S‘ Stadtjubeläum (Lambert Hermle)

 

 

 

 

 

 

 

 

817 isch für is gsi e b’sunder Johr,

grad eso, wie des, wa is stoht bevor,

denn für iis Villinger isch des e Jubelum,

un des wurd g’feieret, gar nit dumm.

1200 Johr is dezue de A’lass giet,

drum isch’s Städtle in Stimmung vum Krawazi bis

is Riet.

Di’e Erschterwähnung vu Villinge wurd’s au benannt, doe i de Baar am öschtliche Schwarzwaldrand, und worum, gib ich jetzt i dem Gedichtle kund, denn felsefescht stoht’s drin i dere Urkund, us’g’stellt vom Kaiser Ludwig dem Frommen unter allem, als e Schenkung ans Reichskloschter St. Gallen.

D’Einkünft vu 47 Hofgüter, darunter vu zwei as

Filigas immerhin,

un au vu zwei weitere Höf a Nordstettim stond dert drin,

ob di’e vom Reiser waret, sell woeß mr hit nimme,

un des no erforsche wurd mr nimmi kinne.

D‘ Hauptsach isch me hätt de Noechweis,

un des isch er’s wert, um jeden Preis.

Und mengmol war er selli hoch,

denk nu moel a di’e Wasserbelagerung un au a’s Hubeloch,

wo ’s mengmol uff spitzem Knopf g’stande isch,

un dennoch war d’Borgerschaft räecht kämpferisch,

stand voll hinterm Städtle, mr war halt stolz,

und des zoegt sich hit noe, des b’sunder Holz.

Gar manche Spure kasch hit noe säeh,

a Türm und Tor us näschter Näeh.

Des ells spielt hit joe gar koe Roll,

un denno es nit vugesse soll,

doch jetzt fangt’s Jubeljohr guet a,

un loesses is feire, Kind und Kegel, Frau un Maa.