De Schiffliweier (Lisbeth Neugart)

 

Er isch beliebt und au bekannt,

liit i de Stadt, nit uf em Land.

I de Waldstroß findschen, nit so groß;

doch ischs ganz Johr dert weng ebs los.

En Bsuech bei ihm duet sich stets lohne,

er ghört zu iis sit Generatione,

und hät scho bessri Tage gsäeh;

weng Ziit sottsch Der scho feren näeh.

Hocksch ufre Bank am Wasser danne bei frischem Grüen und dunkle Tanne,

isch des e liebliches Idyll; doch ischs au do nit äbel still.

‚S gilt Insle i dem Weier dinne, wo d’Ente friedlich huuse kinne.

De alt Kiosk, des sieht mer glii, mont, er wärs Dipfli uf em „i“.

Doch wa im Summer iis so freit,

ändert sich zmols, wenns gfiert und schneit.

D’Idylle bliibt iis zwar erhalte,

doch bloost jetzt halt en Wind, en kalte.

D’Ente veliere nit de Muet;

denn d’Nochberschaft vesorgt si guet.

Damit au älles bliibt im Rahme,

hät jetzt de See en andre Name:

„Eisweier“ hoeßt er zu de Stund,

bis zletscht de Früehling retour kunnt

und d’Ente leget ihri Eier.

No saitmer wider „Schiffliweier“.

Den wellet mir uns gäern erhalte

zur Freud vu Junge und vu Alte.

 

 

 

Fast hundert Jahre liegen zwischen diesen beiden Bildern: Als Eisweiher erfreute er im Winter 1906 die Schlittschuhläufer. Im Herbst 2003 ziehen die Enten auf dem Schieweiher — wie ihn die Villinger tauften als man hier noch Ruderboote mieten konnte — ihre Kreise. Das Gewässer mit den beiden Namen, wird als kleines Stück Nostalgie und Romantik im Herzen der Stadt von den Bürgern geschätzt wie eh und je.