Die Entfestigung Villingens im 19. Jahrhundert 1 (Christian Schulz)

„Die Stadt (Villingen) ist oval angelegt, und regelmässig gebaut, hat zwo starke Mauern und 2. Gräben, mit festen Thürmen. Zwischen den Mauern ist ein Wall, der ganz um die Stadt geht, welcher 1789 auf Verordnung des Magistrats mit fruchtbaren Bäumen besetzt worden ist, welche mit der Zeit eine angenehme Promenade geben müssen.“ 2

Diese Beschreibung Philipp Ludwig Hermann Röders aus seinem Geographisch-Statistischen Lexikon von Schwaben zeichnet Ende des 18. Jahrhunderts das Bild einer wehrhaften Stadt Villingen. 3

Auch heute noch können Interessierte einen Großteil der damaligen Verteidigungsanlagen in Augenschein nehmen: „Südwestdeutschlands besterhaltene mittelalterliche Stadtmauer“ 4 besitzt im 21. Jahrhundert noch drei von ehemals vier Stadttoren sowie 61% des ursprünglichen Mauerrings 5 und schließt damit den mittelalterlichen Stadtkern beinahe völlig ein. 6 Dass dies keineswegs selbstverständlich ist, zeigt das Beispiel anderer, ehemals befestigter Städte in ganz Deutschland. Diese wurden im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts häufig entfestigt, die Verteidigungsanlagen geschleift, das Gelände verkauft. Folgt man der Einschätzung vieler Historiker, sprachen damals gute Gründe für diesen Schritt. So waren beispielsweise die mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Befestigungsanlagen militärisch wertlos geworden,

Abb. 1: Blick auf die Stadtmauer am Benediktinerring.

 

Abb. 2: „Pulvertürmle“ im Kaiserring.

die Stadt benötigte zunehmend Siedlungsfläche oder Bürger plädierten für den Abriss aufgrund eines zeitgenössischen, ästhetischen Wandels. 7 Angesichts dieser Argumente drängt sich geradezu die Frage auf, warum in Villingen anders verfahren wurde.

Methodik, Literatur- und Quellenlage

Um sich einer Antwort anzunähern, wurden Motivation, Argumentation, Durchsetzungsfähigkeit und Wirkmächtigkeit bürgerlicher Interessenartikulation eingehend betrachtet. Dies geschah vor dem Hintergrund vorgenommener Entfestigungshandlungen in Villingen. Die Bedeutung gesellschaftlicher und sozialer Prozesse stand dabei im Mittelpunkt; Interessen(-konflikte), Meinungen und Auseinandersetzungen um Erhalt oder Abriss der Stadtbefestigungen wurden im zeitlichen Rahmen des 19. Jahrhunderts analysiert. Wichtig war dabei insbesondere die Frage nach der Beschaffenheit des Entfestigungsprozesses: Wie wurde dieser in Villingen konkret ausgestaltet und wer trieb ihn voran? Nahm man vergleichbare Entwicklungen in anderen Städten überhaupt wahr? Und, welche Gründe sprachen damals aus Sicht der Bürger für den Erhalt oder Abriss der Stadtmauern beziehungsweise wer artikulierte sie?

Problematisch – zu Beginn der Arbeitsphase – war dabei insbesondere die Literaturlage, muss die Forschungsliteratur zu diesem Themenkomplex doch generell als unübersichtlich und fragmentarisch gelten. Folgerichtig war die Auswahl an berücksichtigten Forschungswerken umso breiter: Als Kontrastfolie für erarbeitete Ergebnisse wurden so beispielsweise Darstellungen von Entfestigungshandlungen in anderen Städten herangezogen. Auch aus der Forschungsliteratur herausgearbeitete Konflikte, Streitfragen und Einflüsse stadthistorischen beziehungsweise bürgerlichen Handelns im Zusammenhang mit der Stadtbefestigung wurden in diesem Rahmen analysiert. Hinzu kam Literatur, die die Stadtgeschichte Villingens zum Inhalt hatte. Dass Villingen selbst noch nicht Gegenstand einer eigenen Untersuchung zur Entfestigung war, erschwerte die Analyse: Die Thematik wurde zwar einige Male in Forschungswerken aufgegriffen, meist jedoch nur am Rande in Darstellungen, die sich mit der Stadtbefestigung Villingens auf allgemeiner Ebene auseinandersetzen. Diese Werke erwiesen sich insbesondere hinsichtlich zweier Aspekte als hilfreich: Erstens lieferten sie eine chronologische Auflistung von Bau- und Abrissvorhaben. Zweitens illustrierten und erläuterten sie Aspekte des historischen Stadtbilds beziehungsweise dessen Baubestandes. Sie gaben allerdings meist keinerlei Aufschluss über den Charakter und die Ausgestaltung des Entfestigungsprozesses. Auch soziale oder gesellschaftliche Aspekte der Abläufe wurden nicht thematisiert. Generell ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Thematik in Umfang und Qualität als höchst heterogen zu bezeichnen; Nach der Lektüre blieben die eingangs formulierten Fragen weitestgehend ungeklärt. Um hierauf Antworten zu gewinnen, war folglich eine intensive Quellenarbeit notwendig.

Den Hauptteil der Arbeit bildete somit klar die Betrachtung der zeitgenössischen Pro- und Kontra-Argumente hinsichtlich des Erhalts der Stadtmauer und deren Artikula. Als Hauptquellen der Untersuchung fungierten dabei im Schwerpunkt Eingaben (Bittschreiben) von Bürgern an den Rat der Stadt; der analytische Fokus lag konsequenterweise auf den sozialund emotionsgeschichtlichen Aspekten. Dies stellt einen deutlichen Kontrast zu den in der Forschung meist verfolgten städtebaulichen Fragestellungen dar. 8 Kurz gesagt gilt: Es interessierten weniger die Veränderungen im Stadtbild als vielmehr die Gedankenwelten der Bürger und ihre Interessen.

Abb. 3: rekonstruierter Wehrgang.

Die Entfestigung als Forschungsgegenstand

Zu Beginn der Untersuchung wurden Entfestigungshandlungen in anderen Städten betrachtet. Bei dem Blick hierauf stechen einige Aspekte besonders heraus. Infrastrukturelle Aspekte waren so beispielsweise häufig wiederkehrende Konfliktpunkte in Bezug auf die Stadtbefestigung und den Prozess der Entfestigung: Ein stark gestiegenes Verkehrsaufkommen, der Wunsch nach neuen Straßen und der Anschluss an neue Verkehrsträger wie die Eisenbahn katalysierten den Prozess. Die Stadtmauer wurde im Laufe des 19. Jahrhundert so mehr und mehr als Hindernis für die Entwicklung der Stadt wahrgenommen. Auch standen die Bollwerke mitunter in einem Spannungsverhältnis mit militärischen und politischen Interessen: Selbst wenn die Stadtmauern nur noch geringen Verteidigungswert besaßen, wurden sie teilweise erhalten. Grund hierfür war der Wunsch– wie beispielsweise im Fall der Stadt Berlin – die Innenstadt abriegeln zu können. 9 Polizeiliche Aufgaben wie die Kontrolle von Reisenden verstärkten diese Sichtweise. Militärs hielten mitunter auch an den Befestigungsanlagen fest, um die vergleichsweise starke (Verhandlungs-)Position der Exekutivmacht nicht zu gefährden: Das konsequente Schleifen der Bollwerke hätte zum Beispiel den Verlust von politischem Gewicht und Mitspracherecht vor Ort bedeuten können. 10

Die Betrachtung weiterer Aspekte verkompliziert das Gesamtbild. Die teilweise Entfestigung der Stadt war so beispielsweise oftmals Grundvoraussetzung, um eine umfassende Wasserversorgung der Stadt und ein hygienisches beziehungsweise „gesundes“ Umfeld herstellen zu können. 11 Bezüglich ästhetischer Aspekte muss auf die ortsgebundene Bildung von „Verschönerungsvereinen“ hingewiesen werden geänderte stilgebende Prinzipien bedingten diese mit. So wurde nun beispielsweise in Saarlouis durchaus bei Bauvorhaben seitens der Bürgerschaft das Argument der Ästhetik angeführt. 12 Dem traten denkmalpflegerische Aspekte entgegen, die zumindest in einigen Fällen bewahrende Tendenzen entwickelten. Ein Beispiel ist hierfür die Stadt Basel, für die Georg Kreis erkannt hat, dass dort „modernisierende[n] Interessen […] im Gegensatz zu den historisierenden Interessen der Denkmalpflege (standen)“. 13

Eine rein wirtschaftliche Bedeutung der Entfestigung kann in der Forschungsliteratur an einer Vielzahl von Beispielen demonstriert werden. So war der wachsende Verkehr nach einer baulichen Öffnung der Stadt natürlich auch gerade unter ökonomischen Vorzeichen relevant. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz und eine bessere Eignung für berufsbedingten Pendelverkehr mögen zweifelsohne gute Argumente für Abbruchbegehren gewesen sein. Ferner findet sich in der Literatur der Verweis auf Veränderungen von Immobilien-, Boden- und Mietpreisen. Was für Spekulanten und Grundstückseigentümer eine eher erfreuliche Entwicklung darstellte, müssen hingegen die Mieter als problematisch wahrgenommen haben: So schätzten mauernah wohnende Berliner in den Jahren vor der Entfestigung beispielsweise gerade die „ruhevolle Idylle hinter dem Wall“ und die vergleichsweise niedrigen Immobilienpreise. 14

Insgesamt ergibt sich das Bild von oftmals gegensätzlichen Interessen, die in Abhängigkeit von lokalen Gegebenheiten spezifisch ausgeprägt wurden. Vorstellungen, Wünsche und Argumente von Bürgern und Entscheidungsträgern polarisierten, standen im Widerspruch zueinander und bargen teils erhebliches Konfliktpotenzial. Dies ging teils soweit, dass in München Militärs im Wechsel sowohl für als auch gegen eine umfassende Entfestigung stimmten. 15

Die Entfestigung Villingens und die Bürgerschaft

Oben genannte Argumente, Motive und Problemfelder wurden am Beispiel Villingens auf ihre Validität, Relevanz und Vollständigkeit hin untersucht. Sie waren dabei eine wichtige Kontrastfolie für die Ergebnisse der Quellenarbeit. Dies gilt umso mehr, da bei der Analyse der Briefe eine Vielzahl verschiedenster Ergebnisse deutlich wurde. Nichtsdestotrotz ist bei der Betrachtung der Ergebnisse zu beachten, dass hier kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden kann. Dennoch gilt: Neben den bereits erwähnten Aspekten traten vielfältigste private, ästhetische und emotionale Faktoren zu Tage, die so in der eingangs analysierten Literatur nicht zu finden waren.

Zu Beginn muss festgehalten werden, dass sich verschiedenste Interessen ganz unterschiedlicher Personenkreise und Schichten im Schriftverkehr spiegeln. Folglich ist auch die Frage nach klaren Charakteristika der Bitten und ihrer Antwortschreiben nicht leicht zu beantworten. Einige Tendenzen scheinen durch das Quellenstudium dennoch deutlich geworden zu sein. So muss erstens hinterfragt werden, ob die Entfestigung in Villingen tatsächlich ein aktiver und nicht eher ein passiver (oder reaktiver) Vorgang war. Der Grund hierfür: Immer wieder finden sich Stimmen in den Quellen, die den schlechten Zustand der Mauern bemängeln und auf einen zumindest partiellen Rückbau selbiger drängen. 16 Die Bürger des 19. Jahrhunderts scheinen so in vielen Fällen nur auf den zunehmenden Verfall der Bausubstanz reagiert zu haben – militärische und polizeiliche, volkswirtschaftliche oder sanitäre, verkehrstechnische beziehungsweise denkmalpflegerische Argumente standen wohl oftmals im Hintergrund und wurden kaum wahrgenommen. Damit scheint der Vorgang in Villingen eine besondere Dynamik entwickelt zu haben, die bemerkenswert wenig Planung oder langfristiges Konzeption beinhaltete.

Vor dem Quellenhintergrund müssen ferner die traditionell bemühten Gründe für die Entfestigung hinterfragt werden. Bevölkerungsdruck, Eisenbahnbau oder eine zunehmende militärische Wertlosigkeit der Anlagen scheinen im Falle Villingen nicht ausschlaggebend gewesen zu sein. Beispielsweise finden sich in den Briefen kaum ernst zu nehmenden Hinweise auf einen Mangel an Wohn- oder Arbeitsfläche. Auch findet kein Versuch statt, mithilfe einer solchen Argumentation für den Abbruch der Mauern zu werben. In den Quellen wird das Bevölkerungswachstum, ebenso wie der Eisenbahnbau, nur indirekt für Entfestigungsmaßnahmen verantwortlich gemacht. So ist zum Beispiel das gestiegene Verkehrsaufkommen ein ständig wiederkehrendes Motiv. Die Schreibenden bitten oftmals um eine Modernisierung der Verkehrswege. Dies geschieht beispielsweise, indem die Bittsteller immer wieder auf die Baufälligkeit der Bollwerke verweisen – und in diesem Kontext den Abriss der Vortore anfragen. So scheint der Abbruch des Niedertorerkers im Jahr 1843 zu wesentlichen Teilen durch die Bürgerschaft initiiert worden zu sein. Dies belegt ein Schreiben von knapp 40 „Wirte(n) und anderen Bürger(n)“, die dies in einem Brief an den Rat der Stadt am 19. Januar 1843 fordern. 17 Ein Niederreißen des Baus sei notwendig geworden, schließlich behindere er den stark gewachsenen Verkehr. Dass dieser so angestiegen sei, begründen die Bittsteller unter anderem mit infrastrukturellen Aspekten (wie den verbesserten Straßen) und der ausgedehnteren Landwirtschaft. 18

Herauszustellen ist zweifelsohne auch ein Aspekt, der in den Quellen beinahe immer anklingt: Die Bürger spielten im Entfestigungsprozess der Stadt eine tragende Rolle. Sie formulierten und vertraten Abbruchbegehren, setzen diese in die Tat um und partizipieren so bei der langsam fortschreitenden Entfestigung. Vor diesem Hintergrund scheint es klar, dass die militärische Wertlosigkeit der Anlagen dabei eine notwendige, jedoch noch lange nicht hinreichende Voraussetzung für den Abriss der Wälle und Mauern war: Zeitgemäße Befestigungsanlagen hätte man vermutlich weniger bereitwillig schleifen wollen, nichtsdestotrotz ließ sich über die Zukunft der bereits veralteten noch trefflich diskutieren.

Und noch weitere Ergebnisse der Arbeit widersprechen der bisherigen Forschungsmeinung: So ist festzuhalten, dass der Entfestigungsprozess in Villingen offenbar keineswegs linear verlief. Dies stellt einen bedeutenden Unterschied zu den Ergebnissen anderer Forschungsarbeiten dar. In diesen finden sich Interpretationen, die für Villingen eine solche Linearität feststellen. Solche Ansätze stärken die Auffassung einer forcierten Entfestigung bis zum späten 19. Jahrhundert und wollen im Anschluss daran eine generelle Umorientierung hin zum Erhalt der Befestigung erkennen.

„Mit der Romantik setzte Mitte des 19. Jahrhunderts ein Umdenkprozess ein, der zu einer Neubewertung des Mittelalters führte. Hinzu kam, dass der Schwarzwald zu einem beliebten Erholungsgebiet wurde.(…) Der Gemeinderat Rudolf Kienzler stellte 1873 erstmals einen Antrag, die städtische Ringmauer auszubessern, „damit das Äußere der Stadt ein solides Aussehen erhalte.“ Der Rest der Mauern und die verbliebenen Tore wurden in der Folge repariert, in Bereich der Stadtgräben wurde eine ausgedehnte Grünanlage angelegt.(…) Im Gegensatz zum frühen 19. Jahrhundert, als die Ringmauer als einengend empfunden worden ist, empfand man diese nun als geradezu identitätsstiftend für das städtische Gemeinwesen.“ 19

Hier entsteht der Eindruck eines sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts vollziehenden Paradigmenwechsels: Nach der partiellen Entfestigung erkennen die Stadtväter angeblich zunehmend den Wert der mittelalterlichen Bausubstanz und streben nach deren Erhalt. Die Analyse der Briefe zeigt jedoch, dass eine solche These kaum Bestand haben kann. Ein klar abzugrenzender Aufschwung beziehungsweise Niedergang von Entfestigungshandlungen kann nicht ausgemacht werden. Bis in die Spätphase des 19. Jahrhunderts strebten Einzelpersonen und Interessengruppen den Abriss von Teilen der Befestigung an; bis zuletzt wurde ihnen dies auch bewilligt. Darüber hinaus spricht ein weiterer Aspekt gegen die Idee eines Paradigmenwechsels. So mag die Stadt zwar ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verstärkt in den Fremdenverkehr investiert und diesen als ein wirtschaftliches Standbein mit genutzt haben. Dennoch bedeutete dies nicht zwangsläufig die Erhaltung von historischer Bausubstanz. Die Verfechter dieser These, die hier obige Forderung von Kienzler als einzigen Beleg anführen können, vergessen, dass die Stadtanlage keineswegs im Fokus des Fremdenverkehrs (und damit städtischer Politik war). Als entscheidende touristische Aspekte wurden eher Naturerleben und Luftqualität wahrgenommen – Faktoren, denen auch die Bürger große Relevanz beimaßen. 20 Obwohl das Alter und die Historizität der städtischen Befestigungsanlagen so zwar durchaus anerkannt wurden, stand letztere nie im Fokus von sogenannten „Verschönerungsvereinen“, dem Stadtrat, Einzelpersonen oder gar den Touristen selbst. Somit kann eines der bislang prominentesten Argumente, dass nämlich der Erhalt der Stadtmauer im Wesentlichen durch den einsetzenden Tourismus bedingt wurde, so nicht weiter bestehen. 21

Vor dem Hintergrund des in der Literatur vermuteten Paradigmenwechsels muss auch ein weiteres Phänomen umgedeutet werden. So sinken Ende des 19. Jahrhunderts scheinbar die Bitten um Abbeziehungsweise Durchbruch der Mauer – gleichzeitig finden sich mehr und mehr Bitten um Erhalt. 22 Dies muss nicht – wie in der Literatur dargestellt – mit einer geänderten Wahrnehmun der Stadtbewohner oder gar „positiveren“ Gefühlen gegenüber der Stadtbefestigung erklärt werden. Vielmehr scheint eine deutlich praxisorientierte Erklärung zuzutreffen: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren so bereits die größten Teile der Befestigungsanlagen geschleift. Vortore und äußerer Mauerring, Gräben und Wälle standen wirtschaftlichen und insbesondere verkehrsbezogenen Anliegen der Bürger nicht mehr im Wege. Auch war zu diesem Zeitpunkt schon ein großer Teil der als störend empfundenen Mauerstücke zurückgebaut oder stückweise abgetragen und Zugänge waren zu Wirtschafts- und Wohngebäuden gebahnt. Um Licht und Luft auf dem eigenen Grundstück zu haben, hatten die Bürger die Mauern an vielen Stellen stückweise abgebrochen. Nur in wenigen Fällen bestand so für den Bürger überhaupt noch Interesse an einem Abbruch der Mauer. Ganz im Gegenteil: Die verbliebenen Mauerstücke erfüllten mittlerweile konkrete Aufgaben: Als Rückwände angebauter Häuser oder als Garant von Privatsphäre wollte man sie erhalten. Somit darf der geänderte Umgang mit der Bausubstanz nicht fälschlicherweise mit einem plötzlich erwachenden Wunsch nach Denkmalschutz gleichgesetzt werden. 23 Viel eher scheint generell eine deutlich pragmatischere Interpretation zutreffend: Egoistische Motive waren stets die treibende Kraft für bauliche Veränderungen. Dieses Paradigma selbst änderte sich über die Zeit nicht wesentlich. Allerdings wurden die Befestigungsanlagen nach einigen baulichen Veränderungen kaum mehr als Problem wahrgenommen: So erwirkte beispielsweise Johann Wöhsner zu einem frühen Zeitpunkt einen Zugang durch die öffentlichen Anlagen zu seinem Anwesen. Jahre später, genauer 1884, war er hingegen nur noch darum bemüht, dass dieser auch offen und für ihn somit benutzbar blieb. 24

Generell ist also festzustellen, dass Bitten um partiellen Abbruch der Stadtmauer (niemals traten Bürger für eine umfassende Schleifung ein) den Entfestigungsprozess in Villingen wesentlich mitbestimmt haben: In Reaktion auf einzelne Abrissvorhaben entschied der Stadtrat und stellte somit die Weichen zur schrittweisen Änderung des Stadtbildes. Eine klare baupolitische Linie kann diesem Entscheidungsgremium also nicht zugeschrieben werden. Dass über viele Jahre hinweg die spontane Reaktion auf Einzelbitten zur Handlungsmaxime erhoben und anscheinend kein baupolitischer Masterplan verfolgt wurde, mag durchaus überraschen. 25

Eine Ursache für das wenig konsistente Handeln mag möglicherweise im umstrittenen Schönheitsbegriff begründet liegen: So wird in den Quellen zwar mit dem Ästhetik-Begriff und in Anlehnung an optische Aspekte argumentiert, allerdings zeigt die Quellenanalyse, dass diese Begrifflichkeiten von Beteiligten unterschiedlich wahrgenommen wurden. So konnten beispielsweise völlig unterschiedliche Erhaltungsformen der Mauer als optisch ansprechend beurteilt werden. Auch der völlige Abbruch von Teilen der Befestigungsanlage wurde teils als optisch ansprechend bewertet: So baten 1843 einige Bürger den Stadtrat, einen Torerker abbrechen zu lassen. Dabei wiesen sie auch auf die „möglich gewordenen Verschönerungen“ hin, die durch den Abriss eines Vortores an anderer Stelle realisiert werden konnten. 26 Inwieweit das Argument der Ästhetik in diesen Fällen nur dazu dienen sollte, um handfeste wirtschaftliche Interessen zu bemänteln, bleibt ungeklärt. 27

Fazit

Eindeutig ist, dass die in der Forschung häufig bemühten, traditionellen Ursachen von Entfestigungshandlungen nicht ausreichen, um diese im Fall Villingens adäquat zu beschreiben. So wurde bislang gerade den privatwirtschaftlichen Interessen der Bürger viel zu wenig Raum gegeben. Diese werden in der Literatur oft gar nicht erwähnt – ein Mangel, scheinen sie doch zumindest im Fall Villingens eine wesentliche Ursache für einen Großteil der Abbrüche gewesen zu sein. Diese stellen dabei auch vielfach eine Reaktion auf den Verfall der Stadtmauer dar. Somit darf die Entfestigung Villingens nicht länger als ausschließlich aktiver Prozess verstanden werden. Darüber hinaus sind die bislang in der Literatur zu findenden Gründe unzureichend.

Neben den bereits genannten privatwirtschaftlichen Argumenten scheinen – blickt man zumindest insbesondere auf die mit den Vortoren verbundenen Abrisswünsche – die Aspekte einer Verkehrseignung als besonders prominent. Die Ansprüche des vormodernen Verkehrs und die Baufälligkeit der Gebäude sind Hauptargumente für diesbezügliche Abrissbegehren. Deutlich wird auch, dass der Aspekt der Ästhetik eine genauere Betrachtung verdient, beziehungsweise eine Betrachtung unter anderen Vorzeichen. So kann diesbezüglich nicht lediglich auf ein romantisches Trachten nach Natur oder auf das Streben nach Gebäuden mit zeitgenössischer Architektur verwiesen werden: Auch die Stadtmauer konnte als optisch ansprechend und damit als Bereicherung für das Stadtbildes empfunden werden. Ebenso war jedoch auch mitunter das Gegenteil der Fall: Ein Herabwürdigen der bröckelnden Mauern und der Wunsch diese aus ästhetischen Gründen abbrechen zu dürfen, findet sich ebenso.

Abschließend ist noch auf zwei Besonderheiten der Bürgerbegehren hingewiesen. So überrascht es angesichts des starken Ringens um gute Argumente, dass in den Briefen nur einziges Mal auf das Beispiel anderer Städte Bezug genommen wird. Dies geschieht auch nicht von Bürgern der Stadt, sondern von einem Reisenden, der auf Entwicklungen andernorts verweist. In der Gesamtheit scheint so der Aspekt einer Vorbildfunktion von Entfestigungsprozessen in anderen Städten vernachlässigbar und kann nur im Einzelfall als Motiv und oder Argument angeführt werden. Was die Problematik der gemeinschaftlichen Beschwerden angeht, so können Parallelen zur Stadt Saarlouis bezogen werden: Bürger beschweren sich bei gleicher Interessenlage oftmals gemeinsam, viele der Briefe sind gemeinschaftlich unterzeichnet. Allerdings kann nicht, wie Hahn dies im Falle von Saarlouis gelang, ein erhöhter Einfluss die ser gemeinschaftlichen Beschwerden zweifelsfrei nachgewiesen werden. Dies gilt auch für eine institutionelle Ausformung dieses Phänomens – sprich, die Bildung von Interessengemeinschaften. Neben den oben zusammengefassten Ergebnissen ergab die intensive Beschäftigung mit der Entfestigung Villingens auch eine große Anzahl von Forschungsdesideraten. So besteht erstens weiterhin die Notwendigkeit einer umfassende Chronologie der Entfestigung Villingens. Der in der Qualifikationsarbeit dargestellte Überblick über die Entfestigungshandlungen stellt zwar einen ersten Ansatzpunkt dar und bündelt die zu dem Thema verfügbare Literatur, muss aber zwingend durch weitere Quellen ergänzt werden. Insbesondere zum Abbruch der äußeren Ringmauer scheint noch vieles unklar. Auch verdient die Korrespondenz des Stadtrates mit den übergeordneten Verwaltungsstellen in diesem Zusammenhang eine nähere Untersuchung. Dabei mag in den Vorgaben und Handlungsanweisungen dieser Institutionen einer der Hauptgründe für die teilweise früh vorgenommene Entfestigung der Stadt – insbesondere also der Abbruch der äußeren Stadtmauer – liegen. Schlussendlich sollte der vergleichende Blick auf andere Städte Süddeutschlands beziehungsweise der näheren Umgebung gerichtet werden. So ließe sich überprüfen, ob und inwieweit die hier herausgearbeiteten Ergebnisse, allen voran der große Einfluss durch die Bürgerschaft, verifiziert werden können. Hierfür bietet der Blick auf vergleichbare Briefkorpora sicher eine hervorragende Quellenbasis, um sozialund emotionsgeschichtliche Faktoren noch besser herauszuarbeiten. Auch der Blick auf andere Quellen, allen voran persönliche Notizen von Bürgern und Ratsprotokolle scheinen hier lohnenswert zu sein. All dies würde helfen festzustellen, inwieweit die hier festgehaltenen Aspekte tatsächlich alleinig auf Villingen zutreffen.

Anmerkungen

1 Vorliegender Artikel ist die Zusammenfassung der vom Autor im Jahr 2014 unter dem Titel „Die Entfestigung Villingens im 19. Jahrhundert Motive, Interessen und Argumente im Kontext von Abbruch- und Erhaltmittelalterlicher Befestigungsstrukturen“ eingereichten Masterarbeit.

2 Röder, Phillip L. H.: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Schwaben oder vollständige alphabetische Beschreibung aller im ganzen Schwäbischen Kreis liegenden Städte, Klöster, Schlösser, Dörfer, Flecken, Höfe, Berge, Thäler, Flüsse, Seen, merkwürdiger Gegenden u.s.w: mit genauer Anzeige von deren Ursprung, ehmaligen und jezigen Besizern, Lage, Regimentsverfassung, Anzahl und Nahrung der Einwohner, Manufakturen, Fabriken, Viehstand, merkwürdigen Gebäuden, neuen Anstalten, vornehmsten Merkwürdigkeiten u.s.w, Band 2 (Google eBook), Stettin 1792, S. 889-890, in: http://books. google.de/books? id=438AAAAAcAAJ&pg=RA2-PA710&dq= R%C3%B6der,+Phillip+L.+H.:+Geographisches+StatistischTopographisches& h l= de& s a=X& e i=-Dz SU 6 f h H 87a 4 QTI5IDQAQ& ved= 0 CCg Q6 A EwAQ# v= onepage& q=R%C3%B6der%2C%20Phillip%20L.%20H.%3A%20Geographisches%20Statistisch-Topographisches&f=false(25.07.2014; 13:19).

3 Die Stadt ist heutzutage zusammen mit Schwenningen größte Kreisstadt im Schwarzwald-Baar Kreis und eine der größten Mittelstädte Deutschlands.

4 Ohne Autor: Südwestdeutschlands besterhaltene mittelalterliche Stadtmauer, in: http://www.pressrelations.de/new/standard/ result_main.cfm? pfach=1&n_firmanr_=125602&sektor=pm &detail=1&r=536920& sid=& aktion=jour_pm&quelle= 0, online abgerufen am 18.06.2014; 16:45).

5 „Es sind (…) 61% der ursprünglichen Mauerlänge noch vorhanden.“ Naegele, Paul: Gedanken zur Villinger Stadtmauer, in: Geschichtsund Heimatverein Villingen Jahresheft 16 (1991/92), S. 41-66, S. 45. Teils finden sich jedoch auch davon abweichende Zahlwerte, Naegeles Berechnung mag wohl im Vergleich eher zurückhaltend sein.

6 Ohne Autor: Südwestdeutschlands besterhaltene mittelalterliche Stadtmauer, in: http://www.pressrelations.de/new/standard/ result_main.cfm? fach=1&n_firmanr_=125602&sektor=pm &detail=1&r=536920& sid=& aktion=jour_pm&quelle= 0, online abgerufen am 18.06.2014; 16:45).

7 Der Komplex der Weiterentwicklung von Feuerwaffen und Artillerie zwischen 1560 und 1660, damit einhergehend eine Anpassung von Fortifikationen und Festungen ist vielfach unter den Bergriff der „military revolution“ (zuerst von Michael Robert) subsumiert worden. Hierzu sei verwiesen auf: Rogers, Clifford J.: The Military Revolutions of the Hundred Years War, in: Rogers, Clifford J. (Hrsg.): The Military Revolution Debate . Readings on the Military Transformation of Early Modern Europe, S. 55-94.

8 Burger, Daniel: Zur Einführung: Das Ende einer Festung – ein (un)beliebtes Thema der Forschung? in: Burger, Daniel (Hrsg.): Das Ende der Festungen. Aufgelassen – geschleift – vergessen?, Regensburg 2009, S. 9-14.

9 Zschocke, Helmut: Die Berliner Akzisemauer: die vorletzte Mauer der Stadt, Berlin 2007, S. 86.

10 Als Beispiel sei genannt Ebd.

11 Als Beispiel sei auf die Autorin Anne Hahn verwiesen, die für Saarlouis gar eine „Modernisierung der Stadt durch die Entfestigung“ erkennt. Hahn, Anne: Die Entfestigung der Stadt Saarlouis, St. Ingbert 2000 (Röhrig. Schriften des Landkreises Saarlouis, Bd. 4), S. 113.

12 Hahn, Anne: Die Entfestigung der Stadt Saarlouis, S. 129, 138.

13 Kreis, Georg: Der Abbruch der Basler Stadtmauern, in: Stadt und Landmauern. Band 1: Beiträge zum Stand der Forschung, hrsg. v. Brigitte Siegel, Zürich 1993, S. 135-143, S. 136.

14 Zschocke, Helmut: Die Berliner Akzisemauer: die vorletzte Mauer der Stadt, Berlin 2007, S. 92.

15 Ebd., S. 25-28.

16 Als ein Beispiel unter vielen sei hier verwiesen auf: SAVS Best. 2.2., Nr. 2220, Bitte des Josef Weiß, Johann Wöhsner und Georg Fleig vom 31. Mai 1877. In diesem Kontext sei auch verwiesen auf: Bode, Eugen; Jenisch, Bertram: Villinger Gasthäuser bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, in: Geschichts- und Heimatver ein Villingen Jahresheft 16 (1991/1992), S. 25-33, S. 29.

17 SAVS Best. 2.2., Nr. 2230, Bitte einiger Wirte und anderer Bürger an den Rat der Stadt vom 19. Januar 1843. Dieser Brief wird in seiner Gesamtheit auch wiedergegeben in der Honold’schen Chronik: SAVS Archivbibliothek, Best. LS-V 23.1, S. 39.

18 Dieses Ansinnen steht im Einklang mit ähnlichen, bereits oben herausgearbeiteten Problemstellungen. So sind für die Stadt München vergleichbare Ergebnisse herausgearbeitet worden. Lehmbruch, Hans: Ein neues München. Stadtplanung und Stadtentwicklung um 1800. Forschung und Dokumente, Buchendorf 1987, S. 32.

19 Jenisch, Bertram: Die Villinger Stadtmauer. Gedanken zum größten Denkmal der Stadt, in: Villingen im Wandel der Zeit 36 (2013), S. 27-34, S. 34.

20 Habicht, Meike: „…den Aufenthalt den Fremden möglichst heimisch zu machen…“ Der Fremdenverkehr in Villingen vor dem ersten Weltkrieg, in: Schöne Aussichten – Beiträge zum Tourismus und zur kulturellen Identität in Villingen und Schwenningen, Villingen-Schwenningen 2002 (Verlag der Stadt Villingen-Schwenningen. Veröffentlichungen des Stadtarchivs und der Städtischen Museen Villingen-Schwenningen, Bd. 25), S. 8-21, S. 9-13.

21 Hier sei angemerkt: Die für andere Städte konstatierte Einflussnahme von überdurchschnittlich einflussreichen Einzelpersonen auf den Prozess selbst, ist für Villingen nicht erkennbar.Hilliges, Marion: Entfestigung. Planungskonzepte zur Urbanisierung der „Leere“ im 18. Jahrhundert, in: Die alte Stadt 31 (2004) Nr. 3, S. 161-181, S. 162. Vielmehr finden sich Bittschriften von Bürgern vergleichsweise niedriger gesellschaftlicher Stellung, davon jedoch in verhältnismäßig großer Anzahl.

22 Dieser Eindruck drängt sich auf – selbst bei den nicht quantitativ ausgewerteten Quellen. So wurden hier für die Jahre von 1801 – 1870 lediglich 3 Quellen ausgemacht, die sich für den Erhalt von Befestigungsteilen einsetzen. Derselbe Zahlenwert schlägt dabei für den deutlich kürzeren Zeitraum von 1870 – 1900 zu Buche.

23 Dies deckt sich durchaus auch mit der Forschungsliteratur, beispielsweise zur Baugeschichte von Saarlouis: „Der Denkmalschutz wurde erst ab den 70er Jahren unseres Jahrhunderts mehrheitsfähig“. Kulturamt der Stadt Saarlouis (Hrsg.): 1890. Saarlouis wächst über seine Festungsmauern hinaus. Vom Vauban-Plan zum Stübben-Plan. Ausstellungskatalog, Saarlouis 1990, S. 62.

24 SAVS Best. 2.2., Nr. 2220, Brief des Johann Wöhsner an den Rat der Stadt vom 8. Mai 1884.

25 Dies kann zwar nicht völlig ausgeschlossen werden, geht aber aus den dem Autor hier vorliegenden Forschungswerken und Quellen nicht hervor.

26 SAVS Best. 2.2., Nr. 2230, Bitte einiger Wirte und anderer Bürger an den Rat der Stadt vom 19. Januar 1843.

27 Ganz ausgeschlossen scheint dies allerdings nicht, gehörten zu den Bittstellern doch auch Wirtsleute, die eine bessere Verkehrseignung der Stadt sicherlich begrüßten.

28 Es sei angemerkt, dass die hier aufgeführten Literaturund Quellenverweise nur einen Bruchteil der für die gesamte Arbeit herangezogenen Dokumente darstellen

Forschungsliteratur 28

Bode, Eugen; Jenisch, Bertram: Villinger Gasthäuser bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, in: Geschichtsund Heimatverein Villingen Jahresheft 16 (1991/1992), S. 25-33.

Burger, Daniel: Zur Einführung: Das Ende einer Festung – ein (un)beliebtes Thema der Forschung? in: Burger, Daniel (Hrsg.): Das Ende der Festungen. Aufgelassen – geschleift – vergessen?, Regensburg 2009, S. 9-14.

Jenisch, Bertram: Die Villinger Stadtmauer. Gedanken zum größten Denkmal der Stadt, in: Villingen im Wandel der Zeit 36 (2013), S. 27-34.

Habicht, Meike: „…den Aufenthalt den Fremden möglichst heimisch zu machen…“ Der Fremdenverkehr in Villingen vor dem ersten Weltkrieg, in: Schöne Aussichten – Beiträge zum Tourismus und zur kulturellen Identität in Villingen und Schwenningen, Villingen-Schwenningen 2002 (Verlag der Stadt VillingenSchwenningen. Veröffentlichungen des Stadtarchivs und der Städtischen Museen Villingen-Schwenningen, Bd. 25), S. 8-21.

Hahn, Anne: Die Entfestigung der Stadt Saarlouis, St. Ingbert 2000 (Röhrig. Schriften des Landkreises Saarlouis, Bd. 4).

Hilliges, Marion: Entfestigung. Planungskonzepte zur Urbanisierung der „Leere“ im 18. Jahrhundert, in: Die alte Stadt 31 (2004) Nr. 3, S. 161-181.

Kreis, Georg: Der Abbruch der Basler Stadtmauern, in: Stadt und Landmauern. Band 1: Beiträge zum Stand der Forschung, hrsg. v. Brigitte Siegel, Zürich 1993, S. 135-143.

Kulturamt der Stadt Saarlouis (Hrsg.): 1890. Saarlouis wächst über seine Festungsmauern hinaus. Vom Vauban-Plan zum Stübben-Plan. Ausstellungskatalog, Saarlouis 1990.

Lehmbruch, Hans: Ein neues München. Stadtplanung und Stadtentwicklung um 1800. Forschung und Dokumente, Buchendorf 1987.

Naegele, Paul: Gedanken zur Villinger Stadtmauer, in: Geschichtsund Heimatverein Villingen Jahresheft 16 (1991/92), S. 41-66.

Ohne Autor: Südwestdeutschlands besterhaltene mittelalterliche Stadtmauer, in: http://www.pressrelations.de/new/standard/result_ main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=125602&sektor=pm&detail=1&r =536920&sid=&aktion=jour_pm&quelle=0, online abgerufen am 18.06.2014; 16:45).

Röder, Phillip L. H.: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Schwaben oder vollständige alphabetische Beschreibung aller im ganzen Schwäbischen Kreis liegenden Städte, Klöster, Schlösser, Dörfer, Flecken, Höfe, Berge, Thäler, Flüsse, Seen, merkwürdiger Gegenden u.s.w: mit genauer Anzeige von deren Ursprung, ehmaligen und jezigen Besizern, Lage, Regimentsverfassung, Anzahl und Nahrung der Einwohner, Manufakturen, Fabriken, Viehstand, merkwürdigen Gebäuden, neuen Anstalten, vornehmsten Merkwürdigkeiten u.s.w, Band 2 (Google eBook), Stettin 1792, S. 889-890, in: http:// books.google.de/books?id=438AAAAAcAAJ&pg=RA2-PA710 &dq=R%C3%B6der,+Phillip+L.+H.:+Geographisches+Statistisch-Topographisches&hl=de&sa=X&ei=-DzSU6fhH87a4QTI5IDQAQ&ved=0CCgQ6AEwAQ#v=onepage&q=R%C3%B6 der%2C%20Phillip%20L.%20H.%3A%20Geographisches%20 Statistisch-Topographisches&f=false (25.07.2014; 13:19).

Rogers, Clifford J.: The Military Revolutions of the Hundred Years War, in: Rogers, Clifford J. (Hrsg.): The Military Revolution Debate . Readings on the Military Transformation of Early Modern Europe, S. 55-94.

Zschocke, Helmut: Die Berliner Akzisemauer: die vorletzte Mauer der Stadt, Berlin 2007.

Quellen

SAVS Best. 2.2., Nr. 2230, Bitte einiger Wirte und anderer Bürger an den Rat der Stadt vom 19. Januar 1843.

SAVS Archivbibliothek, Best. LS-V 23.1, S. 39.

SAVS Best. 2.2., Nr. 2220, Brief des Johann Wöhsner an den Rat der Stadt vom 8. Mai 1884.

SAVS Best. 2.2., Nr. 2230, Bitte einiger Wirte und anderer Bürger an den Rat der Stadt vom 19. Januar 1843.

Bilder: Jochen Hahne.