500 Jahre Reformation (Wolfgang Rüter-Ebel)

– persönliche und regional-bezogene Gedanken

1. Martin Luther war nicht der Erste

Im Jahr 2017 wird in vielfacher Hinsicht dem 500. Jahrestag der Reformation gedacht. Martin Luther, Philipp Melanchthon und einige ihrer Zeitgenossen werden keine geringe Aufmerksamkeit erfahren. Doch sie waren nicht die Ersten. Hier sollen zu Beginn der Böhme Jan Hus und auch die damals schon im Piemont ansässigen Waldenser genannt werden. In ihren theologischen Forderungen und ihrer Kritik an den Verhältnissen in der damaligen römischen Kirche gab es eine Reihe von Parallelen.

Abb. 1: Jan Hus in Prag.
Abb. 2: Waldenserwappen.

Jan Hus wurde im Jahre 1400 zum Priester geweiht, lehrte in Prag Theologie, war 1410 Rektor der dortigen Universität. In der Bethlehems-Kapelle in der Prager Altstadt predigte er häufig, etwa 200 mal im Jahr – und er tat dies auf Tschechisch, also in der Landessprache. Er kämpfte für eine Reform der verweltlichten Kirche, trat für Gewissensfreiheit ein und sah in der Heiligen Schrift die einzige Autorität in Glaubensfragen. Auch an der damaligen Ablass-Praxis übte er deutliche Kritik. Daneben betonte er, dass das Abendmahl mit Brot und Kelch auch für Laien bestimmt sei.

Das Konzil in Konstanz beschäftigte sich 1415 mit diesen Fragen, verurteilte ihn als Ketzer und übergab ihn dem weltlichen Henker. Am 6. Juli 1415 wurde er in Konstanz zusammen mit seinen Schriften öffentlich verbrannt.

Heute genießt Jan Hus in Tschechien und in den protestantischen Kirchen ein hohes Ansehen, wurden doch viele seiner Gedanken von den deutschen Reformatoren um Luther aufgegriffen. Damals folgten auf seine Hinrichtung die Hussitenkriege, die weite Teile Europas erreichten. In Böhmen gab es auch nach Jan Hus viele Gemeinden, die seine Gedanken weiterführten. Sie wurden mehr oder weniger unterdrückt, die meisten Gemeinden dann zu Beginn des 30 jährigen Krieges nach der Schlacht am Weißen Berg (1620, Tilly) zerstört, bis dann um 1720 viele der Übrigen unter Habsburger Herrschaft auch aus Mähren ausgewiesen wurden und etwa in Herrnhut in der Oberlausitz eine neue Bleibe fanden.

Waldenser heißen heute die italienischen Protestanten. Sie gehen zurück auf Petrus Waldes, der Ende des 12. Jahrhunderts in Südfrankreich eine Laienbewegung ins Leben rief. Persönliches Bibelstudium, freiwillige Armut und Verbreitung des Evangeliums durch Laienprediger waren Kennzeichen dieser Bewegung, die sich in Europa ausbreitete. Doch auch sie wurden im 13. Jahrhundert als Ketzer verurteilt und bekämpft. Eine gewisse Zuflucht fanden sie in hochgelegenen Alpentälern in Savoyen und Piemont. Theologisch griffen sie dann die Ideen der Hussiten auf und schlossen sich 1532 der Reformation an.

2. Herbst 1517 in Wittenberg – These 62

Martin Luther lehrte seit 1512 biblische Theologie an der neu gegründeten Wittenberger Universität. Er befasste sich viel mit den Psalmen und den Paulusbriefen. Nach und nach entwickelte sich in ihm ein Glaubensverständnis, das in einem Vers aus dem Römerbrief zugespitzt formuliert ist:

„Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche aus dem Glauben kommt und zum Glauben führt; wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus dem Glauben leben.“ (Römer 1, 17)

Abb. 3: Thesentür, Schlosskirche Wittenberg.

Seine Entdeckung war, dass sich Christen ihre Rettung vor Gott nicht durch eigene Taten und Leistungen verdienen können, sondern allein auf Gottes Gnade angewiesen sind, die sie im Glauben annehmen. Von daher kam er zu einer gewissen kritischen Haltung gegenüber den damals weit verbreiteten Wallfahrten, Heiligenverehrungen, Ablässen, usw.

Ob er tatsächlich am 31. Oktober 1517 an der Schlosskirche zu Wittenberg ein Blatt mit 95 Thesen zum Ablasshandel anheftete oder ob dies in den Bereich der Legenden gehört, mag dahingestellt sein. Was man weiß, ist, dass es üblich war, mit (auf Latein verfassten) Thesenpapieren zum wissenschaftlichen Disput unter Kollegen einzuladen. Dies hat er ziemlich sicher getan. Und er sandte seine Thesen als Brief auch an seinen Erzbischof, Albrecht von Brandenburg, der seinen Sitz in Magdeburg hatte. Dass dieses Blatt mit den Diskussions-Thesen (ins Deutsche übersetzt) auf großes Interesse stieß, hat er womöglich nicht geahnt. Jedenfalls fand es außerordentliche Resonanz.

Und hier profitierte die Entwicklung vom technologischen Fortschritt: der Buchdruck war kürzlich erfunden worden. Und nicht nur in Wittenberg gab es findige Drucker, die Luthers Thesen vervielfältigten und im ganzen Land verteilten.

Er muss damit genau den Nerv der Zeit getroffen haben.

Wenn man sich heute in Wittenberg aufhält, wird man auf eine der Thesen Luthers besonders aufmerksam: auf These 62. Man findet sie her und da in der Stadt, auch in einem Schaufenster, vor allem aber in der Stadt- und Pfarrkirche St. Marien, der „Mutterkirche“ der Reformation. So, wie sie 1557 von Philip Melanchthon herausgegeben wurde, lautet sie:

„Der rechte ware Schatz der Kirchen / ist das heiligen Evangelium der herrlichkeit und gnaden Gottes.“ (These 62)

Insbesondere diese These, die auf den gängigen Handel mit Ablassbriefen anspielte, hat offensichtlich nicht nur gelehrte Theologen, sondern viele Bürger und Zeitgenossen derart angesprochen, dass sie wie ein Lauffeuer durchs Land getragen wurde.

Um dies zu verstehen, mag man sich vor Augen halten, dass zum einen die Renaissance-Päpste und auch die deutschen Bischöfe und Erzbischöfe damals einen aufwändigen Lebensstil pflegten, dass daneben bei der Besetzung der wichtigen politischen Ämter bis zur Königswahl durch die (teils kirchlichen) Kurfürsten enorme Geldsummen flossen (die für gewöhnlich durch die Bank der Fugger finanziert wurden), dass zum dritten seinerzeit in Rom ein großes Bauprojekt anstand (der Neubau des Petersdoms), und dies alles auf dem Hintergrund von weit verbreiteter Armut im Volk und begleitet von einer angst-reichen Grundstimmung. Fegefeuer und jüngstes Gericht wurden als bevorstehend gesehen, Hölle und Teufel galten als reale Bedrohungen, Ablassprediger verstanden es, daraus Kapital zu schlagen.

Wenn Martin Luther in These 62 vom „wahren Schatz der Kirche“ spricht, und dieses mit „Evangelium“ und „Gnade Gottes“ füllt, so entwickelte sich dieser Gedanke landauf landab mit großer geistlicher Kraft.

3. In Worms und auf der Wartburg

1518 und 1519 gab es mehrere Gespräche zwischen Martin Luther und Vertretern der römischen Kirche, bei denen er immer davon bedroht war, als Ketzer verurteilt zu werden. Im Sommer 1520 wurde ihm der Ausschluss aus der Kirche angedroht. Er verfasste in dieser Zeit seine grundlegenden reformatorischen Schriften, z. B. „Von der Freiheit eines Christenmenschen“.

Abb. 4: Martin Luther, Gemälde von Lucas Cranach.

 

In dieser Zeit dürfte Martin Luther in deutschen Landen außerordentlich populär gewesen sein. Seine Ideen und Gedanken wurden mit gedruckten Flugblättern verbreitet. Und überall gab es solche, die sie lesen konnten. Es ging ihm sicherlich nicht um die Neugründung einer Kirche, er wollte vielmehr Missstände in der römischen Kirche anprangern und beseitigen. Es ging im um eine Reform der alten Kirche. Dass die leitenden Verantwortlichen in der römischen Kirche dies damals nicht in theologischer Weitsicht erkennen konnten, gehört dann zur Tragik der Entwicklungen, die dann Jahre später auch kriegerisch ausgetragen wurden.

Doch Luthers Kritik an der bestehenden Kirche wurde dann noch grundlegender. Ausgehend von seinen vier „solus“ (allein Christus – allein aus Gnade – allein durch Glauben – allein die Heilige Schrift) stellte er nicht nur Wallfahrten und Ablassbriefe in Frage, sondern fragte ganz elementar nach

der Autorität von Papsttum und kanonischem Recht. Vor einem allgemeinen Konzil wollte er dies besprochen haben. Konkret: als Antwort auf das Verbot und die Verbrennung seiner Schriften warf er wiederum die päpstliche Schrift, die seinen Kirchenausschluss androhte (Bannandrohungsbulle), und dann auch gleich das ganze kanonische Recht ins Feuer. Anfang 1521 wurde er aus der Kirche ausgeschlossen.

Dies machte ihn natürlich erst recht bekannt – und auch beliebt. Der Buchdruck half dabei mit, ebenso die allgemeine soziale Unzufriedenheit und schließlich auch politische Reformbestrebungen (etwa der Städte, einiger weltlicher Fürsten und der Reichsritter). Sein Landesherr Kurfürst Friedrich der Weise stellte sich schützend hinter ihn. So konnte er auch auf dem Reichstag in Worms seine Gedanken persönlich vertreten. Die Reise dorthin glich einem Triumphzug – doch bekam er vor Kaiser Karl und den kirchlichen Vertretern kein Recht. Und seine Schriften widerrufen wollte er nicht. Mit folgenden Worten blieb er standhaft:

Da „mein Gewissen in den Worten Gottes gefangen ist, ich kann und will nichts widerrufen, weil es gefährlich und unmöglich ist, etwas gegen das Gewissen zu tun. Gott helfe mir. Amen.“

Jedoch konnte er mit heiler Haut entkommen und wurde auf der Wartburg bei Eisenach versteckt.

Es zeigte sich hier schon, dass die politische Gemengelage einen gewissen Einfluss auf die Dinge nahm. Der junge Kaiser Karl V. kam aus Spanien, war mit den deutschen Verhältnissen nicht sehr vertraut. Außerdem zogen Kriege gegen Frankreich und das Osmanische Reich am Horizont auf. Die deutschen Fürsten und Städte hatten eigene Interessen und nutzten Gelegenheiten, die zentrale Macht der kaiserlichen Habsburger zu schwächen. In alledem wurde die Luthersache zum einen nur als eine von vielen behandelt, zum anderen für jeweils eigene politische Interessen benutzt.

Martin Luther übersetzte auf der Wartburg das Neue Testament ins Deutsche – nicht als Erster, aber doch durch seine Bedeutung und wohl auch durch die Qualität der Übersetzung („dem Volk aufs Maul geschaut“) so nachhaltig wirksam, dass dies die Grundlage für das spätere Hochdeutsch wurde. In Wittenberg wurden indessen kirchliche Veränderungen gepredigt und umgesetzt, nicht immer ganz zimperlich. Es ging nicht nur um gottesdienstliche Reformen wie die Predigt in Landessprache und die Kommunion in beiderlei Gestalt (Brot und Kelch für alle). Der Wittenberger Stadtrat hatte außerdem Maßnahmen gegen Armut und sittliche Verwahrlosung (auf Luthers Empfehlen) beschlossen. Doch die Forderungen gingen dann auch um die Auflösung der Klöster und um die Abschaffung der Bilder in den Kirchen. Hier und da kam es zu Tumulten.

Der Wittenberger Stadtrat bat Luther zurück zu kommen. In seinen Invokavit-Predigten von 1522 (Invokavit: der 1. Sonntag in der Passionszeit) konnte er die Lage beruhigen, die radikalen Reformer zurückdrängen und gemäßigte Veränderungen umsetzen.

4. Bauernkrieg – auch im Brigachtal

Der Villinger Chronist Heinrich Hug (um 1470 – 1533) beschreibt Ereignisse des Bauernkriegs um Villingen und im süddeutschen Raum. Aus dieser und aus anderen Quellen weiß man etwa von den Bundschuh-Aufständen einige Jahre zuvor am Oberrhein und von denen des „Armen Konrad“ im Württembergischen“. Beide waren Vorläufer des Deutschen Bauernkrieges, der auch im Brigachtal ausgetragen wurde.

Huldrich Zwingli in Zürich und Thomas Müntzer im Thüringischen betonten etwas deutlicher noch als Luther, dass Christen ohne die Vermittlung der Kirche ihren Weg zu Gott und zu ihrem Seelenheil finden könnten. Martin Luthers Grundschriften von Gewissenfreiheit, die bei ihm ja theologisch und auf das Verhältnis zu Gott und Kirche gemeint waren, wurden hier (selbstverständlich!) auch auf die alltägliche Wirklichkeit bezogen.

Abb. 5: Titelblatt der „12 Artikel“ der Bauern.

So verbanden sich die Unzufriedenheit der Bauern (die ja die Mehrheit der Bevölkerung bildeten) mit Gedanken aus der Reformation. In den „Zwölf Artikeln“ der (schwäbischen) Bauern, die als erste Niederschrift von Freiheits- und Menschenrechten in Europa gelten, geht es in den ersten zwei Artikeln um die Pfarrerwahl und -besoldung. Und man spürt auch im Weiteren den Geist von Luthers Freiheitsschrift.

Die erste Erhebung im Bauernkrieg fand im Sommer 1524 in Stühlingen im Wutachtal statt. Im Herbst 1524 verbündeten sich Bauerngruppen im Hegau und zogen Richtung Furtwangen. Das dürften etwa 3.500 Bauern gewesen sein.

Die Ereignisse im Brigachtal stehen in Zusammenhang mit dem Stühlinger Bauernführer Hans Müller und der lokalen Größe Oswald Meder, der den „Brigachtaler Haufen“ zusammenstellte. Es gab hier im Süden von Villingen offenbar eine gewisse Unruhe. Doch erhielten diese Gruppen wohl nur schwachen Zulauf, auch verließen immer wieder viele der Bauern die bewaffneten Gruppen, um ihre Äcker zu bestellen. So sah man sich im Dezember 1524 bei Donaueschingen einer Übermacht von Villingern und Hüfingern auf Seiten der Habsburger gegenüber und flüchtete in die Nacht. Einige wenige Bauern wurden erschlagen (möglicherweise das erste Blutvergießen im Deutschen Bauernkrieg). Hans Müller entkam zu Balthasar Hubmaier nach Waldshut (siehe unten in Kapitel 5).

Im Jahr darauf gab es noch einmal eine große Sammlung von Bauern. 1525 waren die meisten im Südschwarzwald, auf der Baar und im Hegau auf der Seite von Hans Müller – ausgenommen die Städte Villingen und Radolfzell. Die Bauern konnten sogar Freiburg zu einer Vereinbarung nötigen, doch bei der anschließenden Belagerung von Radolfzell wurden sie besiegt und etliche Dörfer zerstört.

Mögen wohl von katholischer Seite damals die Bauernaufstände Zwingli und Luther in die Schuhe geschoben worden sein, so sind doch die Ursachen und Zusammenhänge vielschichtig, zumal schon vorher Aufstände stattfanden.

Mögen Martin Luthers Gedanken auch theologischer Art und auf Kirche und Glauben bezogen gewesen sein, so haben die Bauern doch ihre Schlüsse daraus gezogen und im Blick auf ihre Not weiter gedacht.

Hat doch Martin Luther zu Beginn deutlich Verständnis für die Klagen der Bauern gezeigt, hat er sich später im Lauf des Bauernkrieges klar auf die Seite der Fürsten gestellt und den Aufstand der Bauern scharf verurteilt.

Ob Luther es bewusst getan hat – oder ob er hier als ein Werkzeug seines Landesherrn gehandelt hat? Die reformatorische Bewegung wurde nun (auch und noch) mehr ein Teil der großen Politik und der Interessen der Landesfürsten und Städte. Dadurch, dass sich Luther so deutlich gegen die Bauern wandte, war der große Schwung als Volks-Bewegung beendet. – Im Sommer 1525 heiratete Martin Luther die aus dem Kloster entflohene Katharina von Bora und zog mit ihr ins Schwarze Kloster – der ex-Mönch heiratet eine entflohene Nonne. Sie hatten gemeinsam drei Töchter und drei Söhne.

5. In der Nachbarschaft: Jakob Otter in Kenzingen (Breisgau), Matthäus und Katharina Zell in Straßburg und Balthasar Hubmaier in Waldshut – und ein Ausblick nach Konstanz

In Kenzingen im Breisgau, obwohl zu Habsburg gehörig, hatten die Bürger ein gewisses Recht, bei der Pfarrerwahl mitzureden. Sie wollten einen haben, der „das Evangelium pur und frei von menschlichen Fabeln ernstlich zu lehren und zu predigen“ bereit sei. Den fanden sie 1522 in Jakob Otter, der zuvor Pfarrer in Wolfenweiler gewesen war.

Jakob Otter legte das Evangelium so aus, dass mit der Zeit in der Gemeinde einiges verändert wurde. So wurde der Gottesdienst in deutscher Sprache gehalten und das Abendmahl mit Brot und Wein ausgeteilt.

Das erfuhr auch der zuständige Bischof von Konstanz; Jakob Otter wurde vorgeladen; die Ken-zinger ließen ihn nicht reisen, sondern schickten eine Delegation nach Freiburg zum Dekan, um zu hören, was dem beliebten Prediger vorgeworfen wurde. Er stehe im Verdacht, lutherische, ketzerische Dinge zu predigen. Die Kenzinger verwiesen selbstbewusst auf die Heilige Schrift und zogen von dannen.

Aber der Bischof lud Jakob Otter erneut vor. Der Kenzinger Stadtrat und die Vertreter der Zünfte wagten mutige Worte zu seiner Verteidigung, doch kurz nach Pfingsten 1524 forderte die Stadt Freiburg von der kleinen Nachbarstadt die Ausweisung Jakob Otters. Ansonsten würde man die Stadt in Schutt und Asche legen.

Jakob Otter nahm die Drohung sehr ernst und hielt am 24. Juni 1524 seine Abschiedspredigt. Er verließ Kenzingen, zog zunächst zum badischen Marktort Malterdingen – 200 Bürger begleiteten ihn. Sie wurden später in Kenzingen nicht wieder eingelassen und zogen mit Jakob Otter erst zum Rhein und dann flussabwärts nach Straßburg, wo sie freundlich aufgenommen wurden.

Die meisten der Kenzinger Bürger konnten später zurückkehren, nur der Ratsschreiber, einer der wichtigsten Förderer der Reformationsbewegung, wurde grausam hingerichtet. Jakob Otter war nach 1525 Pfarrer in Neckarsteinach, dann für einige Jahre in der Schweiz und wirkte anschließend etliche Jahre bis 1547 in Esslingen.

Straßburg war damals eine der wichtigen oberdeutschen Städte der Reformation. 1523 fand im Straßburger Münster eine wegweisende Hochzeit statt: der Münsterpfarrer Matthäus Zell heiratete die Bürgerstochter Katharina Schützin. Und die Trauung hielt Martin Bucer, ein bedeutender Theologe der Reformation.

Zell war damals ein sehr angesehener Prediger. Doch der Bischof verbot ihm im Münster das Betreten der Kanzel, weil er ein Anhänger Luthers war. So bauten die Schreiner der Stadt eine tragbare Kanzel aus Holz und trugen sie mit Erlaubnis des Stadtrats in die Mitte des Münsters, wenn Matthäus Zell predigte.

Katharina Zell hatte zu Beginn ihrer Ehe eine Menge Aufregung und Streit. So wehrte sie sich in einer theologischen Streitschrift an den Straßburger Bischof gegen üble Nachreden, weil sie ja einen gebannten Priester heiratete. Sie wies darin das Recht der Priesterehe aus der Heiligen Schrift nach und drohte, die Schrift zu veröffentlichen. Der Stadtrat musste vermitteln.

In ihrem Ehevertrag stand, dass sie mit ihrem Mann, „armer und verjagter Leute Mutter zu sein, solange uns Gott beieinander ließe“. Im Sommer 1524 nahm sie 80 der Kenzinger Bürger in ihrem Pfarrhaus auf. Für die anderen besorgte sie Quartiere in der Stadt, bis diese im September wieder zurückkehren konnten. In der Zwischenzeit schrieb sie ermutigende Briefe an die Kenzinger Frauen.

Nachdem ihr Mann später gestorben war, kamen jüngere Pfarrer nach Straßburg, die strenger und bisweilen sogar von fanatischem Glaubenseifer waren. 1562 starb eine Frau, die schwärmerischen Gruppen nahestand (also solchen Gruppen aus der Reformation, die schon bald ausgegrenzt wurden – siehe unten zu Waldshut). Man wollte der Frau in der Stadt das Begräbnis verweigern. Die selbst schon schwerkranke Katharina Zell ließ sie auf den Friedhof tragen und hielt selbst die Leichenpredigt. Einige Monate später starb sie.

1524/25 kam es in Waldshut zu einer Zeit, als die religions-politischen Fronten noch nicht geklärt waren, zu einem täuferischen Strohfeuer, das aber wohl für die weitere kirchliche Entwicklung in Deutschland von einer gewissen Bedeutung war.

Waldshut war damals eine habsburgische Stadt von etwa 1.000 Einwohnern – und zwölf Priestern. Im Spätsommer 1521 wurde der Doktor der Theologie Balthasar Hubmaier als Pfarrer berufen. Er war ein tüchtiger Theologe und einflussreicher Prediger. Als er nach Waldshut kam, war er wohl noch ein Altgläubiger, vielleicht ein zweifelnder. Am Hochrhein suchte er Anschluss an die lutherische Erneuerungsbewegung, das heißt, er las die Schriften Luthers und hatte Kontakt mit Leuten, die ebenfalls diese Schriften lasen – und das stand seit dem Wormser Reichstag (1521) unter Strafandrohung.

Im Januar 1523 fand in Zürich die viel beachtete „Erste Zürcher Disputation“ über Thesen des Großmünsterpfarrers Huldrych Zwingli statt. Die wurde zum Signal zum Beginn der Schweizer Reformation, die weit ins oberdeutsche Gebiet ausstrahlte. Balthasar Hubmaier kam in Kontakt mit der ersten Reihe der Schweizer Reformatoren, und im Gespräch mit Zwingli waren sich beide einig, dass Kinder erst getauft werden sollten, wenn sie „im Glauben unterrichtet“ worden seien. Das setze ein gewisses Alter voraus und verbiete auf jeden Fall die Taufe von Säuglingen.

Dies war damals noch nicht „täuferisch“ oder „schwärmerisch“, die Spaltung der Bewegung hatte noch nicht stattgefunden. Doch 15 Monate später vollzogen einige Radikal-Reformatorische die „Glaubenstaufe“ an sich selbst und wurden gleich aus Zürich verbannt. Einige von ihnen gelangten nach Waldshut, wo sich unter Hubmaiers Führung die antipäpstlichen und antihabsburgischen Kräfte durchgesetzt hatten. Und bald ließ sich Hubmaier und etwa 300 seiner Gemeindeglieder ein zweites Mal taufen. Dies fand in Waldshut im Einklang mit der lokalen Obrigkeit statt.

Doch die Realitäten schlugen zu: Zwingli grenzte sich im November 1525 scharf von diesen „Wiedertäufern“ ab, in den gleichen Tagen wurden die aufständischen Bauern bei Grießen im Klettgau endgültig geschlagen. Hubmaier erkannte die Zeichen der Zeit und verließ mit knapp 100 Anhängern die Stadt, vermied so ein Blutvergießen. Waldshut wurde besetzt und gründlich rekatholisiert – und blieb es bis 1805.

Hubmaier ging nach Mähren, wo es damals gewisse Spielräume für religiöse Gruppen gab. Doch dem langen Habsburger Arm konnte er nicht entkommen. Im März 1528 starb er in Wien auf dem Scheiterhaufen, seine Frau Elsbeth wurde wenige Tage später in der Donau ertränkt.

Konstanz war seit 1192 freie Reichsstadt und strebte als solche stets nach Unabhängigkeit. In den 1520er Jahren wurde die Stadt (wie viele freie Reichsstädte) protestantisch. 1529 gehörte sie beim Reichstag in Speyer zur Minderheit der „protestierenden“ Stände (daher der Name „Protestanten“). Seine Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung evangelischen Glaubens. Die Bischöfe von Konstanz siedelten in dieser Zeit nach Meers-burg um. Die Stadt war dem „Schmalkaldischen Bund“ (dem evangelischen Verteidigungsbündnis) beigetreten, doch nach dem Schmalkaldischen Krieg 1548 verlor Konstanz den Status als Freie Stadt und wurde dem Habsburger Reich (Vorderösterreich) eingegliedert und im Zuge der Gegenreformation rekatholisiert.

6. Offene Verhältnisse – zeitweise auch in Villingen?

In den Abschnitten 4 und 5 habe ich eine gewisse Offenheit der Verhältnisse beschrieben. Noch waren die konfessionellen Fronten nicht klar, noch waren Übergänge fließend, noch waren keine scharfen Trennungen vollzogen.

Man liest in Villinger Veröffentlichungen von einem Pfarrer Blasius Müller. Dies geht zurück auf einen Eintrag im „Pfarrerbuch der evangelischen Kirche Badens“ von Heinrich Neu. Hier ist für Villingen in den Jahren 1537 – 39, also den Jahren der Reformation, ein Blasius Müller als evangelischer Prediger genannt, vermutlich am Münster, „bis ihm weitere Wirksamkeit verboten wurde“.

Weiteres ist über diesen Vertreter der evangelischen Sache in der alten Zähringerstadt nicht bekannt.

Auf der einen Seite mag man hier an solche Geschichten wie die des Jakob Otter in Kenzingen (1522 – 24) denken, der sich in der offenen Zeit zwischen den Glaubensrichtungen bewegte, einerseits katholischer Priester, anderseits mit lutherischen Gedanken befasst und der evangelischen Art, Gottesdienst zu feiern.

Auf der anderen Seite wird von Blasius Müller im Vergleich zu Otter mehr als zehn Jahre später (1537 – 39) berichtet, da sich die religiösen Verhältnisse in vielen Dingen bereits verfestigt hatten. So bleibt es eine gewisse Frage, was sich wohl genau zugetragen haben mag.

Was war inzwischen im Großen geschehen?

1530 war auf dem Reichstag in Augsburg noch einmal die Religionssache besprochen worden. Philip Melanchthon hatte das „Augsburger Bekenntnis“ als Kompromisspapier verfasst – vielleicht vorerst die letzte Chance, noch einmal zueinander zu finden – jedoch vergeblich. Die kaiserliche Seite hielt an den unversöhnlichen Plänen fest, die deutschen Landesfürsten hatten ihre Position und schlossen sich 1531 zum Schmalkaldischen Bund zusammen. – In der Schweiz war 1531 Huldrych Zwingli ums Leben gekommen.

Doch in den 1530er Jahren kam die protestantische Bewegung noch einmal voran, konnte sich festigen und reifen, zumal Kaiser Karl V. seit dem Sommer 1532 für etwa ein Jahrzehnt mit kriegerischen Auseinandersetzungen mit Frankreich und dem Osmanischen Reich beschäftigt war. 1534 wurde die Reformation im Herzogtum Württemberg eingeführt, was die Villinger Region durchaus berührt haben dürfte. Möglicherweise spielten diese Dinge eine Rolle im Blick auf Pfarrer Blasius Müller.

7. Die Politik übernimmt

Die Reformation wird im 16. Jahrhundert als eine große Bewegung durch die deutschen Lande gegangen sein. Sicher hatte sich mit Luthers Distanzierung gegenüber den aufständischen Bauern daran einiges verändert. Doch die neuen Gedanken waren in der Welt, es wurde auf vielen Kanzeln auf Deutsch gepredigt, die Lieder der Reformatoren wurden landauf-landab gesungen, die Lutherbibel wurde gelesen und prägte die Sprache, Schriften und Bilder gedruckt und verbreitet, Kinder vermehrt in Schulen geschickt – auch Mädchen.

Abb. 6: Luther vor der Dresdner Frauenkirche.

 

Dieses neue Denken und Glauben passte gut zu den Selbständigkeits-Bestrebungen der Reichsstädte, die sich zunächst in großer Zahl der Reformation anschlossen. Bei den großen und kleinen Landesfürsten vermischten sich hier und da Glaubensvorstellungen mit taktisch-politischen Interessen. Sie konnten über Religionsfragen ihren Machtkampf mit der ungeliebten Zentralgewalt des Kaisers austragen. Und hier wurde es dann auch bald kriegerisch (Schmalkaldischer Krieg 1546-47; Streit ums „Augsburger Interim“ 1548, das die Evangelischen letztlich wieder in die katholische Kirche eingliedern wollte). Im konfessionellen Gegenüber organisierte sich die katholische Kirche zur Gegenreformation (Konzil von Trient seit 1545, Gründung des Jesuitenordens).

Eine wichtige Wergmarke war 1555 der Augsburger Religionsfriede. Er war gewissermaßen Ausdruck eines militärischen Patts, so dass den Evangelischen einige Rechte zugestanden werden mussten.

So wurde den evangelischen Städten und Fürstentümern dauerhaft ihr Besitz und ihre Religionsausübung zugestanden. Dies ging nach dem berühmten „cuius regio, eius religio“, nach dem der jeweilige Landesherr bestimmte, welche Konfession galt. Dieses Recht wurde in Augsburg jedoch nur den Lutherischen zugestanden, die Reformierten blieben hier noch außen vor. Das alte mittelalterliche Gesetz der Ketzerei wurde abgeschafft: wer nicht im Bereich des verordneten Glaubens leben wollte, durfte auswandern (ius emigrandi). Es zählte fortan die fürstliche Freiheit gegenüber der Zentralgewalt des Kaisers, dazu religiöser Pluralismus gegenüber der Idee des universalen christlichen Kaisertums.

In diesen Jahren tagte auch das Konzil von Trient, in dem die römische Kirche sich für die neue Zeit weiter entwickelte und organisierte. So wurden Missbräuche im Ablasswesen abgeschafft, Ämterhäufung bei Bischöfen verboten, Priesterseminare wurden eingeführt zur besseren Ausbildung der Seelsorger, der Hochaltar ersetzte den Lettner, der den Klerus vom Volk trennte, der Kirchenraum wurde bestuhlt, um der Predigt und der Unterweisung ein größeres Gewicht zu geben.

8. Krieg und Frieden

War schon der 1. Prager Fenstersturz 1419 ein Akt des Widerstands der Böhmen gegen die zentrale Reichsgewalt gewesen (die Anhänger des vier Jahre zuvor hingerichteten Jan Hus stürmten das Prager Rathaus und warfen die Stadtoberen aus dem Fenster, was den Beginn der Hussitenkriege bedeutete), so verhielt es sich vergleichbar mit dem 2. Prager Fenstersturz. In den Jahren zu Beginn des 17. Jahrhundert war die Religionsfreiheit, die auf der Basis des Augsburger Religionsfriedens galt, mehr und mehr eingeschränkt worden. Die überwiegend protestantischen böhmischen Stände warfen ihrem katholischen Habsburger Landesherrn vor, die Rechte der Evangelischen zunehmend zu verletzen und Böhmen wieder zu rekatholisieren. Im Sommer 1618 kam es zum Fanal: Vertreter der protestantischen Stände warfen die königlichen Statthalter und den Kanzleisekretär aus dem Fenster – was den Beginn des 30-jährigen Krieges bedeutete.

(Der Sturz ging glimpflich aus: alle drei überlebten. Die katholische Propaganda deutete dies als Rettung mit Hilfe der Jungfrau Maria, während die Protestanten dies auf einen Misthaufen zurückführten, der sich an der richtigen Stelle befand.)

Abb. 7: Gustav II. Adolf, Denkmal in Göteburg.

 

Der 30-jährige Krieg brachte großes Elend über ganz Mitteleuropa, viele Gegenden wurden verwüstet, Millionen Menschen kamen ums Leben, teils direkt durch kriegerische Gewalt, teils durch Seuchen und Hunger – auch auf der Baar. Es war ein Krieg um die politische Vorherrschaft im Heiligen Römischen Reich und in Europa – und es war zugleich ein Religionskrieg. Auf europäischer Ebene war es der Gegensatz zwischen Frankreich und Habsburg, auf der Reichsebene der zwischen Kaiser und katholischer Liga und auf der anderen Seite der protestantischen Union. Jeweilige Verbündete waren zeitweise mit engagiert, so auf protestantisch-französischer Seite Schweden.

Schweden war zur Hegemonialmacht in Nordeuropa aufgestiegen und griff als solche mit ihrem König Gustav II. Adolf auf Seiten Frankreichs und der Protestanten in den 30-jährigen Krieg ein. In dieser Phase des Krieges verhinderte dies den Sieg des kaiserlichen Lagers der Habsburger. Und dies wiederum sicherte die Existenz des deutschen Protestantismus. Die Schlacht bei Breitenfeld in der Nähe von Leipzig 1631 war hier die Entscheidende.

Auch dieser Krieg hatte keinen Sieger, nur Verlierer. Der Westfälische Friede 1648 griff in religiösen Fragen die Grundlinien des Augsburger Religionsfriedens auf. Der jeweilige Landesherr bestimmte weiterhin die Konfession seiner Untertanen, den Protestanten wurden damit wiederum Schutzrechte zugesprochen, wobei nun neben den Lutherischen auch die reformierten Christen einbezogen waren.

9. Ausblicke

Erst im späten 18. Jahrhundert wurde im Habsburger Reich nach und nach Toleranz in religiösen Fragen zugelassen. Ein wichtiger Schritt war das Toleranzpatent, das Kaiser Joseph II. 1781 erließ. Es gewährte Protestanten und Juden zwar nur eine gewisse Duldung. Doch war damit das im Lande geltende Glaubensmonopol der katholischen Kirche gebrochen.

Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 und dann im Großherzogtum Baden wurde das Land seit Beginn des 19. Jahrhunderts neu gegliedert, auch für die Kirchen brachte diese Zeit große Veränderungen. Mit Eisenbahnbau und Industrialisierung kamen Evangelische in zuvor katholische Gebiete und Städte, was nun erlaubt war – und umgekehrt. Um 1860 sammelte sich in Villingen eine erste evangelische Gemeinde, die bald die alte Johanniterkirche kaufte und Johanneskirche nannte.

Eine weitere konfessionelle Durchmischung fand durch die Integration der Flüchtlinge in Folge des 2. Weltkriegs statt. Mit dem Wachstum der Städte wurden neue Gemeinden gegründet und Kirchen gebaut. Seit den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhundert entstand in den meisten Gemeinden die mittlerweile selbstverständliche ökumenische Zusammenarbeit. Als jüngstes Beispiel nenne ich hier den 2. Ökumenischen Kirchentag, der im Sommer 2015 gemeinsam von den Schwenninger und Villinger Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen (ACK) vorbereitet und durchgeführt wurde.

Martin Luther und seine Zeitgenossen haben vor etwa 500 Jahren das Evangelium neu entdeckt und freigelegt, haben es für ihre Zeit neu gesagt und formuliert. Damals waren die kirchlichen Verhältnisse sehr reformbedürftig. Die entstehenden protestantischen Kirchen taten dies auf ihre Art, die katholische Kirche fand im Konzil von Trient ein neues Selbstverständnis. Die alte mittelalterliche Kirche war zerbrochen und entwickelte sich in unterschiedlichen Gemeinden und Organisationen weiter.

Kirchlicherseits befinden wir uns heute wiederum in bedeutenden und tiefgehenden Veränderungsprozessen. Was in der Kirche lange galt und für richtig gehalten wurde, steht heute in Frage. Was lange als Tradition wie selbstverständlich überliefert wurde, ist an vielen Stellen abgebrochen. Der demografische Wandel („Wir werden älter, weniger und bunter.“) trägt ein Übriges zu den Veränderungen bei. Wie Kirchengemeinden in 20 oder 30 Jahren aussehen werden, kann heute niemand sagen. Doch dass sie nicht mehr so sein werden wie im ausgehenden 20. Jahrhundert, scheint klar zu sein.

Es wird gut und richtig sein, überkonfessionell nach dem Evangelium zu fragen und nach neuen Antworten und neuen Formulierungen zu suchen. Das muss aber nicht bedeuten, dass wir dann alle auf eine und die gleiche Weise in einer gemeinsamen Kirchen-Organisation leben und glauben. Die Pluralität in Glaubensformen hat sich bewährt, wir leben fröhlich miteinander in versöhnter Verschiedenheit.

Anmerkungen:
Bildnachweis

Abb. 1: Prag, Jan Hus https://pixabay.com/de/prag-hus-denkmal-jan-hus-touris-mus-654677/

Abb. 2: Waldenserwappen https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Waldenser-Wappen.jpg

Abb. 3: Thesentür

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:95Thesen2390.JPG

Abb. 4: Martin Luther Gemälde. Von Lucas Cranach der Ältere – gallerix.ru, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia. org/w/index.php?curid=23260036

Abb. 5: Bauernkrieg. Von Unbekannt – eingescannt aus: Otto Henne am Rhyn: Kulturgeschichte des deutschen Volkes, Zweiter Band, Berlin 1897, S.21, Gemeinfrei, https://com-mons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3926052

Abb. 6: Luther vor der Dresdner Frauenkirche wikipedia.org/wiki/Benutzer:Fewskulchor

Abb. 7: Gustav Adolf https://pixabay.com/de/gustav-adolf-g%C3%B6teborg-denkmal-444911/