Tallard’sche Belagerung im historischen Kontext sehen (Redaktion)

Ereignisse von 1704 nach 300 Jahren betrachtet

Der Geschichts- und Heimatverein Villingen widmete der Tallard’schen Belagerung, dem großen geschichtlichen Ereignis, das sich vor genau 300 Jahren in der Zähringerstadt ereignete, im Jubiläumsjahr 2004 breiten Raum. In mehreren Veranstaltungen beschäftigte sich der GHV mit diesem Thema. Einige Sonderaktionen nahm der GHV-Vorsitzende, Günter Rath, zusätzlich und kurzfristig in das Jahresprogramm auf und informierte in einem Schreiben die Mitglieder. Ehrenmitglied Werner Huger rekonstruierte am 17. Juli bei einer Ortsbegehung auf dem Hubenloch, also am Ort des Geschehens vom Juli 1704, sehr anschaulich den Belagerungsvorgang. (Siehe dazu gesonderter Bericht in diesem Heft).

Zuvor beschäftigt sich Stadtarchivar Heinrich Maulhardt am 4. Juli im Franziskanermuseum mit dem Thema. Dort wurden auch über mehrere Wochen hinweg historische Dokumente, Bilder, Waffen und andere Objekte dieses für die Stadtgeschichte so bedeutenden Ereignisses ausgestellt. Höhepunkt der Jubiläumsfeiern war am Sonntag, dem 25. Juli der festliche Gottesdienst an der Lorettokapelle.

Die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein, als vor der Lorettokapelle der Festgottesdienst zum Gedenken an die Tallard’sche Belagerung vor 300 Jahren gefeiert wurde. Bei herrlichem Sonnenschein versammelten sich die Villinger am mit Fahnen geschmückten Altar um mit Münsterpfarrer Kurt Müller, Seelsorgern aus allen Pfarrgemeinden und einer großen Ministrantenschar das Fest zu begehen.

 

An dieser Feier wirkte auch die Stadt- und Bürgerwehrmusik, der Trachtenverein und etwa 70 Kavalleristen in farbenprächtigen Uniformen mit.

Dekan Kurt Müller hielt dabei eine bemerkenswerte Predigt, in der er die historischen und dramatischen Ereignisse vor 300 Jahren in sehr lebendigen Bildern schilderte. Auch Oberbürgermeister Rupert Kubon erinnerte in seiner Ansprache an die Belagerung und würdigte Mut und Solidarität der Villinger Bürgerschaft.

Goldhauben beherrschten das bunte Bild der Villinger Trachtenträgerinnen. Auch der Trachtennachwuchs war gut vertreten.

 

 

 

Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst auf Loretto von der Stadt- und Bürgerwehrmusik in Villingen unter Leitung von Stadtmusikdirektor Markus Färber und Sängern des Männerchores und Sängerkreises.

 

Kavalleristen aus Villingen und dem ganzen Ländle sorgten in farbenprächtigen Uniformen hoch zu Ross für ein buntes Bild und historisches Flair.

 

Hoch zu Ross der Kommandant der Historischen Bürgerwehr und Vorstand der Trachtengruppe Villingen, Manfred Riegger, der die Zügel der Organisation fest in den Händen hielt.