jetz nimmen überen.

Hinter verhangene Fenster

findt en verirrete Goest

amend au widder si Seel.

 

Hans Hauser